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LittleBigPlanet 2: Review

  Playstation 3 

Als LittleBigPlanet Ende 2008 erschien, schlug das PS3-exklusive Spiel trotz hervorragender Kritiken nicht wie eine Bombe ein. Denn auf den ersten Blick war das Debüt des knuffigen Protagonisten Sackboy eigentlich nur ein Plattformspiel der niedlichen Art. Mit viel Geduld, recht flotten Preissenkungen und dem emsigen Rühren der Werbetrommel konnte das Werk von Media Molecule mit über drei Millionen verkauften Exemplaren zu einem Erfolg werden. Vor allem kreative Spieler liessen sich von dem integrierten Editor begeistern, mit dem eigene Welten erschaffen werden konnten. Mittlerweile existieren über zwei Millionen Levels für LittleBigPlanet, die von Besitzern kostenfrei über das PlayStation Network bereitgestellt und gespielt werden können. Hüpf-Action, Editor, ausschweifende Community-Aspekte - auch das zeichnet den Nachfolger LittleBigPlanet 2 aus. Und sonst so?

Alles beim Alten?

Beim ersten Start von LittleBigPlanet 2 riecht es an allen Ecken und Enden nach dem Vorgänger. So läuft der kleine Jutesack an Fotografien der Entwickler vorbei, um sich prompt in sein grosses Abenteuer zu stürzen. In diesem muss sich Sackboy dem fiesen Monster Negativitron stellen, das drauf und dran ist, jegliche Kreativität zu vernichten. Zum Glück verbünden sich einige prominente Bewohner der Fantasy-Welt, um den Bösewicht den Garaus zu machen. Von dem schrulligen Larry Da Vinci erhält man zu Beginn alle wichtigen Instruktionen, Unterstützung bekommt dieser von dem Kommentator aus dem Off, gesprochen von der rauchigen Synchronstimme von Robert De Niro. Nach ausgiebigen Tests, bei denen fast alle Fähigkeiten von Sackboy vorgestellt werden, kann die Odyssee durch das kunterbunte Planetenreich beginnen. Unter anderem trifft man auf den amüsanten Fabrikbesitzer Clive Handforth oder die schicke Silvia Paragorica, deren Welten überstanden werden müssen. Wie schon bei LittleBigPlanet besucht man Level für Level, bezwingt am Ende eines Szenarios einen Bossgegner und sammelt zwischendurch allerlei Boni sowie Punkte.



Kleine Neuerungen

Konzeptionell hat sich das Solospiel von LittleBigPlanet 2 gegenüber der ersten Ausgabe nicht geändert. Nach wie vor serviert Media Molecule den Spielern ein fantastisch inszeniertes Plattformerlebnis alter Schule. Von einem Super Mario ist LBP2 meilenweit entfernt, was verschiedene Gründe hat. Zum einen bewegt sich Sackboy innerhalb der suggerierten 2D-Landschaften auf mehreren Ebenen, zum anderen spielen physikbasierte Rätsel und - optional - kooperative Mehrspielerherausforderungen für bis zu vier Teilnehmer wichtige Rollen. Die Puzzles sind erneut äusserst clever und verdeutlichen, wie viele Gedanken sich die Entwickler gemacht haben müssen. Hinzu kommen kleine Neuerungen, die den Verlauf tatsächlich facettenreicher gestalten. Jetzt kann Sackboy eine Harpune benutzen, um sich fast im Stil von Bionic Commando durch die Gegend zu schleudern. Und mit einer Kanone auf dem Kopf spuckt man mit lustigen Dingen um sich oder löst dadurch kniffligere Aufgaben beziehungsweise besiegt den einen oder anderen Boss.

Fantastisch ist einmal mehr das gesamte Design der Levels. Grandiose und nicht selten fast psychedelisch farbenreiche Schauplätze versprühen unfassbar viel Charme, dazu kommen bedacht ausgewählte Rätsel und vielfältige Missionen. Unter anderem lässt man sich sogar in den menschlichen Körper, ins All oder in Retro-Abschnitte katapultieren. Toll.

LittleBigPlanet 2
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Sven Wernicke


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Sven Wernicke am 24 Jan 2011 @ 15:56
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