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Micro Machines V4: Review

  Playstation 2 

Wenn die Jungs von Supersonic Software einen Funracer zusammenbasteln, dann wird dieser mit Sicherheit witzig und explosiv. Die Entwickler von Mashed schlagen wieder zu und hauchen den winzigen Micro Machines einmal mehr Leben ein. Wo es kleine bunte Fahrzeuge gibt, gibt es nämlich auch übergrosse Rennstrecken, die in Kinderzimmern, auf Billiardtischen, in den Auslagen von Supermärkten, in Gärten oder aber auf Hausdächern angelegt sind. Der Kreativität sind somit nur wenige Grenzen gesetzt, doch am Ende entscheidet die Spielbarkeit darüber, ob der Titel sein Geld wert ist.

Viele kleine bunte Autos

Spieler eines gewissen Alters dürften sich noch gut an die kleinen bunten Micro Machines erinnern. Detailgetreue Spielzeug-Miniaturen von Fahrzeugen aller Art, die man sammeln konnte. Seit ihrem Erscheinen in den neunziger Jahren hat eine gigantische Merchandising-Maschinerie auch Videospiele für die verschiedensten Game-Plattformen ausgespuckt, wobei aber erst die Versionen für die Playstation und das N64 als Partyspiele Kultstatus erlangen konnten. Rund acht Jahre später halten wir nun Micro Machines V4 in Händen und werden für Euch aufdecken, ob der Titel an die alten Erfolge anknüpfen kann.

Egal ob allein...

Um es gleich vorweg zu nehmen, Micro Machines ist vor allem ein Partyspiel, das man am besten mit ein paar Freunden geniesst. Dennoch hat der Einzelspieler-Modus seine Daseinsberechtigung, denn er dient primär dazu, die Strecken kennenzulernen und den Grossteil der vielen Fahrzeuge freizuschalten, die man dann in der Garage verstauen kann. Sage und schreibe siebenhundertfünfzig Fahrzeuge gibt es in Micro Machines zu gewinnen und zu sammeln, doch es wird verschwiegen, dass es sich dabei lediglich um Variationen von einigen wenigen Grundmodellen handelt, die dann noch in verschiedenen Farben zu haben sind. Für leidenschaftliche Sammler sicher ein nettes Feature, das aber für das Gameplay absolut irrelevant ist, da in den Rennen die Fahrzeuge vorgegeben sind. Ebenso unverständlich ist das Fehlen von Vehikeln ohne Räder, wie zum Beispiel Boote, die in der Vorgängerversion noch enthalten waren.

In sechsundsiebzig Events müsst ihr versuchen, den KI-Gegnern den Meister zu zeigen. Dabei werdet ihr in verschiedenen Disziplinen antreten, wie in klassischen Micro Machines Punkterennen, wo die Fahrzeuge, die aus dem Bildabschnitt fallen, ausscheiden und der Letzte auf der Strecke die Punkte erntet oder in Zeit- und Checkpoint-Rennen. Zusätzlich gibt es auch ganz normale Rennen, in denen ihr nach einer gewissen Anzahl Runden als erste ins Ziel kommen müsst. Überhaupt gilt es in Micro Machines immer zu gewinnen, wenn man den nächsten Event freischalten will, denn als Zweitplatzierter hat man bereits verloren. Das bedeutet allerdings, dass nach dem ersten Durchspielen kaum noch ein Grund besteht, sich die Rennen noch einmal vorzunehmen, denn man kann die erreichte Wertung nicht wirklich aufbessern. Für den Fall, dass Langeweile aufkommen sollte, haben die Entwickler einen Streckeneditor im Spiel integriert. Eine nette Idee, doch leider wird auch hier nicht gehalten, was der Menüpunkt verspricht, denn man kann mit dem Programm nicht etwa wirklich eigene Strecken kreieren, sondern lediglich in einer vorgegebenen Umgebung eine Strecke zwischen vorgegebenen Wegpunkten ziehen. Das reduziert die Anzahl möglicher Strecken natürlich gewaltig. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn im Mehrspieler-Modus mit ein paar Freunden entfaltet Micro Machines V4 sein wahres Potential.

Micro Machines V4
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Luca Cannellotto

Micro-Machines-V4


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Luca Cannellotto am 15 Jul 2006 @ 15:30
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