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NBA 2K15: Review

  Playstation 4 

Ich kann Basketball nichts abgewinnen. Das mag als Einleitung eines Testberichtes zu einem Basketballspiel wie ein schlechter Scherz klingen, doch ich meine das ernst. Ich habe nie eine Live-Übertragung gesehen, kenne mit Ausnahme von LeBron James und Dirk Nowitzki keinen Athleten und kann nur mit den echten Topteams etwas anfangen. Doch NBA 2K15 hat mich gepackt. Wie auch schon seine Vorgänger.

Life is a game

Hach, hier sitzt mein Avatar also, zusammengesunken auf seiner Couch, den Controller in der Hand und daddelt irgendein Basketballspiel, während sein Manager ihm versichert, alles nur Menschenmögliche zu tun, um ihn in der NBA-Liga unterzubringen. Was folgt, ist der Weg eines Sportsöldners: In Trainingshallen vorspielen, die Eignung unter Beweis stellen - von der Verteidigung über intelligente Laufwege bis hin zu Pässen und Korbwürfen. Das wird die ersten paar Male nichts bringen, doch dann sagt tatsächlich ein Klub zu und stattet meinen Avatar mit einem Zehn-Tage-Vertrag über fünf Spiele aus. Eine erste Chance!

NBA 2K15 Bild
Wie hart das Leben auf dem Parkett ist, wird spätestens dann klar. NBA 2K15 verlangt von euch in jedem Moment vollste Konzentration - kurz mal nicht aufgepasst, schon hinterläuft euch der gegnerische Angreifer und punktet. In der Offensive keine ordentliche Position in der Korbzone eingenommen und schon scheitert der Angriff. Basketball im Grossen wie im Kleinen zu begreifen, ist eine Wissenschaft, und der langsame Aufstieg vom Niemand zum Grössten der Liga ein Weg voller Hindernisse. Für jede gelungene Aktion füllt sich die Wertungsanzeige im amerikanischen Schulnotensystem, während verkorkste Spielzüge mit Abzug bestraft werden. Hart!

Die ersten fünf Spiele schlägt sich mein Alter Ego passabel, wird jedoch wieder vor die Tür gesetzt und muss sich einen neuen Club suchen. Skills sind kaum vorhanden, und statt der Meisterschaftsanwärter interessieren sich höchstens die Hinterbänklerteams und engagieren meinen Spieler als Reservisten.

Grosse Emotionen

Damit das nicht so bleibt, müssen die im Spiel verdienten Punkte in neue Talente investiert werden. So wird aus dem lediglich mit übergrossem Ego ausgestatteten Athleten ein Musterspieler. Das dauert hunderte Stunden, kostet Kraft und Mühe, belohnt euch aber mit einer fantastischen Präsentation (samt unzähliger Zwischensequenzen, Gespräche, Interviews, Social-Media-Nachrichten und vieles mehr) als auch dem unbeschreiblichen Gefühl, tatsächlich in die grossen Fussstapfen von Legenden à la Michael Jordan hineinzuwachsen. Der Karrieremodus ist das Herzstück des Spiels und zeigt, was den EA-Sportspielen fehlt: Herzblut, Dramatik, hart erkämpfte Erfolgserlebnisse und die Authentizität des harten Sportleralltags. Was NBA 2K15 fehlt: ein ordinärer Tutorialmodus. Einige Trainingsvideos und kurze Unterhaltungen mit dem Coach können nicht den behutsamen Einstieg wettmachen, der Jahre zuvor noch vorhanden war. Die Lernkurve ist demnach sehr, sehr steil.

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Daniel Wendorf

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Daniel Wendorf am 03 Nov 2014 @ 22:10
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