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Rainbow Six - Lockdown: Review

  Playstation 2 

Lange Zeit zählten die Spiele der Rainbow Six-Reihe zu den wohl anspruchsvollsten Vertretern des Taktik-Shooter-Genres. Erst als die Titel auch für Konsolen umgesetzt wurden, haben die Entwickler das Arcade-Gameplay mehr und mehr in den Vordergrund gestellt. Ein Versuch, die Serie endlich massentauglich zu machen. Vor allem Hardcore-Fans waren davon verständlicherweise alles andere als begeistert. Wer weiss, vielleicht ist man ja beim neusten Teil, Lockdown, wieder zu den Wurzeln der PC-Vergangenheit zurückgekehrt. Wir verraten es euch in unserem Test.



In "Rainbow Six: Lockdown" schlüpft ihr, wie schon beim Vorgänger, in die Rolle von Domingo Chavez, mit dem ihr einen Anti-Terror-Trupp durch insgesamt sechszehn Missionen führt. Dieses Mal geht es um einen äusserst gefährlichen Virus, mit dem man die ganze Menschheit innerhalb weniger Minuten auslöschen könnte. Da dieser dummerweise in völlig falsche Hände geraten ist, seid ihr die einzigen, die die Katastrophe jetzt noch verhindern können.

Wie schon bei den Vorgängern bestehen eure Aufgaben in Lockdown ebenfalls hauptsächlich darin, Geiseln zu befreien, bestimmte Personen auszuschalten und Bomben zu entschärfen. Taktisches Vorgehen ist dabei allerdings so gut wie gar nicht mehr gefragt. Genau genommen ist es gar schon fast überflüssig. Ein Grund dafür ist beispielsweise das äusserst nützliche Infrarotgerät, mit dem ihr Feinde auch durch Wände hindurch sehen könnt, was auch der Spannung einen wesentlichen Abbruch tut. Der einzige Nachteil ist, dass das kleine Gerät ziemlich viel Batterieenergie benötigt und deshalb nur mit Bedacht eingesetzt werden sollte.
Nichtsdestotrotz könnt ihr in Lockdown durchaus auch taktisch vorgehen. So könnt ihr euren drei computergesteuerten Kollegen wie gewohnt den Befehl geben, Türen zu öffnen, Schlösser zu knacken oder Räume zu säubern. Alternativ habt ihr auch die Möglichkeit, selbst voranzugehen und eure Teamkameraden anzuweisen, euch zu folgen. Dabei könnt ihr sämtliche Befehle entweder ganz klassisch mit dem Controller oder via Headset mit Hilfe von Sprachbefehlen geben. Das ist zwar ganz nett, funktioniert jedoch nicht immer einwandfrei. Wenn eure Kameraden anstatt einer Blend- plötzlich eine Splittergranate in einen mit Geiseln besetzten Raum werfen, kann das dann auch schon mal fatale Folgen haben. Das grösste Problem bei der ganzen Sache ist jedoch, dass keine deutsche, sondern lediglich eine englische Spracherkennung integriert wurde, was die ganze Sache zusätzlich erschwert. Daran ändert auch die im Handbuch aufgeführte phonetische Aussprache der einzelnen Befehle nichts.

Obwohl ihr hauptsächlich in der Haut von Domingo Chavez unterwegs seid, dürft ihr von Zeit zu Zeit auch in die Rolle des Scharfschützen Dieter Weber schlüpfen, mit dem ihr euren Kollegen aus verschiedensten Positionen ein paar Bösewichter vom Hals halten müsst. Das ist nicht nur ganz schön herausfordernd, sondern sorgt auch immer wieder für etwas Abwechslung. Wann genau der Wechsel jeweils stattfindet, dürft ihr allerdings nicht selbst bestimmen. Das allein wäre ja auch nicht sonderlich tragisch. Dass man jedoch noch nicht einmal beliebig in die Rollen der eigenen Teamkameraden schlüpfen kann, ist doch ziemlich enttäuschend. Hinzu kommt, dass ihr euch bei keiner Mission einen eigenen Trupp zusammenstellen dürft, wodurch das Spiel einen zunehmend an einen gewöhnlichen Ego-Shooter erinnert. Wenigstens habt ihr vor einem Auftrag jeweils die Möglichkeit, eine passende Ausrüstung zu wählen. Vom Nachtsichtgerät über diverse Granaten bis hin zum Sturmgewehr ist hier so gut wie alles vorhanden.

Rainbow Six - Lockdown
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Tim Richter

Rainbow-Six---Lockdown


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Tim Richter am 04 Okt 2005 @ 07:32
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