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Little Nightmares: Review

  Playstation 4 

In Little Nightmares begleiten wir die junge Six auf ihrem Weg durch ein Albtraumland, in dem verschiedene Kindheitsmonster auf sie warten. Wie sich das Grusel-Adventure, das uns diverse Geschicklichkeits- und Rätselfähigkeiten abverlangt, in der Praxis schlägt, zeigt euch unser Test.

Nachdem wir das Hauptmenü hinter uns gelassen haben, beginnt das Spiel ohne Umwege und verzichtet dabei auf jegliche Form der Einleitung. Wir erwachen in einem feuchten Kellerraum in einem Koffer und lernen dort auch gleich die Hauptfigur, ein junges Mädchen namens Six, kennen, die ihr Gesicht unter der Kapuze einer gelben Regenjacke versteckt. Da Six wirklich sehr klein ist, wirkt alles um uns herum umso größer, wodurch die Spielwelt ab der ersten Spielminute bedrohlich auf uns herabblickt. Unsere Aufgabe ist es nun, das Mädchen durch die wenig einladende Umgebung zu führen und dabei diverse Hindernisse und Stolpersteine zu überwinden. Hierzu zählen verschlossene Türen, Falltüren, die sich nach kurzer Zeit von alleine wieder schließen, oder auch Gatter, die unter Strom gesetzt wurden und zunächst entschärft werden müssen.

Um dies zu schaffen, gilt es, jeden Raum genau zu untersuchen, um auf diese Weise nützliche Gegenstände oder versteckte Schalter zu entdecken, die meistens nicht auf dem direkten Weg zu erreichen sind. So müssen wir beispielsweise Kisten verschieben, um höhere Ebenen zu erreichen, oder eine Treppe aus geschlossenen Schubladen bauen, die wir anschließend erklimmen können. Aber auch Balanceakte über wacklige Bretter und Wippen sowie Kletterpassagen, bei denen wir uns an Gattern oder Zäunen emporhangeln, gehören zum abwechslungsreichen Aufgaben-Pool. Dadurch, dass wir oftmals gar nicht so genau wissen, was zu tun ist, kommen Rätselfans in Little Nightmares definitiv auf ihre Kosten. Das Fehlen von Hinweisen oder Beschriftungen jeder Art verleitet dazu, wirklich jeden Gegenstand in der Umgebung zu untersuchen, hochzuheben oder hin und her zu schieben, um auf diese Weise eine Möglichkeit zu finden, wie wir unsere Reise fortsetzen und zum nächsten Areal gelangen können. Die Lösungen präsentieren sich dabei durchweg als logisch nachvollziehbar, auch wenn es des Öfteren einige Zeit dauert, bis man die zündende Idee hat.

Surreale Gruselstimmung

Von unserem Startpunkt aus bewegen wir uns durch zahlreiche Klappen, Gänge oder Rohrleitungen, um so nach und nach in neue Areale und Räume der Spielwelt zu gelangen. Hierbei passieren wir unzählige tropfende Abflussrohre und stapfen durch zahlreiche Pfützen am Boden, vorbei an flackernden Lampen, von der Decke baumelnden Leichen oder unappetitlichen Duschräumen. Zudem gehören sich bewegende Schatten, plätscherndes Wasser oder Blutspuren auf Böden, Wänden oder Objekten zum comichaften Erscheinungsbild der Spielwelt, wodurch diese gleichermaßen lebendig und grotesk wirkt. Alles in allem überzeugt das Setting ab der ersten Sekunde mit einer authentischen Grusel-Atmosphäre, die zudem durch die hervorragend umgesetzten Geräusche, Klangteppiche und leicht verstörenden Melodien im Hintergrund herausgearbeitet wird. Insgesamt merkt man deutlich, dass bei Little Nightmares großer Wert auf eine detailliert gestaltete Umgebung gelegt wurde, was sich definitiv auch gelohnt hat. Dabei sind es auch gerade die Kleinigkeiten, die das Erlebnis abrunden, darunter die Tatsache, dass eine heruntergefallene Klopapierrolle auf dem schiefen Boden nicht einfach liegen bleibt, sondern eben bis zur nächsten Wand rollt.

Um die Gruselstimmung perfekt zu machen, ist die Beleuchtung insgesamt nur sehr spärlich vorhanden, wodurch wir immer wieder zum Feuerzeug greifen müssen, um dessen unruhige Flamme als Lichtquelle zu nutzen. Da Interaktionen mit unserer Umgebung aber nur dann möglich sind, wenn Six beide Hände frei hat, können wir das Feuerzeug auch nicht dauerhaft in der Hand halten. Dadurch erwartet uns ein ständiger Wechsel zwischen vollkommener Dunkelheit und dem schwachem Schein der Gasflamme. Daran ändern auch die Öllampen und Kerzen, die wir in regelmäßigen Abständen entdecken können, nur wenig, wodurch die großartige Stimmung eines Kinderalbtraums allgegenwärtig ist. Trotzdem sollten wir nicht auf das Entzünden der Lampen und Kerzen verzichten, da diese als Speicherpunkt fungieren. Zwar speichert das Spiel auch automatisch, aber zu viele Speicherpunkte gibt es erfahrungsgemäß eher selten.

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Daniel Walter

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Daniel Walter am 03 Mai 2017 @ 11:05
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