GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

God of War: Review

  Playstation 2 

Stellt euch vor: Sonys Spieleentwickler beschliessen, einen Frontalangriff auf den Thron der Actionspiele! Ein anspruchsvolles, aber erreichbares Ziel. Das Produkt dieser Arbeit heisst "God of War" und verspricht ein Actionspektakel allererster Güte. Leider wird das Spiel in Deutschland nicht im Handel erhältlich sein, da es keine Altersfreigabe erhält. Unsere Schweizer Freunde dürfen sich jedoch auf eine Version freuen. Grund genug für uns, dieses vermeintlich aussergewöhnliche Spiel in all seinen Facetten genau unter die Lupe zu nehmen.

Gleich zu Beginn des Spieles wird der Hauptcharakter Kratos eindrucksvoll vorgestellt. Hoffnungslos und ohne Glauben an eine erstrebenswerte Zukunft, stürzt sich Kratos vom höchsten Berg Athens in die Tiefe. Warum Kratos diese Wahl trifft und diese Sequenz sowohl das Ende als auch den Anfang eines atemberaubenden Actionspiels darstellt, erfahrt ihr in ausführlichen Rückblenden. Kinoreife, gerenderte Filmsequenzen beschreiben den Lebensweg eines Spartaners, dessen Stolz sein Schicksal bestimmt.

Hintergrundgeschichte und aktuelle Situation

Kratos ist ein ambitionierter Krieger. Ohne Furcht zieht er gegen seine Feinde in die Schlacht. Selbst seine Frau und sein Kind können ihn nicht von seinem fragwürdigen Lebensweg abbringen. Doch eines Tages ist seine Zeit gekommen. Im Angesicht des Todes verspricht er dem Kriegsgott Aeres sein Leben, wenn dieser als Gegenleistung seine Feinde vernichtet. Aeres erfüllt ihm diesen Wunsch und stattet Kratos mit gefährlichen Waffen aus. Seit diesem Tag ist Kratos nicht mehr Herr seines Verstandes. Er handelt wie in Trance und wird zu einem blutrünstigen Killer. Sogar Frauen und Kinder zählen zu seinen Opfern. Niemand, auch nicht die Götter des Olymp, können ihm diese Taten vergeben.

Der Kriegsgott Ares hat es sich zur Aufgabe gemacht, die sagenumwobene Stadt Athen in Schutt und Asche zu legen. Nur ein Mensch kann ihn aufhalten: Kratos! In der Hoffnung auf Vergebung seiner Taten durch die Götter zieht er in die Schlacht. Aeres muss sterben! Aber wird ihm das gelingen? Nie zuvor hat ein Mensch einen Gott getötet. Es bleibt nur eine Möglichkeit: Kratos muss die Büchse der Pandora finden, um eine Chance zu haben und das ist sehr schwer.



Spielprinzip

Wer God of War zum ersten Mal spielt und sich in der Spieleszene bei den Toptiteln gut auskennt, wird sich sehr schnell an Samonosuke Akechi, den Held der "Onimusha"-Reihe und Dante, den eiskalten Hauptdarsteller der "Devil May Cry"-Serie, erinnern. Metzelorgien und die Fähigkeit, Seelen besiegter Gegner einzusaugen und mit deren Hilfe Waffen und Zaubersprüche upgraden zu können, stellen grundlegende Spielelemente dar. Die grosse Anzahl an stylishen Moves, die clever eingebauten Rätsel und Geschicklichkeitsübungen in Kombination mit einer Weltklassegrafik und einer fesselnden Atmosphäre, machen God of War zu einem fantastischen Actionhit.

Der Spieler hat immer das Gefühl, dass jedes Spielelement genau am richtigen Platz ist. Jedes vorhandene Element ist wichtig. Kratos muss Säulen geschickt verschieben, versteckte Schalter betätigen oder Türen mit riesigen Pfeilen aufbrechen. Das sind keine offensichtlichen Schalterrätsel wie beispielsweise bei einem einfach gestrickten 3D-Shooter. Des Rätsels Lösung wird oft erst auf den zweiten Blick gefunden, ist aber immer logisch.

Natürlich kann Kratos auch klettern. Hier zeigt das Spiel, was es kann: Gegner werden während des Kletterns an den Füssen nach unten gerissen oder einige Male gegen das Netz oder Felswände gepfeffert. Das macht Actionfans einen Riesenspass. Die Steuerung ist sehr genau, dagegen lässt die Kameraführung an machen Stellen zu wünschen übrig. Beim Balancieren über längere Masten und bei der einen oder anderen Sprungeinlage hätte ich mir eine etwas genauere Perspektive gewünscht. Das stört aber nur minimal und fällt kaum ins Gewicht.

Sinnvolle Positionierung der Checkpoints

Die Entwickler haben es verstanden, eine exzellente Speicherfunktion in das Spiel zu integrieren. Wenn sich der Spieler beim Balancieren verschätzt und in die Tiefe stürzt, kann er durch eine "Continue"-Funktion kurz vor dieser Aufgabe wieder ins Spiel starten. Grössere Speicherpunkte gibt es natürlich auch. Diese sind sinnvoll und ausreichend platziert.

Schwierigkeitsgrad und Spieldauer

Der Schwierigkeitsgrad von God of War ist richtig ausbalanciert. Im einfachsten Schwierigkeitsgrad ist es selbst für Anfänger möglich, im ersten Versuch die gefährliche Hydra ohne die "Continue"-Funktion zu besiegen. Natürlich ist das Spiel auch fordernd. Ich erinnere mich neben mehreren nervenaufreibenden Endlosschlachten an eine Passage, da musste ich eine drehende Säule mit Stacheln nach oben klettern. Schon bei der kleinsten Stachelberührung fällt Kratos nach unten. Das hat mich viel Zeit und Nerven gekostet, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass es mit ein bisschen Übung schaffbar ist. Und was wäre ein Spiel ohne fordernde Passagen, die dem Spieler alles abverlangen? Dieser doch einfache Schwierigkeitsgrad wirkt sich natürlich auf die Spielzeit aus. Elf bis 1dreizehn Stunden Spielspass bietet God of War für ambitionierte Zocker.

God of War
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Jens Scholten

God-of-War


God-of-War


God-of-War


God-of-War


Jens Scholten am 29 Jun 2005 @ 23:04
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen