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Metropolismania: Review

  Playstation 2 


PAL Umsetzungen von typischen Japano-Spielen sind hier zu lande eher rar, Strategie Spiele auf Konsolen sind sogar noch etwas seltener. Um so schöner das sich Publisher Natume dazu entschlossen hat mit Metropolismania beide Lücken ein wenig zu füllen. Ob das den Schöpfern von Harvest Moon gelungen ist?

Kommunikation ist alles

Als Fan von Aufbaustrategie- und Wirtschaftssimulations-Spielen freute ich mich natürlich tierisch darauf dieses Spiel testen zu dürfen. Also - PS2 einschalten - Spiel rein - los gehts. Was ist das? Statt direkt darauf los bauen zu können muss man sich also erst mal durch das Tutorial kämpfen. Ein paar bunte Lämpchen fangen an wie verrückt zu blinken und es bildet sich eine Art Bilderrahmen in der mein zukünftiger Boss erscheint. Er führt mich nun also durch das Tutorial. Wenn ich es nicht besser wüsste hätte ich schwören können ich lebe hier in einer Kolonie von Playmobil-Männchen. Genau so sehen die Menschen in dieser schrägen Welt nämlich aus. Die Hände der Figuren besitzen keine Finger - nein - die Hand ist ein einziger Klumpen. Schön und Gut - gehen wir mal ins Tutorial und sehen einfach mal darüber hin weg. Mein Adrenalin Spiegel ist in der Zwischenzeit von 180 auf 90 runter gesackt. Mein alter Ego lässt sich also durch eine grüne Landschaft steuern. In einen gelben Regenmantel gehüllt und mit einem Zauberstab in der Hand fange ich nun an eine Strasse und Häuser zu bauen. Es kostet ja nichts (!). Zur Ausrüstung zählt eine Art Notizblock wo drin steht welche Familien in die Stadt ziehen wollen. Man kann nicht einfach die Landschaft mit Häusern vollpappen, sondern kann erst bauen wenn auch klar ist, dass jemand dieses Haus bewohnen will. Sind die ersten Menschen da, kann ich sie in ihren Behausungen besuchen und mit ihnen reden. Diese langweiligen Konversationen sind ein Muss. Die Menschen verraten euch nämlich das sie irgendwo einen Freund oder Bekannten haben, der gerne in die Stadt ziehen möchte. Natürlich kommen die nur wenn man ein lieber Bürgermeister ist und mit seinen Bürgern brav kommuniziert. Das ist auch die einzige Möglichkeit die Population zu vergrössern. Neuer Eintrag ins Notizbuch - Haus bauen - und schon sind die Neuankömmlinge hier.



Steuerung

Die Idee durch seine eigene Stadt laufen zu können ist ja super, aber bitte nicht mit solch eine katastrophalen Steuerung! Laufe mit dem einen Stick, rotiere mit dem Anderen. Die Spielfigur kann sich nicht direkt um 360° Grad drehen sondern lässt sich scheibchenweise in 90° Winkeln bewegen und das nervt unendlich!!! Zu allem Überfluss kann man noch etwa 10 Meter in die Höhe springen - wozu das gut sein soll sei einfach mal dahingestellt. Wahrscheinlich soll das der Übersicht dienen. Immer noch besser auf die andere Strassenseite zu hüpfen als sich mühevoll im Gänsemarsch durch die Gassen zu wursteln. Das Bauen wird durch solch eine knorzige Steuerung natürlich schnell nervraubend und langweilig und kann mit unter in einem Chaos enden.

Grafik

Die Grafik wäre ja eigentlich echt stark - würde man das Spiel auf der PSone spielen. Auf der Playstation 2 ist ein solcher Look einfach nur schlecht. Die Figuren sehen, wie bereits erwähnt, wie fehlproduzierte Playmobil-Männchen aus. Dazu sind die Haare kantig wie ein Stück Holz und die Augen sehen aus wie die eines Ravers nach exzessiven Ecstasy-Konsum (Kinder, Finger weg von Drogen!). Die Landschaft ist ebenfalls abwechslungslos, trist und langweilig. Zwar gibt es 200 verschieden Gebäude Typen, aber diese werten das Gesamtbild leider auch nicht auf.

Gameplay

Man muss sich also um die Bedürfnisse seiner Einwohner kümmern. Dazu redet man natürlich mit den Bürgern um herauszufinden wo denn der Schuh drückt. Sätze wie "Hello. Nice to meet you - Lets be Friends now" sind teilweise schon das höchste der Gefühle. Aha, so soll also die Kommunikation der Zukunft aussehen? Toll, da soll noch jemand den Sinn des Intros verstehen?! Da Strassen und Häuser nichts kosten und man weder Steuern erhöhen noch Handel betreiben kann fällt das Wort "Wirtschaftssimulation" schon mal weg. "Aufbaustrategie" ist auch die falsche Bezeichnung - bauen ja - aber Strategie? Ich ordne dieses Spiel ins Sub-Genre "Gurke" ein, denn genau so würde ich dieses Spiel bezeichnen! Man muss wohl Japaner sein um sich für solche Titel begeistern zu können. Ach ja, wieso zementiert man seine Stadt eigentlich mit Strassen zu wenn doch sowieso keine Autos durch die Strassen fahren?!

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Admin am 10 Mrz 2005 @ 17:16
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