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Grand Theft Auto - Liberty City Stories: Review

  Playstation 2 

Wenn die Firma Sony einen Handheld auf den Markt bringt, braucht es einen Launchtitel, der den Verkauf des neuen Wunderteils ordentlich ankurbelt und es ins Gespräch bringt. Flugs portierte Rockstar seine GTA 3-Metropole Liberty City auf die PSP, stattete es mit einer neuen Geschichte aus und lieferte dem Spieler damit zum Verkaufsstart ein vollwertiges GTA-Spiel für die Hosentasche. Der wiederum war so von GTA: Liberty City Stories so angetan, dass Rockstar sich nun zu etwas Ungewöhnlichem entschied: die Handheld-Portierung von GTA wird quasi zurück portiert auf die stationäre PlayStation 2. Ob dieses technische Bäumchen-wechsel-dich-Spiel funktioniert und ob Liberty City auch in Zeiten eines San Andreas noch seinen Reiz versprüht, klärt unser Test.

Wat, wer bist du denn?

Liberty City, wir schreiben das Jahr 1998 und befinden uns damit zeitlich drei Jahre vor den Ereignissen von GTA 3. Mafioso Toni Cipriani kehrt nach langer Zeit in der Versenkung wieder zurück in seine Stadt. Dass er einen konkurrierenden Mafia-Boss aus dem Weg geräumt hat, brachte ihm viele Gegner. Doch jetzt ist Gras über die Sache gewachsen und Toni kehrt zurück in die ehrenwerte Familie. Anstatt aber wieder in die obere Mafia-Riege einsteigen zu dürfen, wird Toni zum Handlanger degradiert und muss sich langsam wieder nach oben arbeiten. Kleine Kurierjobs und simple Miniaufträge sind jetzt an Tonis Tagesordnung. Der ist von der Situation nicht nur völlig unterfordert sondern auch mächtig genervt. Doch was soll er machen?

Eines sollte man ganz klar erwähnen. GTA Liberty City Stories als neuen Teil der GTA-Reihe zu betrachten, wäre falsch. Die gigantische, lebendige Spielwelt eines San Andreas, die unzähligen Möglichkeiten, Shops, Restaurants und Fitnesscenter, individuelle Outfits und Frisuren - all das gibt es in Liberty City Stories nicht. Denn der Titel orientiert sich spielerisch stark an GTA 3 und ist damit, abgesehen von der 3D-Stadt, angelehnt an das Gameplay der klassischen 2D-Teile. Liberty City selbst, das zwar für damalige Verhältnisse eine gigantische Spielwelt war, aber im Vergleich zu Vice City oder San Andreas doch klar den Kürzeren zieht, ist weitestgehend gleich geblieben. Am Strassennetz und der grundlegenden Struktur hat sich kaum etwas geändert, nur einige Kleinigkeiten weisen darauf hin, dass wir uns hier in einer Zeit vor GTA 3 befinden.

Da Liberty City Stories als Prequel zu GTA 3 herhält, konnten die Entwickler diese Gelegenheit nutzen und viele kleine Insidergags einbauen, die sich auf GTA 3 beziehen. So laufen euch während des Spiels immer wieder bekannte Figuren über den Weg und in zahlreichen Missionen passieren Ereignisse, die sich unmittelbar auf das Stadtbild von GTA 3 auswirken. Auch die Tatsache, dass es im Liberty City des Jahres 1998 Motorräder gibt, drei Jahre später in GTA 3 aber nicht, haben die Entwickler einfallsreich erklärt. Hierfür lohnt sich ein Blick ins hübsch gestaltete Handbuch.

Auch die drei bekannten Stadtteile Portland, Staunton Island und Shoreside Vale müssen erst wieder nach und nach frei gespielt werden. Hinderte euch in GTA 3 die zerstörte Callahan Bridge am Erreichen von Staunton Island, befindet sich die selbe Brücke in Liberty City Stories erst noch im Bau. Der Tunnel, der die drei Stadtteile miteinander verbindet, existiert noch gar nicht, stattdessen gibt es einen Fährhafen. Dort streiken die Fährarbeiter aber zunächst, denn ihr Fährhafen soll, na so was, einem Tunnel weichen. Die Entwickler haben also wieder tief in die kreative Trickkiste gegriffen, so dass eure wiederholte künstliche Gefangenschaft in Portland nicht zu weit hergeholt wirkt.

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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 13 Jul 2006 @ 16:22
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