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MotorStorm - Apocalypse: Review

  Playstation 3 

Vor wenigen Tagen wütete in Japan eine schwere Naturkatastrophe. Während einer solchen Zeit ganz unbekümmert Rennen mit Wirbelstürmen und Erdbeben zu fahren, fällt nicht unbedingt leicht, hat man sich denn nicht ganz der Realität verschlossen. Den Entwicklern nun einen Vorwurf zu machen oder gar den eigenen Spieltrieb als pietätlos zu beschimpfen, würde vielleicht die persönlichen moralischen Bedenken besänftigen, aber eben auch die Vermischung von Realität und Virtualität erzielen. Dabei sind wir Gamer doch die ersten, die sich für eine strikte Trennung dieser Ebenen einsetzen, sei die Darstellung auch noch so realistisch ausgefallen. MotorStorm - Apocalypse hat es denn auch nicht verdient, in der Versenkung zu verschwinden, werden hier doch grosse Effekte gleich schubkarrenweise übereinandergehäuft. Die Apokalypse beginnt jetzt!

Roland Emmerichs Katastrophenfilm 2012 hat man als Effektkino bezeichnet. Einerseits wegen der bisher nie gesehenen, überwältigenden computergenerierten Katastrophenbilder, andererseits weil man eine sinnvolle, glaubhafte, ja, wissenschaftlich zumindest einigermassen adäquate Geschichte neben den Effekten eben vergeblich suchte. Im selben Genre lässt sich auch MotorStorm - Apocalypse abhandeln. Hier will man nichts über den Hintergrund der wütenden Natur erfahren, sondern sich sofort ins erste Rennen stürzen. Und genau darum klickt man die lieblosen und wenig stimmungsvoll synchronisierten Zwischensequenzen, welche die Geschichte der drei unterschiedlichen Protagonisten des Spiels erzählen, genervt weg.

Ungeschützer Verkehr

Der Festival-Modus führt in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen durch je sieben Rennen. Das Gefährt darf man sich dabei nicht aussuchen. Mal landet man in einem Supermini, mal in einem Monster Truck oder in einem richtigen Rennschlitten, auf dem Motocross oder Quad. Und wer hofft, an den Rennen wird mit gleich langen Spiessen gemessen - denkste! Hier starten die ungeschützten Zweiräder an der Seite von kräftigen Lastwagen. Ein riesiges Durcheinander. Weil in MotorStorm - Apocalypse auch das Rammen nach links und rechts ein nützliches Spielelement sein kann, ist ein entsprechend leichtes Gefährt auch immer ein Nachteil. Bei der Steuerung sind ebenfalls Unterschiede festzustellen. Gerade die Zweiräder sind zu Beginn - und später an bestimmten Stellen -, wegen ihres ungelenken Handlings eine Herausforderung für sich.

Auf der Strecke halten sich Vor- und Nachteile ansonsten in Grenzen. Gerade in punkto Geschwindigkeit befinden sich alle auf ähnlichem Niveau. Hat man einmal Fahrt aufgenommen, kann man mit gezielten Boosts locker mit dem Tempo der Konkurrenz mithalten. Aber Vorsicht: Wer zu lange auf den Knopf drückt, überhitzt den Motor, der dann explodiert. Wasserpfützen bringen Soforthilfe, Feuer hat den umgekehrten Effekt. Das wahre Hindernis sind in der Anfängerstufe aber kaum die Gegner, sondern die Strecken selbst.

MotorStorm - Apocalypse Bild

MotorStorm - Apocalypse
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Severin Auer


MotorStorm---Apocalypse


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Severin Auer am 24 Mrz 2011 @ 01:07
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