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Medal of Honor - Airborne: Review

  Playstation 3 

Ihr habt die Normandie gestürmt. Mehrfach. Ihr habt im Vietnam um euer Leben gekämpft. Einige Male. Ihr habt zahlreiche Schlachten des Zweiten Weltkriegs nachgespielt. Für Spieleentwickler ist dann mit der Zeit nicht mehr viel Raum für Neues - vor allem im Zweiten Weltkrieg. Um hier aus der Masse herauszustechen, muss sich der jeweilige Entwickler etwas Besonderes einfallen lassen. Dies haben Electronic Arts mit ihrem neuen Medal of Honor gemacht. Sie haben sich vom linearen Levelaufbau und von geschichtlicher Glaubwürdigkeit verabschiedet. Ob der Mix auch auf der PlayStation 3 geglückt ist, lest ihr in unserem Test. Guten Flug!

Neue Helden braucht das Land

In Airborne schlüpft ihr in die Rolle von Boyd Tavers. So kämpft ihr euch in sechs Luftoperationen von Sizilien bis ins feindliche Deutschland. Wenn ihr euch jetzt eine dramatisch inszenierte Geschichte erhofft, müssen wir euch leider enttäuschen. Denn eine Story gibt's in Airborne nicht, ihr werdet von einem Einsatz zum nächsten gejagt. Tavers oder seine Kameraden werdet ihr nicht wirklich kennen lernen - schade!

Wohin geht die Reise?

Bevor ihr euch in eine der sechs Missionen stürzt, müsst ihr euch dem gleichen Prozedere unterziehen: Der Einsatzbesprechung. Klingt nach langweiligem Geschwafel um eine Mission, die euer Leben kosten könnte - ihr habt recht, trotzdem sind die Besprechungen sinnvoll. Denn hier erfahrt ihr nicht nur, was ihr eigentlich in der jeweiligen Mission erledigen müsst, sondern bekommt auch einen Überblick über das Schlachtfeld. Denn Airborne geht in Sachen Leveldesign einen anderen Weg als die bereits bekannten Genre-Vertreter. Ihr bahnt euch euren Weg nicht wie bekannt vom Intro bis zum Abspann durch streng lineare Levels, sondern könnt euch euren Weg selbst aussuchen.

Wenn ihr für euren Auftrag bereit seid, geht es ab in luftige Höhen. Bevor ihr euch ins Getümmel stürzt, müsst ihr aus dem Flugzeug springen. Wenn ihr den beherzten Sprung vollführt habt, könnt ihr bereits euren Protagonisten steuern. Ihr könnt euch einen Überblick verschaffen, indem ihr die Umgebung ausspäht oder ihr lenkt den Schirm, um auf dem gewünschten Landeplatz heil anzukommen. Während der Flugphase geht es schon heiss her: Flak-Stellungen schiessen gen Himmel, MG-Nester nehmen eure wehrlosen Kameraden in der Luft aufs Korn und die bereits heil angekommenen Kollegen nehmen den Kampf gegen die deutschen Infanteristen auf. Ob ihr dann mitten in der Schlacht landet oder euch von einem Randgebiet nach vorne arbeitet, bleibt euch alleine überlassen.

Einsatzkoordinaten, bitte!

Wenn ihr dann endlich gelandet seid, geht der Überlebenskampf auch schon los. Bei eurem ersten Einsatz auf Sizilien müsst ihr zum Beispiel vier Flakstellungen zerstören. Zwei davon befinden sich auf einer vom Feind besetzten Villa im Dorfzentrum und die restlichen zwei findet ihr ausserhalb der Stadtmauer. Während eures Absprunges könnt ihr die von den Suchscheinwerfern hell erleuchtete Villa gut erkennen. Die anderen zwei Geschütze, welche ausserhalb der Stadt sind, könnt ihr an den hell leuchtenden Geschossen erkennen.

Nun liegt es an euch, wie ihr die Mission angeht. Entweder ihr landet direkt auf der Villa, welche von Feinden nur so strotzt, oder ihr landet auf einer von zwei Landezonen, die als feindfrei gelten und deshalb mit grünem Rauch markiert sind ? ihr könnt diese aus der Luft perfekt erkennen. Wenn ihr euch bei der Landung nicht alle Knochen brechen wollt, ist eine perfekte Landung das A und O. Um sauber aufzusetzen, müsst ihr euren Körper gerade halten und kurz vor dem Aufsetzen die Sprungtaste betätigen, um die Wucht zu verringern.

Wenn ihr dies vermasselt, landet ihr unsanft und müsst euch danach einige Sekunden aufrappeln, bis ihr eure Waffe zücken könnt - Sekunden, die oft über Leben und Tod entscheiden. Wenn ihr eine Bruchlandung in einer sicheren Landezone vollführt, ist das nicht so schlimm. Sollte euch das aber mitten in einem Gefechtsgebiet passieren, schaut das nicht so gut aus. In Airborne heilt ihr euch nämlich nicht automatisch vollständig, sondern ihr bekommt nur für einen bestimmten Anteil eurer Energieanzeige die Gesundheit wieder zurück.

Um wieder vollständig zu genesen, müsst ihr einfach die in der Gegend herumliegenden Erste-Hilfe-Kästen aufsammeln. So solltet ihr immer genau abwägen, ob ihr einen weiteren Kampf noch überleben könnt, oder euch lieber auf die Suche nach Medizin macht.

Medal of Honor - Airborne
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Daniel Hanin

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Daniel Hanin am 16 Jan 2008 @ 21:58
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