GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Heavy Rain: Review

  Playstation 3 

Prasselnder Regen! Die Tonspur aus den Boxen hüllt das Wohnzimmer in tiefschwarze Wolken. Die Atmosphäre ist spannungsgeladen, düster, schwermütig. Start! Es beginnt ein interaktiver Filmtrip, verpackt als moderner Film Noir. Eine Mordserie, gebeutelte Charaktere, psychologische Spielchen und Detektivarbeit. Was mit wenig Sonnenschein beginnt, reisst den Spieler bald in dramatische Tiefen.

Keine Spoiler! Und dennoch der Hinweis: Auf eigene Gefahr

Auf die Erläuterung inhaltlicher Aspekte wird in diesem Review weitgehend verzichtet, einen generellen Überblick darüber, um was es in diesem Spiel überhaupt geht, erlauben wir uns dennoch. Zur Beschreibung der Interaktionsformen stützen wir uns auf einzelne Szenen, die mehrfach in unterschiedlicher oder ähnlicher Form vorkommen. Rückschlüsse auf die Geschichte sollten nicht möglich sein. Um den Einstieg in die Welt von Heavy Rain zu verdeutlichen, wird der Anfang des Spiels beschrieben. Über die inhaltlichen Elemente und deren Umsetzung gäbe es sicherlich einiges zu diskutieren, dies soll aber zu einem anderen Zeitpunkt und an anderer Stelle geschehen.

Heavy Rain als Schnittstelle zwischen Spiel und Film

Bereits im Preview zu diesem Spiel hat GBase-Redakteur Trento auf die Rolle der Geschichte bei Videospielen hingewiesen. Oftmals ist diese lediglich ein Aufhänger, um einzelnen Levelstrukturen irgendeinen Sinn zu geben und Spielelemente miteinander zu verbinden. Dass dies oftmals gar nicht nötig wäre und man durchaus auch darauf verzichten könnte, wird immer wieder vergessen. Scheitern doch viele Geschichten in Videospielen an ihrer durchschaubaren Struktur und an der löchrigen Dramaturgie. Levels müssen oft sinnfrei durchwandert werden, bis an einem bestimmten Punkt Zwischensequenzen das eigentliche Spiel pausieren und die Geschichte dadurch weitererzählt wird.

Bereits mit Fahrenheit hat das französische Studio Quantic Dreams angedeutet, dass sie diese klassische Aufteilung konsequent zu umgehen versuchen. Heavy Rain ist nun weniger eine Weiterentwicklung diese Konzepts, als vielmehr eine Verfeinerung. Nicht mehr das Medium des Videospiels steht in der Umsetzung an erster Stelle, sondern die Orientierung am Spielfilm. Der grundsätzliche Hauptunterschied zwischen diesen beiden Medien ist der Punkt der Interaktivität. Während man im Videospiel die volle Kontrolle über das Geschehen hat, so ist man beim Film zum Zuschauen verdammt und die Geschichte nimmt ihren vorbestimmten Lauf.

Videospiele versuchen diese Machtlosigkeit zu entschärfen, mit dem Nachteil, dass man sich zunehmend in belanglosen Nebenhandlungen verstrickt, wodurch das Spielerlebnis zwar erweitert wird, die Dramaturgie aber sofort flöten geht. Eine Kombination zwischen einem fortlaufendem Spielfilm und einem interaktiven Videospiel zu erreichen ist eine schmale Gratwanderung, welche die Entwickler stets auf eine bestimmte Seite kippen lässt - meist zu Ungunsten der cinematographischen Gesichtspunkte.

Heavy Rain Bild

Heavy Rain
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Severin Auer

Heavy-Rain


Heavy-Rain


Heavy-Rain


Heavy-Rain


Severin Auer am 08 Feb 2010 @ 02:07
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen