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Monster Hunter: World: Review

  Playstation 4 

Die Monsterjagd geht in die offizielle fünfte Runde. Capcom hatte große Pläne mit Monster Hunter: World und wollte das Franchise nun auch endlich für den Westen salonfähig machen. Ob das gelang, erfahrt ihr in unserem Test.

I'm a Hunter Girl, in a Monster Wooooorld

Auf dunklem Hintergrund weht ein Banner im Wind. Eine tiefe Männerstimme spricht theatralisch aus dem Off und wünscht alles Gute für die Reise in die neue Welt. Man verlässt sich auf uns. Schnitt ... Wir betreten einen Raum, sind unter Deck eines Schiffes. Überall sitzen Menschen beisammen, trinken, essen, lachen. Die Stimmung ist gut. Zwischen den Tischen huschen niedliche Katzen auf zwei Beinen umher, schenken hopfenhaltige Getränke nach und servieren das Essen. Hammelkeulen, die größer sind als die Köpfe derer, die sie verspeisen. Wir kommen schnell in ein Gespräch mit anderen Jägern und erfahren etwas mehr über uns selbst. Wir gehören zur Topauswahl der fünften Flotte und sind auf der Reise zu neuen Ufern, um das Geheimnis der Drachenältesten zu lüften.

Der Einstieg vermittelt ab der ersten Sekunde ein Grundgefühl, welches sich konsequent durch das Spiel zieht: Gute Laune. Nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch davor. Denn eines kann gleich vorweg gesagt werden: Monster Hunter: World ist ein gutes, nein, ein sehr gutes Spiel. Es ist – wenn wir Spin-offs, Ultimate-Editions etc. nicht mitzählen – nunmehr der fünfte Teil einer Reihe, die mittlerweile 14 Lenzen zählt. Und obwohl auch die vorherigen Monster-Hunter-Titel im Westen nicht unbekannt waren, so blieb der große Erfolg doch bisher aus. Dies wollte Capcom nun ändern, und mit über sechs Millionen verkauften Exemplaren scheint es gelungen zu sein. Doch woran liegt das? Wie kommt es, dass Monster Hunter: World, vollkommen zurecht, so ein Erfolg geworden ist?

https://www.youtube.com/watch?v=TP7csxTwH5E

Um diejenigen abzuholen, denen Monster Hunter kein Begriff ist, hier eine kurze Erklärung, worum es eigentlich geht: Wir sind Jäger und jagen Monster (wer hätte damit gerechnet), mit Waffen, die gerne mal doppelt so groß sind wie wir, was uns aber nicht weiter stören soll, denn unsere Beute überragt uns problemlos um das Fünfzehnfache unserer eigenen Körpergröße. Kernelement ist es, die Dinosaurier-artigen Wesen zu erjagen, auszunehmen und aus ihnen neue Waffen zu fertigen, mit denen wir dann noch größere, noch gefährlichere Monster jagen gehen, um aus ihnen noch stärkere Waffen zu konstruieren, um noch größere Monster ... Ihr seht schon, wohin das führt. Der Grindfaktor ist hoch, dennoch erfreut sich die Reihe im Fernen Osten seit jeher großer Beliebtheit und ist nun auch im Westen angekommen.

Grund dafür ist die konsequent gute Strukturierung und Umsetzung des Spiels durch Capcom. Monster Hunter zeichnete sich stets dadurch aus, einen recht schwierigen Einstieg zu haben. Die Steuerung ist schwerfällig und gewöhnungsbedürftig, die Crafting-Möglichkeiten sehr umfangreich und das Spielkonzept mit seinen unendlich wiederholbaren Missionen doch etwas ungewohnt. All das ist Monster Hunter: World immer noch, doch die Einführung in das Spiel ist nun wesentlich sanfter. Schritt für Schritt werden uns die Steuerung und Mechanik des Spiels erklärt. Zwar kann es ab und zu vorkommen, dass man sich immer noch etwas überfordert fühlt (beispielsweise, wenn wir das erste Mal eine der 14 Waffen auswählen sollen), doch die Erklärungen sind so präzise, dass die Adaptierung meist mühelos gelingt. Sehr angenehm ist dabei, dass die Lernkurve sich über das gesamte Spiel erstreckt. So lernen wir auch nach 30 Stunden noch neue Features kennen, ohne dabei das Gefühl zu haben, dass es dafür schon zu spät sei. Im Gegenteil: Statt uns dem Ende des Spiels zu nähern, überrascht uns Monster Hunter: World mit einer Lastwagenladung an neuen Spielinhalten und verspricht uns, dass wir noch lange nicht am Ende unserer Reise angelangt sind.

Monster Hunter: World
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Jakob Gustavs

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Jakob Gustavs am 17 Feb 2018 @ 11:19
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