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God Hand: Review

  Playstation 2 

Nach den reichlich ungewöhnlichen Viewtiful Joe-Spielen hat sich Entwickler Glover Studios und Publisher Capcom mit Hilfe des Resident Evil-Veteranen Shinji Mikami an den Versuch gewagt, das Genre des Beat 'em ups oder eben Prügelspiels zu erneuern beziehungsweise zumindest etwas aufzupeppen. God Hand soll dies mit Hilfe einer Menge Action, coolen und abgedrehten Charakteren, einer völlig irrationalen Story und einer Portion Selbstironie beweisen ? man hat ja nicht jeden Tag die Chance, mit einer Gotteshand zu agieren. Umso grösser war die Spannung, ob das Unterfangen gelungen ist.

Mit einer kurzen Einführungssequenz startet das Abenteuer in der virtuellen Welt auch schon. Nicht dass diese Sequenz irgendetwas über die Geschichte aussagen würde, denn die Gründe, weshalb man eine Hand Gottes besitzt oder sich am laufenden Band prügelt, erfährt man leider erst im Laufe des Spiels. Bereits nach wenigen Schritten trifft man mit Hauptakteur Gene auf die ersten unfreundlichen Gestalten, die einem an den Kragen wollen. Das wäre wohl auch im Normalfall kein grösseres Problem für die angreifenden Raufbolde. Jedoch hat Gene einen Vorteil, den seine Gegenüber das ganze Spiel zu ihrem Nachteil unterschätzen: er besitzt die Gotteshand. Was diese bewirken kann und warum sie ein unglaublicher Vorteil ist, zeigt sich im weiteren Verlauf des Spiels.

Eines der auffälligsten Dinge am Spiel God Hand ist, dass es sich selbst nicht ernst nimmt. Die Musikuntermalung könnte häufig aus einer Westernkomödie oder Benny Hill-Show stammen. Zusätzlichen Applaus bekommt man, wenn einem eine äusserst coole Kombination von Attacken gelungen ist. Je weiter das Spiel fortschreitet, lassen sich zu den regulären Schlägen beziehungsweise Angriffstechniken weitere hinzukaufen, in Kisten finden oder nach der Erledigung eines Gegners aufsammeln. Damit ist es aber noch nicht genug, kann man nach dem gleichen Prinzip mit speziellen Items sein virtuelles Konto aufbessern.

Das Konto lässt sich über einige Levels hinweg füllen oder nach jeder erfolgreich beendeten Etappe abtragen. Mit Hilfe des verdienten Geldes können also neue Techniken erworben werden oder einfach als ein echter Zocker im Kasino verprasst werden. Wer sich nun fragt, was ein Kasino bei God Hand zu suchen hat, dem sei gesagt, dass hier vor allem das Spasshaben und die Möglichkeit, das Konto gegebenenfalls aufbessern zu können, wohl die Hauptgründe sein dürften. Die erworbenen Techniken kann man sich im Menü anschauen und Gene mit einer individuellen Serie von verschiedenen Techniken ausstatten beziehungsweise entsprechend konfigurieren.

Zu guter Letzt besitzt jede Technik eine unterschiedliche Angriffsstärke und ist nicht in jeder Situation von Vorteil. Die Auswahl, welchen Fiesling man wie zur Strecke bringt, will also gut überlegt und ausprobiert werden. Wenn alles ausgewählt und konfiguriert ist, kommt man mit Gene im Laufe des Spiels immer besser zurecht und weiss seine Stärken einzusetzen. Sollte man sich in der Situation befinden, selbst anzugreifen, parallel mehreren gegnerischen Angriffen ausweichen und sich zu guter Letzt wieder in die richtige Richtung drehen zu müssen, werden nicht nur gute Koordinationsfähigkeiten verlangt, sondern eigentlich auch mehr Finger als die zwei Hände eines Normalsterblichen hergeben können.


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Kim Radojewski

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Kim Radojewski am 13 Feb 2007 @ 23:16
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