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Rampage - Total Destruction: Review

  Playstation 2 

Wie in einem schlechten Monsterfilm verwandelte sich der Spieler 1986 in einen riesigen Affen, eine Riesenechse oder einen Werwolf, wenn er dem Rampage-Spieleautomaten gegenübertrat. Wer es damals bis zum 128. Level durchhalten konnte, erhielt einen Credit gespendet. Doch kaum jemand überlebte mehr als fünf Levels, ohne nachzahlen zu müssen. Auch die Gewissheit, dass insgesamt 768 Levels auf einen warten würden, hielt die meisten nicht davon ab, ein kleines Vermögen in den Automaten zu werfen. Zwanzig Jahre später soll Rampage wiederbelebt werden und auf der Playstation 2 an alte Zeiten anknüpfen.

Von Riesenaffen und Riesenechsen

Mitte der 80er Jahre scheint sich Midway an die grossen Monster der Kinoleinwand erinnert zu haben. Durch Genmanipulation werden Menschen in Tiere verwandelt, die anschliessend von ihren Instinkten geleitet wie Godzilla die Grossstadt unsicher machen. Der Spieler übernimmt die Rolle der mutierten Viecher und hat dabei die Aufgabe, so viele Gebäude zu zerstören, wie nur möglich. Mit einigen wenigen Attacken lehrt man den Bewohnern das Fürchten, klettert wie Spiderman an den Fassaden empor und winkt wie King Kong von Hochhäusern herunter. Natürlich möchte die Menschheit nicht kampflos untergehen und schickt ihre tollsten und besten Militärhubschrauber ins Gefecht, die versuchen den Spieler zu stoppen.

Niemand ist vor den Biestern sicher, denn der Spieler macht auch vor Autos, Bussen, Booten, Panzern, Taxen und Polizeiwagen nicht halt. Verletzt wird man durch Explosionen, die verzweifelten Abwehraktionen des Militärs und durch Stürze von hohen Gebäuden. Lebensenergie kann aber leicht durch weitere Zerstörung und durch Aufsammeln von Gegenständen, die sich hinter Fensterscheiben verbergen, aufgefüllt werden. Der Spieler kämpft sich von Haus zu Haus, von Dach zu Dach und von Stadt zu Stadt, immer wütend tobend und unberechenbar für die Bewohner.

Ein Klassiker bleibt stecken

In der Playstation 2-Version hat man so gut wie überhaupt nichts verändert, abgesehen von einem schwachen Grafikupdate und dem Hinzufügen von zahlreichen neuen Monstern. Der Spieler bewegt sein Monster durch eine Möchtegern-3D-Welt und wird jeweils durch abgesperrte Areale zurückgehalten, bis alle Gebäude dem Erdboden gleichgemacht wurden, anschliessend geht's weiter zum nächsten Abschnitt. Was damals auf einem NES noch Spass gemacht hat, verkommt auf der Playstation 2 zu einem öden Buttonmashing. Dies liegt vor allem an der trägen Steuerung und der Tatsache, dass sich die Monster untereinander in ihrer Technik leider nicht unterscheiden. Dazu kommt, dass sich die Levels optisch ebenfalls zu stark gleichen und der Spieler lediglich mehr Gegner und höhere Gebäude zu sehen bekommt. Weiter schwächelt die Spielbarkeit beim Erklettern der Gebäude und beim Werfen von Fahrzeugen. Statt in die Richtung des nächsten Hochhauses, fliegen diese irgendwo ins Niemandsland. Für kurze Zeit kann das Spiel ans Gamepad fesseln, doch spätestens wenn der Spieler die alten Klassiker, die sich ebenfalls auf der Disc befinden, anzockt und merkt, dass sich spielerisch bis heute so gut wie gar nichts verändert hat, verliert die Neuauflage viele Punkte und der Spieler bleibt bei den Arcade-Versionen stecken. Die Möglichkeit, das Abenteuer kooperativ mit einem Freund aufzunehmen, verbessert den Eindruck nur minimal. Spätestens wenn in einem weiteren Modus fremde Monster vom Punktesammeln abgehalten werden sollen, fehlen Spezialattacken, die endlich Abwechslung ins Spiel bringen würden.

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Severin Auer

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Severin Auer am 31 Mai 2006 @ 14:17
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