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Pirates the Legend of Black: Review

  Playstation 2 


Arr, Smutje! Schon beim PS2 Launch kündigte Westwood dieses Piratenspiel an, damals noch unter dem Namen: Pirates of Skull Cove. Erste Bilder liessen Misstrauen aufkommen, denn die schöne Hauptdarstellerin Kate weckte Erinnerungen an Lara Croft. Man wusste nicht, ob man einen weiteren Klon oder etwas neues, frisches, erwarten durfte. Nun können wir endlich Segel setzen zum Test der fertigen Version, welcher Aufschluss über diese Frage geben wird.

Von Voodoopriestern und Geisterpiraten

Wie gesagt schlüpft ihr für dieses Abenteuer in die Haut einer wahren Piratenbraut, nämlich Kate, auch genannt Black Kat. Zu Beginn findet ihr euch auf einem schönen Eiland wieder und müsst euch euren Weg zum Winddancer, eurem Schiff, bahnen. Als ihr dann nichtsahnend zum Fort eures Vaters, des Gouverneurs, segelt, entdeckt ihr schreckliches. Er ist tot, und alles was euch von ihm bleibt, ist ein Brief, den er im Sterben verfasst hat. Darin verrät er, dass Kate`s Mutter ebenfalls eine Piratin war, und gibt preis, wo ihr Schatz versteckt sein soll. Das ist also der Beginn von allem und der Anstoss der die Kanonenkugel ins Rollen bringt. Im Verlaufe des Spiels trefft ihr auf so ziemlich alles was in eine gute Piratengeschichte gehört: Von seltsamen Eingeborenen und Riesenkrabben über Meerjungfrauen bis hin zu furchteinflössenden Geisterpiraten wird alles geboten. Fans der alten Piratenklischees werden ihre wahre Freude haben... Die Story wird anhand von Ingame Cutscenes aber auch durch vorgerenderte Filmchen erzählt.

Zu Lande und zu Wasser

Ein sehr interessanter Aspekt an Pirates ist die Abwechslung zwischen Landgängen und Schiffahrten. Wer jetzt befürchtet, dass dadurch der Spielfluss gestört wird, kann beruhigt sein. Die beiden Teile fliessen ineinander über, und bilden eine Einheit. Dazu tragen auch die nicht vorhandenen Ladezeiten ihren Teil bei. Bei der Wahl des richtigen Weges ist man absolut frei. Einzig müssen neue Inseln und Inselgruppen zuerst entdeckt, beziehungsweise eine Karte davon gefunden werden. Es existieren insgesamt um die 20 Inselgrüppchen, wovon jede über ca. 3-4 Anlegestellen verfügt. Dabei werdet ihr schöne Tropeninseln, düstere Geisterinseln, frostige Wintereilande und alles was das Entdeckerherz sonst noch begehrt, besuchen.



Schatzsuche und Schwertduelle

An Land steuert ihr Kate aus einer 3rd-Person Perspektive mit einer simplen, eingängigen Steuerung. Der Fokus bei den Kämpfen ist auch eindeutig auf Action ausgelegt. Ihr könnt euch nicht nur mit dem Schwert eurer Haut erwehren, sondern auch mit diversen anderen Objekten, die ihr findet. Es gibt Zaubergegenstände die Erdbeben auslösen oder Feuerregen herabprasseln lassen aber auch konventionelle Waffen wie Wurfmesser und explodierende Fässchen. Der zweite wichtige Aspekt neben den Kämpfen ist das Suchen nach Schätzen. Einige Truhen stehen einfach herum, während ihr andere erst mit eurem Spürsinn finden und heben müsst. Das geschieht mit Hilfe der Vibrationsfunktion, welche euch durch verschieden starke Schüttler immer näher an den Schatz heranführt. Eure gefundenen Schätze werden in Geld umgewandelt das man für Tränke und Waffen, sowie auch Schiffe und Schiffszubehör ausgeben kann. Die Inseln sind sehr weitläufig und mit Gegnern gespickt, so dass nie Langeweile aufkommt. Es gibt auch freundlich gesinnte Charaktere, die einem den einen oder anderen Auftrag erteilen, und einen mit zusätzlichen Gegenständen belohnen. Was ein bisschen fehlt ist die Abwechslung, da sich das gleiche Prozedere auf jeder Insel etwa gleich wiederholt. Auch ein wenig spannendere Kämpfe anstelle dieses wilden Button drückens wären für einen eventuellen Nachfolger wünschenswert.

Gebrochene Masten und zerfetzte Segel

Auf hoher See kann man es krachen lassen. Diverse feindlich gesinnte, zum Teil auch untote Piraten segeln mit ihren Galeeren und Kanonenboten durch die Gewässer und machen einem die Hölle heiss. Doch natürlich schlagen wir mit einer vollen Breitseite zurück, und rammen die Unholde. Die Kämpfe zu See sind wirklich spektakulär und spassig umgesetzt worden. Zum einen kämpft ihr gegen andere Schiffe, zum anderen auch gegen Kanonentürme, die auf den Inseln verteilt sind. Ihr müsst euer Schiff richtig ausrichten und dann auf Knopfdruck die Kanonen feuern. Je nachdem was für ein Schiff ihr euch schon leisten könnt und wieviele Kanonen ihr an Bord habt, fällt euch die Schlacht leichter oder schwerer. Wie an Land gibt es einige Spezialgeschosse, wie Stinkbomben oder brennende Geschosse, und sonstige Power Ups in Form von Galleonsfiguren. Euer Schiff nimmt sichtlich Schaden was sich durch gebrochene Segelmasten und völlig zerfetzte Segel äussert. Zum Glück könnt ihr das auf Knopfdruck mit Holz und Tuch reparieren, sofern ihr welches erbeutet habt.

Was ziemlich stört, ist die Tatsache, dass man jedesmal ins Hauptmenü zurückgeschickt wird, wenn man das Zeitliche segnet. Mann muss sich mühsam durch die Menüs drücken um wieder zum Spielgeschehen zurückzugelangen. Hier wäre eine Funktion, die den letzten Spielstand lädt unbedingt nötig gewesen um Frust zu verhindern. Speichern könnt ihr auf fast jeder Insel bei einem Papagei. Sehr positiv ist die lange Spieldauer. Bis man den Abspann gesehen hat vergehen mindestens 20 Stunden, und auch dann hat man noch bei weitem nicht alle Schätze ausgegraben, jedes Item eingesammelt und alle Schiffe versenkt.

Multiplayer

Dass es in einem Spiel dieses Genres einen Multiplayermodus gibt, ist eher ungewöhnlich und um so erfreulicher. Der Multiplayer beschränkt sich auf zwei Spieler und den Aspekt der Seeschlachten. Jeder Spieler wählt ein Boot, dann wird eine Karte gewählt und los geht`s. Wer gerade keinen Mitspieler zur Hand hat wählt einfach einen CPU Gegner als Kanonenfutter. Was ich gerne gesehen hätte wäre ein Vierspielermodus, der wurde aber leider weggelassen.

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Admin am 11 Mrz 2005 @ 07:17
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