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Resogun: Review

  Playstation 4 

Man mag von Menge, Eigenständigkeit oder auch Exklusivität der zum Start der PlayStation 4 verfügbaren Spiele halten, was man will. Call of Duty? Gibt's doch auch für die alten Konsolen. Assassin's Creed IV? Der Teufel würde geweihtes Wasser trinken, wäre es nicht mehr für die alte Konsolengeneration erschienen. Killzone? Sicherlich, ein knackiger Shooter, der jedoch eklatante inhaltliche Schwächen aufweist. Doch andererseits: Es gab auch schon schlechtere Startaufgebote. Und wenn wir's recht bedenken, weist das Aufgebot der PlayStation 4 sogar ein kleines - wortwörtlich, verschlingt es doch gerade mal um die 450 MB auf der Festplatte - Juwel auf: Resogun aus dem Hause Housemarque (Super Stardust HD, Dead Nation) ist der Überraschungs-Hit auf der neuen Sony-Konsole.

Simpel komplex

Als wir wenige Wochen vor dem offiziellen europäischen PlayStation-4-Start im Rahmen eines geschlossenen Presse-Events zum ersten Mal Hand an Resogun anlegen konnten, fühlte sich das an wie der Sprung ins kalte Wasser. "Save the last humans", klang es aus dem Lautsprecher des Controllers. "Was zum ... welche Menschen?", klang es aus unseren biologischen Lautsprechern. Resogun konterte: "Keepers detected!" Auf dem Bildschirm war bereits die Hölle los, vor lauter Partikeleffekten konnten wir kaum etwas erkennen, Stresshormone setzten ihre Wirkung frei, und bevor wir auch nur ansatzweise etwas entgegnen konnten, schrie uns Resogun wehleidig klingend mit einem gepfefferten "Human lost!" an. Was war passiert? Was genau sollten wir eigentlich tun? Wir senkten den Controller, senkten das Haupt, bekamen ein schlechtes Gewissen. "Verdammt, vielleicht doch besser nicht auf der höchsten Schwierigkeitsstufe spielen", dröhnte es durch unseren Schädel. "Oder noch besser. Daheim, in aller Ruhe, im bequem eingerichteten Testlabor - dort plücken wir es auseinander", hallte es nach. Resogun erklärt wenig, ist letztlich aber selbsterklärend. Und das ist gut so - Dark Souls lässt grüssen.

Aber zurück zum bequemen Auseinanderpflücken: Fast zwei Wochen befindet sich die PlayStation 4 nun im Dauerbetrieb bei uns, und praktisch kein Tag verging, an dem wir uns nicht auch an Resogun vergriffen. Und das hat auch einen Grund. Er steht bereits im Titel dieses Absatzes. Resogun ist spielerisch so simpel wie komplex, verwöhnt die Augen mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde, lässt mit unzähligen Partikeleffekten die Tränenwasserproduktion auf Hochtouren laufen und verzückt die Ohren mit einem Soundtrack, der sich gewaschen hat. Doch was ist Resogun eigentlich? Kein tiefgründiges Storywerk, so viel steht fest. Eure Aufgabe ist es, die letzten menschlichen Überlebenden aus fernen Kolonien vor einer bösen Alien-Invasion zu retten. Das wär's. Und es ist überdies komplett optional. Ihr erlebt den nächsten Level selbst dann, wenn keiner überlebt. Wäre da nicht eine Institution namens "Gewissen" - und wären da nicht die Punkte, die es für gerettete Überlebende gibt.



Einer nach dem anderen

Doch wenn auch optional, ist das Retten der grünen Menschlein eine der treibenden Kräfte des Spiels. Und das nicht nur, weil man dafür mit Trophäen fürs PlayStation-Network-Konto belohnt wird. In der Tat gewinnt das Shoot-'em-up aufgrund der Menschenrettung eine motivierende, fast schon taktisch angehauchte Ehrenkomponente hinzu. Die zu rettenden Menschen befinden sich nämlich einzeln gefangen in Kästen, die innerhalb der einzelnen Welten verteilt sind. Befreien könnt ihr sie, indem ihr Keeper, grün schillernde Gegnervarianten, die in regelmässigen Abständen auftauchen und meistens festgelegten Bahnen folgen, abschiesst.

Resogun
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Andy Wyss


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Andy Wyss am 12 Dez 2013 @ 15:47
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