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No More Heroes - Heroes' Paradise: Review

  Playstation 3 

Blut, Schweiss und actiongeladene Kämpfe. Das sind Dinge, die häufig von der männlichen Videospielerschaft durchaus präferiert werden. Natürlich kann man ein Spiel nicht nur auf diese Elemente reduzieren, doch genau mit diesen Attributen will die No More Heroes-Reihe ihre potenziellen Käufer anlocken, was bisher auch oftmals geklappt hat. Mit No More Heroes - Heroes' Paradise geht es nun in eine weitere Runde. Doch lohnt sich der Kauf, oder ist der Reiz der blutigen Action so langsam, aber sicher verflogen?


No More Heroes löste in der Vergangenheit durchaus die eine oder andere Kontroverse aus. Viele mochten den ungewöhnlichen Stil und die harte Gewaltdarstellung einfach nicht, weshalb der Titel zum Nischenprodukt verkam. Ein weiterer Grund dafür ist aber auch die exklusive Veröffentlichung für Nintendo Wii gewesen. Inzwischen wurde bereits der zweite Teil der Serie veröffentlicht, der abermals für die Konsole aus dem Hause Nintendo auf den Markt geworfen wurde. Besitzer der anderen Systeme schauten daher bislang in die Röhre, was sich mit No More Heroes - Heroes' Paradise allerdings ändert. Bei diesem Titel handelt es sich um eine aufpolierte Version des Erstlings, die eigens für die HD-Konsolen produziert wurde. In unseren Gefilden wurde aber lediglich die PlayStation 3-Fassung veröffentlicht. Die Xbox 360-Version ist nur über den Importhändler des Vertrauens erhältlich.

Touchdown!

Drei Jahre nachdem der erste Teil von No More Heroes in die Läden kam, schlüpft der Spieler ein weiteres Mal in die Rolle des action- und videospielverliebten Typen mit dem Namen Travis Touchdown. Kein Geld, keine Lust und keinen Auftrag - so könnte man das Leben des jungen Mannes, der in einem schmuddeligen Motel haust, wohl am besten beschreiben. Eines Abends lernt Travis in einer schummrigen Bar eine Frau kennen und merkt, dass Geld wohl doch nicht so übel wäre, wenn er ihr einen Drink spendieren möchte. Grund genug für den Protagonisten, doch einmal auf Arbeitssuche zu gehen. Was könnte da natürlich näher liegen als der Beruf des Auftragskillers? So macht sich Travis zu seinem ersten Mord auf und kriegt danach mitgeteilt, dass er auf der Rangliste der Attentäter auf dem elften Platz steht. Vom Ehrgeiz und der Tatsache gepackt, dass er nun auch selbst ein Ziel für andere Killer darstellt, will er nun auf den ersten Platz emporsteigen. Die Frau aus der Bar ist übrigens ein fester Bestandteil der Firma, die diese Rangliste fingiert hat. Ein weiterer Grund für Travis, sein Können zu beweisen, denn er will der jungen Lady unbedingt an die Wäsche.



Die Story ist genau das, wonach sie sich anhört: Eine plumpe Geschichte, die kurioser nicht hätte sein können. Das macht aber eigentlich rein gar nichts, denn die Entwickler hatten keinesfalls die Absicht, einen epischen Plot zu inszenieren. Ein merkwürdiger Stil, ein mindestens genauso merkwürdiger Protagonist - da darf die passende Rahmenhandlung natürlich nicht aus dem Ruder laufen. Man wird als Spieler zwar nicht gerade an den Bildschirm gefesselt, aber dafür gibt es durchaus sehr viele lustige Momente. Die Zwischensequenzen, die mit hanebüchenen Dialogen daherkommen, sorgen nicht selten für das eine oder andere Lächeln im Gesicht.

Ich will nicht ins Paradies!

Käufer, die sich seinerzeit bereits an der Nintendo Wii-Fassung erfreuten, werden nun sicherlich gleich nach Neuerungen suchen. Eine Änderung springt sofort ins Auge des Betrachters, womit natürlich die Optik gemeint ist. Die Zwischensequenzen wurden aufpoliert, die Texturen schärfer gemacht, und insgesamt sieht alles wesentlich besser aus als noch in der Vergangenheit. Aber mal ehrlich, die Nintendo Wii-Fassung war in technischer Hinsicht eine reine Katastrophe. No More Heroes - Heroes' Paradise bietet da zwar einige Verbesserungen, sieht optisch aber immer noch absolut grausig und unzeitgemäss aus. Überall Kantenflimmern, lächerliche Animationen und matschige Texturen - so etwas kann man heutzutage eigentlich keinem HD-verliebten Videospieler mehr präsentieren, ohne sich harsche Kritik gefallen lassen zu müssen. Mit paradiesischen Auswüchsen bekommt es der Spieler also nicht zu tun - aber was gibt es sonst noch an Neuerungen? Wer Innovationen und tiefgreifende Änderungen an dieser Stelle erwartet, wird leider mit einem enttäuschten Gesicht vom Dampfer gehen müssen. Neben der aufgewerteten Grafik und einem Modus, in dem der Spieler sich zahlreichen Bosskämpfen stellen und damit Punkte sammeln muss, hat sich in No More Heroes - Heroes' Paradise nichts geändert.

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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 08 Jun 2011 @ 11:05
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