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Lords of the Fallen: Review

  Playstation 4 

Spiele wie Lords of the Fallen beweisen zweierlei: In der Spielindustrie wird sich gern erfolgreicher Konzepte bedient. Und die Kopien müssen nicht zwangsläufig schlecht sein. Denn tatsächlich ist Lords of the Fallen mehr als nur ein Versuch, Dark Souls nachzuahmen.

Ach, City Interactive! Einst wart ihr die Copy Cats der europäischen Spieleindustrie. Egal, ob nun Code of Honor, Wolfschanze II oder Terrorist Takedown: das hatte man alles schon einmal gesehen. Und zwar besser - ob nun in Call of Duty, Medal of Honor oder Rainbow Six. Gut, eure Games waren dafür um einiges günstiger als die grossen Vorbilder. Aber war und ist es das wert, den Absatz durch Nachahmen zu steigern und keine eigenen Duftmarken zu setzen? Diesen Eindruck könnte man gewinnen, würde man Lords of the Fallen tatsächlich nur nach dem Ersteindruck bewerten. Dark Souls, was sonst? Schliesslich kämpft sich ein Recke durch verlassene Burgen und andere unwirtliche Szenarien, kloppt sich taktisch angehaucht mit Monstern und nimmt diesen Erfahrung ab, die an zentraler Stelle in Attributpunkte umgemünzt werden. Je nachdem, was der Spieler dann wählt, teilt die Hauptfigur kräftiger aus, steckt mehr ein oder verlässt sich auf den Einsatz von Magie. Das Fokussieren der Gegner, das Umrunden, das Parieren und Kontern von Angriffen - all das erinnert frappierend an From Softwares düsteres Meisterwerk. Und deshalb könnte euch dieser Titel als Spieler vollkommen egal sein.

Lords of the Fallen Bild

Die perfekte Kopie?

Wären da nicht die unzähligen kleinen Details, die es doch zu etwas eigenem machen, und die Tatsache, dass Hauptentwickler Deck13 mit Venetica (2008) schon einmal bewiesen hat, in etablierten Genregrenzen gute Spiele zu produzieren. In Lords of the Fallen steuert ihr keinen namenlosen Recken, sondern Harkyn, einen etwas grobschlächtigen, kräftigen Krieger mit tätowiertem Gesicht. Wie ihr bald erfahren werdet, sitzt er als übler Verbrecher hinter schwedischen Gardinen, wird aber durch den Mönch Kaslo befreit, um die Heere der jenseitigen Rhogar zurückzuschlagen. Diese Spezies überfiel das Reich der Menschen und droht nun, alles Leben auszulöschen, wogegen selbst ein übler Verbrecher wie Harkyn etwas hat. Vollkommen auf sich gestellt, trifft Harkyn unterwegs zwar einige Plappermäuler - abgesehen von markigen Sprüchen oder der verbalen Vermittlung rein egoistischer Interessen wissen die aber wenig Interessantes über den Hintergrund der Story oder die Spielwelt zu erzählen. Das erledigen Schriftrollen, die ihr unterwegs auflest - unbekannte Schreiber berichten vom Niedergang des Königreichs, von der Allmacht der Rhogar und der Ohnmacht der Menschen, dem Einhalt zu gebieten. Es wird versucht, dreckige Fantasy abzuliefern - doch bleibt es lediglich bei diesem Versuch.

Lords of the Fallen
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Daniel Wendorf

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Daniel Wendorf am 16 Nov 2014 @ 15:10
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