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Killzone 3: Review

  Playstation 3 

Vor zwei Jahren hat das holländische Studio Guerrilla Games Shooter-Fans weit und breit in Staunen versetzt. Killzone 2 sorgte vor allem durch technische Brillanz für herunterklappende Kinnladen am laufenden Band und setzte den Grundstein für den weiteren Ausbau der Serie. Dieser kommt nun in Form des dritten Teils der Sci-Fi-Saga daher und will die Mängel des Vorgängers mit geballter Laserwaffenpower ausmerzen. Ob den Holländern diesmal ein tiefgründigeres Spielerlebnis gelungen ist?

Gut und Böse, Böse, BÖSE!

Killzone 3 setzt geschichtlich dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat - wer Teil 2 noch nicht gespielt hat, sollte den ersten Absatz dieses Testberichts also aufgrund akuter Spoilergefahr meiden. Nach dem Angriff auf Scolar Visaris Hauptquartier am Ende von Killzone 2 sitzen die verbliebenen ISA-Truppen, samt Hauptcharakter Sevchenko, auf Helghan fest und leisten erbitterten Widerstand gegen ein in sich zerstrittenes Helghast-Oberkommando. Diese chaotische Ausgangslage hat Entwickler Guerrilla Games zum Anlass genommen, einen der grössten Kritikpunkte am Vorgänger in Angriff zu nehmen und den Charakteren im Spiel etwas mehr Tiefe zu verleihen. Leider bleibt es aber beim Versuch. Zwar verbringt man nun in den Zwischensequenzen wesentlich mehr Zeit mit den Helghast - diese werden allerdings als dermassen überrissen böse porträtiert, dass man schon fast von einer unfreiwillig humorvollen Veräppelung des hier propagierten Weltraumnazi-Klischees sprechen könnte. Dazu gesellt sich die Tatsache, dass gerade Hauptcharakter Sevchenko nach wie vor in etwa die Persönlichkeit eines gut gepanzerten Pappbechers auf die virtuelle Bühne bringt.

Killzone 3 Bild
Das Problem liegt nicht grundsätzlich am Spieluniversum, welches mit seinem gelungenen industriell-futuristischen Design nach wie vor eine hervorragende Vorlage für einen Sci-Fi-Shooter bietet. Allerdings zeigt sich einmal mehr der im Videospielsektor vorherrschende Mangel an professionellen und auf die Eigenheiten des Mediums bedachten Schreiberlingen. Den Versuch, etwas mehr Charakter ins staubige und rohe Soldatenleben zu bringen, rechnen wir Guerrilla hoch an - insgesamt besteht aber ein zu grosser Kontrast zwischen den genretypischen, groben Haudrauf-Sprüchen der Protagonisten und den sporadischen Anflügen emotionaler Rührseligkeit. Wenn die Protagonisten erst eine Fabrik voller Helghast mit Raketen und Lasern vollpumpen und einige Minuten später dann andächtig über das Schicksal eines anonymen Toten sinnieren, kann man bestenfalls von ungewollter Selbstironie sprechen. Nichtsdestotrotz wartet auch die Geschichte des dritten Teils mit einigen spannenden Wendungen auf, zu denen das Ende des Spiels allerdings kaum gezählt werden kann. Dieses wird nach gut acht bis zehn Stunden Spielzeit abrupt eingeläutet und lässt euch abermals mit einem Cliffhanger sitzen.

Killzone 3
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Ettore Trento


Killzone-3


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Ettore Trento am 08 Mrz 2011 @ 19:47
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