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Just Cause 4: Review

  Playstation 4 

Lust auf Action, Zerstörung und jede Menge Klamauk? Die Just-Cause-Reihe bietet genau diese Attribute und konnte die Spieler in den vergangenen Jahren nach gewohnter Open-World-Manier ordentlich unterhalten. Publisher Square Enix hat nun den bereits vierten Serienteil in den Handel gebracht. Die vorab gemachten Versprechen klingen zumindest im Hinblick auf das Genre durchaus verführerisch. Also ganz nach dem Motto "Größer, besser und umfangreicher" wollen die Macher den Spieler mit einem neuen Wettersystem vor ganz neue Herausforderungen stellen. Tornados, Blizzards und Sandstürme sind daher nun weitere Gefahren, denen man sich stellen muss. Kann sich Just Cause 4 mit diesen neuen Ideen gegen die Open-World-Konkurrenz durchsetzen?

Stürmisches Unterfangen

Rico Rodriguez ist zurück. Der Hauptcharakter der Just-Cause-Serie tritt auch im vierten Teil an, um ein Feuerwerk an Action zu zünden. Dabei hat er in den vergangenen Jahren einiges geleistet: Revolutionen angestachelt, Diktatoren gestürzt und dabei nicht selten dem Tod von der Schippe gesprungen. Zwar ist Rico längst kein Mitglied der Agency mehr, was aber keineswegs bedeutet, dass nicht doch noch das eine oder andere Abenteuer auf den Recken wartet. Für Just Cause 4 begibt sich der Spieler in das fiktive südamerikanische Solis. Anders als in der Vergangenheit wird es in diesem Teil ein wenig persönlicher.

Rico erfährt nämlich, dass sein Vater gestorben ist. Vor seinem Tod hat der Wissenschaftler anscheinend an einer geheimen Superwaffe gearbeitet, die unter der Kontrolle der kriminellen Organisation "Schwarze Hand" steht. Mit der Waffe kann man das Wetter kontrollieren und außerordentliche Naturgewalten entfesseln. Auf der Suche nach der Wahrheit hinter dem Vater von Rico und beim Versuch, die Superwaffe aus dem Weg zu räumen, gründet der Spieler kurzerhand eine Art Revolutionsarmee. Mit der sogenannten "Armee des Chaos" hat man fortan fleißige Unterstützer, die einem im Verlauf durchaus helfen werden. Die Handlung bietet im Hinblick auf die Thematik genügend Möglichkeiten, um verrückte Situationen zu erschaffen. Der rote Faden selbst bleibt jedoch recht blass und kann die Charaktere zu kaum einer Zeit interessant darstellen. Eine wirkliche Entwicklung bleibt aus, und insgesamt nimmt sich die Handlung viel zu ernst. Bei der recht unrealistischen und übertriebenen Action hätte man durchaus etwas mehr Augenzwinkern erwarten können, doch das wird maximal in den Nebenmissionen geboten.

Just Cause 4 Screenshot

Zwar vermag es die Handlung nicht wirklich, in Gang zu kommen, doch immerhin hat man einige Aspekte gut ins Gameplay übernommen. Damit man der Superwaffe "Projekt Illapa" überhaupt näher kommen kann, müssen nämlich erst die einzelnen Gebiete innerhalb der Spielwelt erobert werden. Die Schwarze Hand verfügt überall über geheime Labore, strategische Militärbasen und Ausbildungslager. Genau hier setzt der überwiegende Teil der Missionen an. Zu Beginn zeigen sich die Aufgaben vor Ort durchaus interessant. Mal muss man Hacker decken, die geheime Daten stehlen, oder man versucht, internierte Soldaten mit Feuerkraft aus den Fängen des Feindes befreien. In jedem Fall strotzen die Missionen nur so vor Explosionen, Feuerkraft und wilden Manövern. Nach und nach nutzen sich die unterschiedlichen Aufgabentypen allerdings rasch ab. Das liegt unter anderem daran, dass viele Aufgaben dreist recycelt wurden und man das Gefühl bekommt, einzelne Momente genau so bereits erlebt zu haben. An diesen Eroberungen kommt man allerdings nicht vorbei: Sie sind notwendig, um die "Armee des Chaos" voranzubringen und die Front in andere Gebiete zu verschieben. Nur so kann man die recht überschaubare Anzahl von Hauptmissionen überhaupt erst starten.

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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 07 Jan 2019 @ 04:26
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