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Gravel: Review

  Playstation 4 

Wenn die Rennspiel-Veteranen von Milestone einen Offroad-Racer ankündigen, dann bekommen Fans von unbefestigten Pisten und tiefen Fahrrillen im Erdreich schon feuchte Finger. Doch anders als in Milestones Prestige-Titel MXGP3 oder dessen Quasi-Ableger Monster Energy Supercross seid ihr in ihrem neuesten Streich mit dem Namen Gravel nicht auf zwei, sondern auf vier Rädern unterwegs. Was die Offroad-Raserei kann und inwieweit sich Gravel ansonsten von früheren Milestone-Spielen unterscheidet, klärt uns Test.

Schotterpiste

Anstatt uns also wieder einmal in den Sattel eines PS-starken Motocross-Bikes zu setzen, befördert uns Gravel ins Cockpit von Rally-Autos, Buggys und SUVs, allesamt natürlich mit der dazugehörigen Originallizenz. Damit brettern wir über teils sehr malerische Strecken in aller Welt. Es geht unter anderem nach Alaska, Namibia, Australien, L.A., England und an viele weitere paradiesische Orte. Gravel ist dabei kein Open-World-Rennspiel, wie viele andere Mitbewerber, sondern fokussiert sich auf individuell designte Umgebungen, in denen dann verschiedene Streckenvariationen abgesteckt werden.

Aufgeteilt sind die verschiedenen Renndisziplinen in vier Oberkategorien. In Cross Country fahrt ihr Checkpoint-Rennen durch große Landschaften über eine längere Distanz. Dies sind in der Regel auch die schnellsten und packendsten Rennen in Gravel, weil vor allem hier das ordentliche Geschwindigkeitsgefühl des Titels zur Geltung kommt. Bei Wild Rush handelt es sich um Rundenrennen auf kleineren, abgesperrten Kursen innerhalb der verschiedenen Umgebungen. Speed Cross beinhaltet im Gegensatz zu den meisten anderen Renndisziplinen in Gravel real existierende Rennkurse, die aber von den Machern des Spiels mit einigen Offroad-Elementen aufgelockert wurden. Reine Asphaltrennen gibt es also auch hier nicht. Zu guter Letzt bietet Stadium Circuit enge und vergleichsweise langsame Stadionrennen auf sehr kurzen Strecken. Hier kommt es weniger auf die Geschwindigkeit an, sondern es geht darum, präzise in die Kurven zu driften und die Ideallinie zu finden.

Gravel Screenshot

Komm' ich jetzt ins Fernsehen?

Neben den klassischen Einzelrennen ist die Meisterschaft das Herzstück des Spiels. Eingebettet in die fiktive TV-Show "Off Road Masters", müsst ihr verschiedene Rennen und Episoden absolvieren, um weitere Kurse und Events freizuschalten. Zwischendrin wird dieser Karrieremodus von Bossgegnern aufgelockert. Es handelt sich dabei um echte Offroad-Größen, die sich euch im direkten Duell in einer Reihe von Events gegenüberstellen. Das ist ganz nett, allerdings insgesamt auch recht belanglos. Das gilt ebenso für den Meisterschaftsmodus, der alles in allem weder fordernd noch besonders spektakulär ist. Das TV-Show-Drumherum ist auf dem Papier ganz nett, effektiv merkt ihr davon in der Präsentation allerdings nichts. Es gibt keine Zwischensequenzen, keine spektakulären Kamerafahrten oder gar eine Story, ihr klappert nur ein Renn-Event nach dem anderen ab. Immerhin gibt sich der deutsche Kommentator vor und nach den Rennen hörbar Mühe, etwas Atmosphäre zu erzeugen.

Absolviert ihr ein Rennen erfolgreich, schaltet ihr das entsprechende Fahrzeug oder den jeweiligen Kurs auch für das Einzelrennen frei. Neue Fahrzeuge oder Lackierungen selbst kaufen ist nicht, das Spiel ist extrem linear und entscheidet für euch, welches Auto oder welche Strecke ihr als Nächstes freispielt. Es gibt keine Power-ups, kein Tuning, keine anderweitigen Aufwertungen. Das mag öde klingen, dürfte aber in der Zeit von Open-World-Rennspielen und Skilltrees für viele Spieler angenehm altmodisch sein.

Gravel
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 13 Mrz 2018 @ 06:32
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