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Evolution GT: Review

  Playstation 2 

Betrachtet man den Grossteil der erhältlichen Rennspiele und Rennsimulationen, fällt eines schnell auf. Egal, in welchem Cockpit man sitzt, egal ob man sich auf Arcade-Strecken oder realen Nachbildungen bewegt, es zählt immer nur eins. Die Power des Fahrzeugs. Dass das aber falsch ist, weiss hoffentlich jeder, der eine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Denn der schnellste Ferrari oder der bulligste Mercedes machen keinen Sinn, wenn der Fahrer eine Schnarchnase ist. Genau diesen Punkt beleuchten die Entwickler von Milestone mit ihrem neuen Rennspiel Evolution GT. Auch hier nützt das schnellste Auto nichts, wenn die Fähigkeiten des Fahrers irgendwo in Bodennähe herumgurken. Also gilt es fleissig zu trainieren und Erfahrungspunkte sammeln in dieser brandneuen Rennsimulation. Wobei, irgendwo haben wir das alles doch schon einmal gesehen?

Evolution Corsa Automobile GT?

Wer sich gerne und häufig mit allen Arten von Rennspielen befasst, den wird ein merkwürdiges Gefühl beschleichen, wenn er sich für das erste schnelle Rennen in eines der virtuellen Fahrzeuge von Evolution GT setzt. Das ganze Handling, das Gameplay und die für ein Rennspiel recht ungewöhnlichen Features kommen erfahrenen Spielern sicher aus dem inoffiziellen Vorgänger Squadra Corse Alfa Romeo, kurz SCAR, sehr bekannt vor. Kein Wunder, der stammte auch von den selben Entwicklern und dient für Evolution GT als spielerisches Grundgerüst.

Ziel im Karriere-Modus, der zweifellos das Herzstück des Titels ist, ist es, die einzelnen Fähigkeiten des Fahrers auszubauen und so alle Meisterschaften siegreich zu bestreiten. Zu Beginn des Karriere-Modus wartet auf alle, die SCAR nicht gespielt haben, ein umfassendes und gelungenes Tutorial, das euch mit allen wichtigen Funktionen und Anzeigen vertraut macht. Begleitet werdet ihr im Tutorial von Rennfahrer Gabriele Tarquini, der die einzelnen Lektionen in schönen Videosequenzen, aber mit gebrochenem Englisch einleitet. Bevor es damit aber losgeht, muss sich der Spieler für ein Fahrerprofil entscheiden. Die vorgegebenen Profile unterscheiden sich in ihren Eigenschaften und dem Faktor, wie stark die einzelnen Fähigkeiten ausgebaut werden. Legt ihr viel Wert auf das Bedrängen und Überholen eurer Gegner oder wollt ihr euch lieber darauf konzentrieren, vorausschauend zu fahren und Fehler zu vermeiden? Es gibt zahlreiche vorgegebene Profile, bei denen für jeden Spieler etwas dabei sein sollte.

Abgesehen von den Fertigkeiten des Fahrers, die sich durch erfolgreiche Aktionen während des Rennens durch Erfahrungspunkte aufwerten lassen, sind auch einige andere Features erwähnenswert. Da wäre zum einen der so genannte Tigereffekt. Das ist eine grüne Leiste am unteren Bildrand, die sich durch gelungene Aktionen und viele Erfahrungspunkte füllt. Baut ihr während des Rennens einen groben Fahrfehler, genügt ein Druck auf die Dreieck-Taste, um das Spielgeschehen einige Sekunden zurückzuspulen und den Fehler ungeschehen zu machen. Das sieht aus, und funktioniert auch ganz ähnlich, wie die Zeitspielereien in den Prince of Persia-Titeln und soll das vorausschauende Fahren des Fahrers simulieren.

Oh weh, der Scheibenwischer bricht

Ebenfalls wieder mit dabei ist die Möglichkeit, Gegner unter Druck zu setzen, um Fahrfehler zu provozieren. Dabei setzt sich der Spieler permanent dicht hinter das Heck des Vordermanns und versucht, dort zu bleiben. Eine Leiste über dem Kontrahenten zeigt an, wie nervös der Vordermann wird. Ist die Leiste gefüllt, leistet sich der Gegner einen groben Fahrfehler. Wer umgekehrt von Gegnern bedrängt wird, muss mit zunehmend unschärferer Sicht und starken Sehstörungen rechnen. Wer auf solche unlauteren Mittel nicht zurückgreifen will, nutzt das eingebaute Windschatten-Feature, um die Gegner aus ihrem Windschatten heraus kontrolliert und sicher zu überholen. Aber keine Angst, auch das wird im umfangreichen Tutorial erklärt.

Evolution GT
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Tobias Kuehnlein

Evolution-GT


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Tobias Kuehnlein am 23 Jun 2006 @ 13:40
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