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Megaman X8: Review

  Playstation 2 


Superhelden gibt`s wie Sand am Meer. In allen Variationen und Farben. Spiderman ist rot, Hulk ist ziemlich grün und die Biene Maja gelb. Manchmal sind auch die kleinen blauen Schlümpfe putzige Helden. Machen die aber richtig blau, muss ein Ersatz her: Megaman ist wieder da, mit seinem zweiten Auftritt auf der Playstation 2.

Was Super Mario für Nintendo, ist Megaman für Capcom. Ein Maskottchen mit jeder Menge Potential für lustige Action- und Geschicklichkeitsspiele. Die Geburtsstunde datiert im Jahr 1986 in einem Spiel für die NES-Konsole. Schon damals erfreuten sich vor allem die Kleinen an der Jump-, Run`n`Shoot-Orgie. Eigentlich hat sich bis heute nichts am Spielprinzip verändert. Verpackt zwischen zahlreichen Anime-Filmschnippseln (die sich sogar durchaus sehen lassen können), nehmen es Megaman und seine zwei Kameraden Axl und Zero mit den fiesen Mavericks auf. Die sabotieren nämlich einen wichtigen technologischen Fortschritt in Megamans Heimat. Der Orbitallift befördert Menschen zum Mond und zurück. Als eine der Gondeln von den Mavericks zur Explosion gebracht und aus ihrer Bahn geworfen wird, fällt der Startschuss für einen erbitterten Kampf zwischen den bösen Mavericks und den guten Reploids des Planeten. Dabei gerät die Grafik auch schon mal so ins Wanken, dass aus 2D schnell mal 3D wird.

Dreidimensionales Zweidimensionales

Fans der Klassiker aus der Reihe werden sich freuen. Sofort fällt die heutzutage eher seltene 2-D-Ansicht positiv aus dem Rahmen. Kunterbunt präsentiert sie sich, mit vielen Details im Hintergrund und anständigen Bewegungsabläufen. Nicht selten sind aber leider Ruckler im Grafikaufbau beim seitlichen Bildlauf festzustellen. Auf dem Schirm geht immer genug zur Sache, so, dass dieses Manko kaum ins Gewicht fällt. Trotzdem hätte der Hersteller gut daran getan, sich nach heutigen Qualitätsstandards zu richten. Schaut ihr genau hin, erkennt ihr doch etwas Dreidimensionalität. Objekte und Figuren sind Polygon-Gebilde mit Tiefe und Perspektive. Aus reiner 3-D-Perspektive sind ein paar wenige Spielstufen auch zu spielen, etwa bei den Vehikel-Rennen. Dabei rauscht ihr beispielsweise eine verschneite Landschaft hinab, müsst Objekten ausweichen oder sie zerschiessen. Wer unten heil ankommt ist eine Runde weiter. In anderen Spielstufen gleitet ihr zwischen Häuserschluchten hindurch. Ein wenig Abwechslung ist also drin, im sonst so klassischen Spieldesign. Wunder oder Innovationen auf dem Gebiet sind in Megaman X8 trotzdem nicht zu erwarten.

Also schlagen sich Megaman, Axl und Zero durch oberirdische Fantasy-Welten, ohne je den Anime-Stil zu verlieren, hüpfen, springen und schiessen was das Gamepad hergibt und tauchen dann und wann auch mal in unterirdischen Höhlensystemen oder in Gebäuden unter. Nach spätestens einer Spielstunde hat man sich an den Level-Designs satt gesehen, denn kreative Vielfalt darf im Aufbau der Landschaften mit der Lupe gesucht werden.



Gegner gibt`s zuhauf. Die meisten von ihnen lassen sich auf gewöhnlichem Weg wegpusten, mit einem Schwert zerlegen oder einfach ausweichen. Andere verlangen etwas mehr Pepp beim Angriff. Dafür hat jede der drei Spielfiguren ihre eigenen Spezialfertigkeiten. Megaman beispielsweise lädt mit gedrücktem Padknopf seine Waffe für einen Mega-Schuss auf. Das kostet Zeit, aber dem Gegner sicher auch seinen Schutzschild. Leider kann Megaman nur seitwärts schiessen, nicht aber nach oben oder unten. Darin ist Axl Profi. Zero steht bei aufgeladenem Powerangriff ein neuer Schwert-Style zur Verfügung. Ohne diese Angriffe, stünde es in Kämpfen mit Level-Endgegnern schlecht um das Trio. Die verlangen nämlich bestimmte Angriffs-Techniken und Bewegungsmuster für einen Sieg. Und den Erfolg möchte man am liebsten so schnell wie möglich, denn eine Augenweide sind die Obermotze nun wirklich nicht. Einfallslos gestaltete Blechklumpen wollen euch in Megaman X8 ans Leder. Also besser schnell weiter zur nächsten Spielstufe und aus dem Sieg neue Moves oder auch Waffen-Aufrüstungen mitnehmen.

Megamen

Der Reiz des Spiels liegt nicht allein im Springen, schiessen oder auch Hangeln an Wänden: Auf Knopfdruck, oder auch durch Auswahl vor einer Spielrunde, wechselt ihr den Helden. Die Wahl fällt dabei meist auf zwei Charaktere, während andere Spielfiguren - aktive oder passive - das Geschehen über Funk von ausserhalb kommentieren und Ratschläge zum Weiterkommen geben. Dazu gibt`s Text- und Bild-Einblendungen mit einer Storyführung, die so simpel gestrickt ist, dass stures Weiterklicken kaum den Spielspass gefährdet.

Wahrscheinlich sind die drei Heldenfiguren höchst erfreut darüber, Helme tragen zu dürfen. Denn mit denen entgeht ihnen wohl auch die nervige Hintergrundmusik, die sich dafür dem Spieler umso mehr ins Gehör brennt. Plätschern die Soundeffekte gerade noch so auf der Welle des Ertragbaren mit, möchte man die kitschige Japano-Musik am liebsten abschalten. Nichts neues also im Capcom-Land.

Megaman X8
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Admin am 10 Mrz 2005 @ 17:11
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