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MotoGP 18: Review

  Playstation 4 

Milestone gehört zu den erfahrensten Herstellern im Rennspielzirkus. Das erste Motorradspiel veröffentlichten die Italiener im Jahr 2001. Satte 17 Jahre Erfahrung, da erhofft man sich doch für MotoGP 18 einiges. Bei dem heißen Wetter derzeit war es regelrecht angenehm, nur die virtuelle und nicht die echte Lederkluft anziehen zu können.

Fahrphysik vom Feinsten, aber kein Topspeed bei Ladezeiten

Vergleicht man MotoGP 18 mit den Vorgängern, muss man vor allem die Weiterentwicklung bei der Fahrphysik lobend erwähnen. Nur in der Pro-Version der Schwierigkeitsgrade unterstützen euch keinerlei Fahrhilfen. Neulinge auf dem Bike sollten aber zumindest mit einem leichter zu bewältigenden Schwierigkeitsgrad anfangen.In der Pro-Variante wird schließlich jeder kleine Fehler knallhart bestraft, und ihr stürzt frustvoll und häufig, wenn ihr euch noch nicht an die realistische Fahrphysik gewöhnen konntet. Das fängt schon damit an, dass ihr neben dem eigentlichen Fahren auch die Position des Fahrers vorgeben müsst.

Windschnittiges Ducken auf der Geraden, Anheben des Oberkörpers als zusätzliche Bremsunterstützung oder kräftiges Reinlegen in die engeren Kurven samt Gegnerkontakt. Gerade in den höheren Stufen legt die KI zum einen ein äußerst schnelles Tempo vor und fährt dann auch noch druckvoll bis aggressiv. So mancher Zweikampf auf der Strecke ist mit Berührungen verbunden, die bei zu viel Intensität von eurer Seite auch zu Stürzen führen können. Ausgeschaltete Fahrhilfen und eine stärkere KI sorgen aber auch für höhere Boni nach den Rennen. Der Ansporn, auf Fahrhilfen zu verzichten, ist daher groß. Die Fahrphysik macht eine gute Figur, speziell die Einflüsse von Wettereffekten und Windschatten haben uns im Test besonders gut gefallen.

Allerdings war es das auch weitestgehend mit den lobenden Worten. Denn was MotoGP 18 abseits der Fahrphysik zu bieten hat, ist nicht mehr MotoGP-würdig. Grand Prix, Meisterschaft und Zeitrennen sind natürlich wieder mit von der Partie. Zu dröge kommt aber die Karriere daher mit zu wenig Einstellungsoptionen und viel zu wenig Action auf und abseits der Strecke. Für euch gilt es, den Weg vom Jungfahrer zur MotoGP zu absolvieren. Durch Nachwuchswettbewerbe qualifiziert ihr euch für höhere Rennklassen. Bis zur MotoGP stehen euch jedoch noch die Serien Moto 3 und Moto 2 im Weg. Erstaunlicherweise könnt ihr zwar an Online-Rennen teilnehmen, aber ein Splitscreen-Modus fehlt. Mit Freunden an einer Konsole zocken ist also nicht möglich.

Zwar hat das Spiel 19 Strecken zu bieten, inklusive des neuen Thailand-Rundkurses. Doch trotz der neu eingesetzten Unreal-Engine 4machen diese leider keinen Next-Gen-Eindruck. Wüsste man es nicht besser, könnte das Spiel beispielsweise auch aus dem Jahr 2012 stammen. Da helfen dann auch keine per Drohnengescannten Strecken, wenn Texturen spät nachgeladen werden, was einem selbst bei 200 km/h auf den Geraden auffällt. Optisch wirkt das Spiel dadurch altbacken und manchmal auch unfertig, da es zu gelegentlichen Abstürzen kommt und ein Distanz-Blur die eigentlich hübsche Optik, die vor allem beim Start positiv auffällt, unnötig negativ beeinflusst durch den ständigen Unschärfe-Effekt. Zudem muss man sich über unfassbar lange Ladezeiten ärgern. Gerade ein Spiel, in dem Geschwindigkeit so eine gewichtige Rolle spielt, darf einfach nicht solch immense Ladezeiten aufweisen. Wir fanden es unerträglich und haben teils auf dem Handy nach E-Mails geschaut, bevor es endlich weiter ging.

MotoGP 18
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 09 Aug 2018 @ 08:57
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