GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Injustice 2: Review

  Playstation 4 

DC, das steht in diesem Fall nicht für den hinteren Teil einer legendären Rockband, sondern für den großen amerikanischen Comicverlag, der mit Batman, Superman und Wonder Woman einige der ikonischsten Comichelden aller Zeiten im Portfolio hat. Da war es spätestens nach den Erfolgen von Konkurrent Marvel nur eine Frage der Zeit, bis die illustren Helden auch in einem zusammenhängenden Kinokosmos die Leinwand erobern. Man of Steel bildete die Grundlage, Superman v Batman ließ dann die beiden bekanntesten DC-Helden erstmals auf der Leinwand aufeinander los, und Wonder Woman mischte fleißig mit. Flash und Aquaman sind in Arbeit, und der große Ensemble-Film Justice League wird ebenfalls bereits gedreht. Angesichts dieser Entwicklungen war es eigentlich überfällig, dass Entwickler Neatherrealm mit Injustice 2 endlich den Nachfolger des legendären Superhelden-Prüglers auf die Konsole bringt. Jetzt ist es endlich so weit, und wir haben getestet, ob die Heldenbalgerei auch im zweiten Anlauf Spaß macht.

Clash of Champions

Superman gegen Batman. Auf dem Papier eigentlich eine klare Sache, ist der Mann aus Stahl doch dem technikverliebten Milliardär haushoch überlegen. Aber bereits Injustice und der sehr umstrittene Kinofilm Superman v Batman haben gezeigt, dass die Angelegenheit nicht unbedingt so klar sein muss. Auch in Injustice 2 ist der Konflikt zwischen dem dunklen Ritter und dem Stählernen der zentrale Konflikt, um den sich die gut sechsstündige Story des Prügelspiels aufbaut. Die Geschichte knüpft dabei unmittelbar an die Ereignisse des ersten Teils an. Wer den nicht gespielt hat, braucht ein bisschen, um durchzublicken, wer da jetzt auf welcher Seite steht und warum gegen wen kämpft. Die Zwischensequenzen, die wie schon im Vorgänger nahtlos in die Prügeleien übergehen, sind enorm eindrucksvoll inszeniert und vertont, täuschen aber nicht darüber hinweg, dass auch diesmal die Geschichte nur Mittel zum Zweck ist. Denn eigentlich wollen wir uns ja fleißig verhauen.

Injustice 2 Bild
Entwickler Neatherrealm hat es dabei geschafft, das ohnehin schon sehr gute Kampfsystem des Vorgängers noch ein wenig zu verbessern. Jeder Held – oder Schurke – hat seinen ganz eigenen Kampfstil samt Spezialfähigkeiten, dennoch ist das Balancing zwischen den über zwei Dutzend Kämpfern erstaunlich gut gelungen. Zur Auswahl stehen neben prominenten Figuren wie Batman, Superman, Wonder Woman, Flash, Joker und Harley Quinn auch DC-Figuren, die höchstens Kennern der Comics vertraut sind oder euch in einer der zahlreichen DC-TV-Serien über den Weg gelaufen sind. Als da wären Arrow, Supergirl, Firestorm, Captain Cold, Grodd, Black Canary oder Reverse Flash.

Jeder Kämpfer hat diverse Spezialfähigkeiten oder Sonderaktionen, die ihr durch Kombination der Richtungstasten, Face-Buttons und des rechten Triggers auslöst. Auch die großartig inszenierten Spezialattacken, die ihr bei voll aufgeladener Energieleiste auslösen könnt, sind wieder mit dabei. Schade ist, dass jeder Kämpfer nur eine solche Attacke besitzt. Da ihr sie in nahezu jedem Kampf wenigstens einmal einsetzt, verlieren die spektakulären Szenen nach einigen Spielstunden schnell ihren besonderen Reiz. Ebenfalls wieder mit dabei sind die Arena-Übergänge, mit denen ihr euren Gegner mit einem richtig platzierten Schlag durch die Wand in den nächsten Arenabereich schleudert. Diese Übergänge sind ähnlich aufregend in Szene gesetzt wie die Spezialangriffe und machen wieder irrsinnig viel Spaß.


Kulissen aus der zweiten Reihe

In insgesamt zwölf Arenen, die meisten davon mit einem zweiten Kampfbereich, dürft ihr euch diesmal wieder verhauen. Darunter sind unter anderem das Arkham Asylum, die neue Bathöhle in einem alten U-Bahnhof, Gorilla City und Jokers halb verrotteter Vergnügungspark. Es gibt wie gewohnt zahlreiche interaktive Gegenstände, die ihr benutzen und zerstören könnt, und auch im Hintergrund passiert wieder viel zu entdecken. Jedoch bleibt das flaue Gefühl, dass die Kampfarenen im ersten Teil besser, aufregender oder schlichtweg prominenter waren. Es wirkt so, als hätte man für Injustice 2 die Schauplätze gewählt, die für den ersten Teil noch durchs "Casting" gefallen sind. Auch die Anzahl der Arenen, gerade mal ein Dutzend, wirkt etwas dünn. Am Spielgefühl selbst ändert das natürlich nichts.

Injustice 2
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Tobias Kuehnlein

Tobias Kuehnlein am 24 Mai 2017 @ 13:20
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen