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Oddworld - Stranger's Wrath HD: Review

  Playstation 3 

Oddworld - Stranger's Wrath HD war schon damals, als es 2005 als Exklusivtitel für die erste Xbox erschien, etwas anders. Anders in Bezug auf seine drei Vorgänger, anders in Bezug auf Action-Adventures und Ego-Shooter, und auch anders, was die Verwendung von Munition anging. So gelungen das Spiel damals schon war, so enttäuschend fielen für Entwickler wie Hersteller allerdings die Verkaufszahlen aus - was überaus schade war. Glücklicherweise gibt Just Add Water all jenen, die das Spiel damals verpasst haben, nochmals eine Chance, Strangers Abenteuer nachzuerleben. Dieses Mal in HD-Grafik, mit neuen Texturen und mit Trophäen-Unterstützung. Ob das Remake was geworden ist oder ob bei der Umsetzung geschlampt wurde, sagt euch unser Testartikel.

Wilder Westen mal anders

In Oddworld - Stranger's Wrath HD schlüpft ihr nach einer stimmigen audiovisuellen Einleitung in die Rolle des Strangers, der, um seine bevorstehende wie dringliche Operation durchführen zu können, erst mal an einen ganzen Haufen Schotter kommen muss. Dass unser Stranger ein Kopfgeldjäger ist - dazu noch ein begabter -, kommt ihm daher sehr gelegen. Kaum ist der erste Fang des Tages gemacht, betreten wir auch schon eine der zahlreichen Städte im Spiel und werfen den kriminellen Burschen hinter schwedische Gardinen. Von nun an widmet sich unser Hauptaugenmerk nebst dem Erforschen der detailverliebten Spielwelt und dem Lauschen von Strangers markigen Sprüchen natürlich der Jagd nach Kopfgeld.

Aufträge werden in der Regel im örtlichen Bounty Store entgegengenommen. Vom Bounty Store aus geht's dann auf in neue Gebiete, an deren Ende ein dicker Gegner auf uns wartet, der tot oder lebendig von euch gefangen werden will. Wobei "wollen" selbstverständlich Auslegungssache ist. Bis dahin ist's aber meist ein steiniger Weg, denn die Bosse werden natürlich von ihren Gangmitgliedern bewacht, weshalb die Schergen zuerst ausgeschaltet werden müssen. Anders als in anderen Wildwest-Titeln greift der Stranger allerdings nicht zu Pistolen und grosskalibrigen Schrotflinten, sondern zu einer Art doppelläufiger Armbrust, die ihr mit tierischer Munition laden könnt. Dies ist mitunter ein Element, wofür Stranger's Wrath damals schon viel Lob geerntet hat. Einen kreativeren Einsatz von (Tier-)Munition finden wir jedenfalls auch heute noch eher selten.



Die Munition geht tierisch ab

Die tierische Munition, auf die wir gleich noch näher eingehen werden, ist überall in der Spielwelt an bestimmten Punkten verteilt und lässt sich für einen eher actionlastigen Titel wunderbar strategisch einsetzen. Da hätten wir zum Beispiel die so genannten Fuzzles - die wohl bekannteste Munitionsart in Stranger's Wrath. Ihr rauhes, haariges Aussehen verrät schon auf den ersten Blick ihre fiesen Auswirkungen auf den Gegner. Die Fuzzles lassen sich zum einen direkt auf Gegner werfen, die sich bei Kontakt mit den Viechern sofort vor Schmerzen auf dem Boden wälzen. Unsere Chance, sie mit dem staubsaugerähnlichen Fangbeutel dingfest zu machen. Die Fuzzles lassen sich allerdings auch prophylaktisch an Wänden, Decken oder Säulen positionieren, wo sie sich sofort auf einen Gegner stürzen, wenn er ihnen - und somit meist auch euch - zu nahe kommt. Zu vergleichen ist diese sekundäre Verwendungsmöglichkeit schon beinahe mit einem automatisch schiessenden Maschinengewehr.

Ein ebenfalls sehr praktischer Munitionsgeselle ist der Gürtelkäfer, der Feinden massiven Schaden zufügt und bezüglich der Wucht des Aufschlages fast wie eine schnell fliegende Bowlingkugel wirkt. Mit den Spinnenwesen aka Bolamiten setzen wir betäubte oder schwache Feinde für kurze Zeit gleich ganz ausser Gefecht und wickeln sie mit einem Spinnennetz ein. Überaus hilfreich sind auch die Zappfliegen, die, erst mal aufgeladen, dem Gegner einen starken elektrischen Schlag erteilen und ihn somit anfällig für weitere Attacken unsererseits machen. Daneben gibt es noch praktische Stinktiere, die Gegner anlockenden AB-Hörnchen, und Stechbienen. Allesamt machen sie sich mit liebevollen Animationen auf eurer Armbrust breit und entlocken euch ab und an ein nicht zu verkneifendes Grinsen. Selbiges trifft auf eure Widersacher zu, die grundsätzlich zwar eher vorausschauend als intelligent agieren, aber ebenfalls über liebevolle Animationen verfügen.

Oddworld - Stranger's Wrath HD
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Andy Wyss


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Andy Wyss am 31 Jan 2012 @ 18:58
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