GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

PES 2019: Review

  Playstation 4 

Stillstand ist Rückschritt, so sagt man und so ist es in der Regel dann auch. Wenn man sich die Fußballsimulationen der letzten 20 Jahre anschaut, wird schnell klar, dass hier selten ein größerer Sprung zu verzeichnen war. Kaum hatte man als Spieler das Gefühl, einer Revolution beizuwohnen. Viel zu häufig verließ man sich bei den Herstellern auf Altbewährtes. Konami oder EA Sports, beide Giganten bieten zwar jährliche Neuerscheinungen ihrer Fußballkolosse PES und FIFA, doch einschneidende Aha-Erlebnisse auf und abseits des grünen Rasens sucht man meist vergeblich. Und in diesem Jahr? Fangen wir mal mit der PES-Reihe an.

Wenig Neues, manches verloren

PES 2019 rotzt einem förmlich seine Gleichgültigkeit ins Gesicht wie Douglas Costa von Juventus Turin in der Liga. Menüführung und Spielmodi kennen PES-Jünger blind. Theoretisch könnte man sich durch das Menü navigieren, ohne hinzusehen. Ja, es ist nett, wenn man sich rasch zurechtfindet, doch wenigstens etwas hübscher könnten die Menüs mittlerweile aussehen. Schließlich schreiben wir das Jahr 2018, und auch Fußballfans mögen schönere Menüstrukturen und Buttons. Abwechslung sucht man auch bei den Modi vergeblich. Das fängt schon beim Training an, das unverändert aus dem Vorgänger übernommen wurde - wiedermal. Ja, das Training ist gut, um die Grundlagen zu erlernen. Aber herrje, für einen ambitionierten PES-Fan darf es dann auch mal pro Ausgabe wenigstens etwas anderes ein.

PES 2019 Screenshot

In diesem Jahr sind als deutsche Vertreter Bayer Leverkusen und Schalke 04 dabei. Der BVB zog es vor, eine Partnerschaft mit EA Sports einzugehen. Sieben neue Ligen sind enthalten im neuen PES. Man hat sich u.a. die Rechte für die Ligen in der Türkei, Russland oder Portugal sichern können. Insgesamt sind nun neun Ligen komplett vertreten. Jedoch sind die großen Ligen der Welt, also die aus England, Spanien oder Deutschland, wieder mit Fantasienamen versehen - mit Ausnahme der wenigen lizenzierten Klubs wie beispielsweise Arsenal London oder Inter Mailand. Verloren hat man aber die Rechte an der ChampionsLeague und der Europa League an den Konkurrenten von EA.

Ohne es genau geprüft zu haben:Es entsteht der Eindruck, dass es noch nie so wenige echte Namen in PES gab. Das ist schade, aber für Fans der Serie seit Winning Eleven verschmerzbar – zumindest, wenn man sich nicht zu schade ist, auf entsprechende Fan-Patches zu warten, mit denen dann etwa Bundesliga-Logos wieder auf dem Bildschirm erstrahlen. Dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass Konami den Kampf um die Lizenzen mehr und mehr verliert. Doch was die Serie ausgemacht hat, waren ja nicht die vielen echten Daten auf den Tabellenblättern und in den Statistiken, sondern das Erlebte auf dem Platz. Spielerisch hat sich PES meist gegen FIFA behaupten können.

PES 2019
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Markus Grunow

PES-2019


PES-2019


PES-2019


PES-2019


Markus Grunow am 25 Sep 2018 @ 11:08
oczko1 Kommentar verfassen