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Final Fantasy VII: Dirge of Cerberus: Review

  Playstation 2 

Zehn Jahre ist es nun her, dass Square-Enix eines der wohl brillantesten Videospiele der Geschichte auf den Markt gebracht hat, die Rede ist von Final Fantasy VII. Der Titel, der damals noch auf der PS One erschienen ist, sorgte weltweit für Furore und hat auch heute, ein Jahrzehnt danach, noch eine treue Fangemeinde. So verwundert es nicht, dass Square-Enix diesem Goldesel bis heute den Rücken nicht zugekehrt hat. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erscheint neben dem Film "Final Fantasy VII: Advent Children" das Spin-off-Game Dirge of Cerberus. Wer weiss, vielleicht ist dieses Spiel in zehn Jahren der Lieferant für ein weiteres Abenteuer. Hat der Silberling wirklich das Zeug dazu? Wir verraten es euch.

Final Fantasy VII braucht die Welt

Das originale Spiel wird wohl für immer in die Geschichte eingehen. Einst als Abschiedstitel einer bankrotten Firma gedacht, spülte er so viel Geld in die Kassen, dass es Square, heute mit dem Konkurrenten Enix fusioniert, gelang, sich zurückzukämpfen. So war es auch der erste Teil, welcher in Europa erschien. Sephiroth hat mit seinem Plan, die Erde mit einem Meteoriten zu zerstören, dank unserer unerschrockenen Heldentruppe versagt. Dennoch stellen sich die Fans des Spiels heute noch einige Fragen, die unbeantwortet blieben. Der kürzlich auch hierzulande erschienene Film Advent Children, der zwei Jahre nach dem Hauptspiel angesiedelt ist, mochte auch nur ein wenig Licht ins Schattenspiel bringen. So lechzen die treuen Anhänger immer noch nach mehr. Diese werden auch prompt bedient, und zwar mit dem Spin-off-Game Dirge of Cerberus. Und in naher Zukunft wird uns wohl auch ein PSP-Titel namens Crisis Core einmal mehr in die faszinierende Welt von Final Fantasy VII hineinziehen.

Keinen Frieden für Midgar

Drei Jahre sind seit dem Originalspiel vergangen, in dem Cloud und Co. die Welt vor dem Untergang bewahrt haben, und noch immer herrscht Unruhe auf dem Planeten. Eine Organisation namens Deepground hat es auf Zivilisten abgesehen. Da kann ein Held natürlich nicht tatenlos zusehen, da muss was unternommen werden. Doch ihr schlüpft nicht erneut in die Rolle von dem Final Fantasy VII-Helden Cloud Strife, sondern ihr verkörpert nun den einstigen Nebencharakter Vincent Valentine. Unterstützung erhält er dabei vor allem von den altbekannten Helden Yuffie Kisaragi und Cait Sith. Auch die restlichen Mitstreiter aus Final Fantasy VII erhalten kleine Gastauftritte, in denen sie geschickt in ein neues Licht gerückt werden. Erwartet allerdings keine grösseren Twists oder dergleichen. Leider werden die Lieblinge aus alten Tagen, ausser in den Zwischensequenzen, nicht weiter berücksichtigt. Ausser Yuffie und Cait Sith, in dessen Rolle ihr euch ebenfalls temporär hineinversetzen müsst. Vincent blüht als Hauptcharakter richtig auf und geniesst es sichtlich, im Rampenlicht zu stehen. Er vermag die ganzen zwölf Kapitel hindurch zu überzeugen und mausert sich während des Spiels zu einem wahren Helden, der einmal mehr das eine oder andere Geheimnis über seine Person lüftet.

RPG-Shooter

Trotz der starken Story und der RPG-Elemente kommt das Spiel als Shooter daher. Hier muss man den Mut der Entwickler respektieren, jedoch nicht das Ergebnis. Die RPG-Elemente kommen gewohnt solide daher. So kann das ehemalige Mitglied der Turks dank Erfahrungspunkte aufgewertet und seine Attribute verbessert werden. Seine Waffe, die Cerberus, kann ebenfalls einer Generalüberholung unterzogen werden. So seid ihr in der Lage, verschiedene Läufe an die Pistole anzubringen oder ihr wertet ihre Durchschlagskraft mit den berühmten magischen Substanzen auf. Beim Shooter-Anteil standen die Jungs von Square-Enix allerdings sichtlich auf dem Schlauch. Vorgesehen war wohl eine Art Action-Shooter à la Devil May Cry, doch leider kommt man dem angepeilten Paten des Titels nicht mal in die Nähe, da ist der Teufel den Tränen wirklich nahe. Das viel zu einfach gestaltete Zielverfahren wird eure virtuellen Widersacher schneller in Jenseits befördern, als euch lieb ist. Dank automatischer Zielerfassung muss eure Waffe nur in der Nähe eines Gegners sein, damit ihr ihn mit einem simplen Tastendruck in die ewigen Jagdgründe schicken könnt Das ändert sich leider auch auf höheren Schwierigkeitsgraden nicht. Auch wenn ihr beim Zielen auf euch selbst gestellt wärt, würde der Schwierigkeitsgrad wohl nicht signifikant ansteigen. Die KI eurer Kontrahenten ist nämlich etwa so tief angesetzt wie die Temperatur in einer kalten Dezembernacht.

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Marwan Abdalla

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Marwan Abdalla am 17 Dez 2006 @ 16:42
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