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Rez: Review

  Playstation 2 


Das Genre der herkömmlichen Ego-Shooter ist auf der PlayStation 2 mit Unreal Tournament, Quake III, Red Faction und Half-Life ja reichlich vertreten. Das sah wohl auch Entwickler Tetsuya Mizuguchi und werkelte nun in den vergangenen Monaten mit Sega zusammen an einem derart speziellen Ego-Shooter, den es so noch nie gab. Das im Voraus gelobte und entspannende Shooter-Prinzip mit der ausgefallenen, aber bunten Vektorgrafik und dem beeinflussbaren Technosound liess wieder mal auf ein total neues und innovatives Spiel hoffen. Wie diese eigenartige Kombination von Grafik und Sound jedoch schlussendlich ausgefallen ist und wie sich das Spiel generell schlägt, erfahrt ihr hier in unserem Test!

Einleitung

Der Mann, welcher für dieses ehrgeizige Projekt verantwortlich ist, fühlt sich auf den Namen Tetsuya Mizuguchi angesprochen. Er ist unter anderem für die Sega Rally-Serie verantwortlich und verschaffte sich mit dem Titel Space Channel 5 grossen Respekt unter den Spielekritikern. Nun schreiben wir das Jahr 2002 und Mizuguchi hat schon sein neustes Spiel, welches ursprünglich K-Projekt getauft wurde, nun aber bereits seit einigen Wochen unter dem schlichten Namen Rez in den Läden erhältlich ist, am Start. Rez, dessen Namen sich übrigens an die Wörter disappear (=verschwinden) und dissolve (=auflösen) lehnt, und vom Disney Film Tron entnommen wurde, soll kein herkömmlicher 08/15 Shooter sein, wie es solche heute zuhauf gibt. Nein, Mizuguchi versprach mit Rez ein einmaliges und innovatives Spiel zu erschaffen, welches so noch nie gab und alles andere als ein Standart-Shooter sein soll...

Story

Obwohl die Story bei diesem Spiel höchstens zweitrangig ist, möchten wir sie an dieser Stelle trotzdem erzählt haben. Ihr selbst schlüpft dabei in die Rolle eines anfangs groben Polygon-Männchens. Wer oder was man allerdings ist, wird von der Story nicht genauer erzählt. Auf jeden Fall müsst ihr euch in den Cyberspace des extrem leistungsstarken Hightech-Computers Projekt-K begeben. Auf dem Weg zum Herzstück des Rechners - der künstlichen Intelligenz - müsst ihr alle Viren und Firewalls vernichten bzw. ausschalten. Grund für eure Reise ist Eden, welcher ursprünglich als künstliche Intelligenz im oben erwähnten Rechner gearbeitet hat. Als er mit der Zeit über seine Existenz nachzudenken begann und diese schliesslich in Frage stellte, passierte das was kommen musste. Er machte sich selbständig und wurde zu einer unkontrollierbaren Bedrohung für die ganze Menschheit...

Modi

Habt ihr das Spiel eingelegt und die Konsole gestartet, kommt ihr nach einer kurzen Introsequenz in das nicht wirklich liebevoll aufgemachte Menü. Zur Auswahl stehen euch nebst den Optionen und dem Storymodus die Spielmodi Reise und Punkte-Attacke sowie ein kleines Tutorial. Bei letzterem werdet ihr langsam und Schritt für Schritt in das etwas ungewohnte Gameplay von Rez eingeführt. Im Storymodus geht es dann allerdings schon etwas deftiger zur Sache, denn die fünf Welten, welche in je zehn Levels unterteilt sind, warten nur so darauf von euch durchgespielt zu werden. Für die etwas ruhigeren Gemüter ist der sogenannte Reise-Modus von Vorteil. Bei diesem Modus kann man die entspannende Wirkung des Spiels voll auf sich einwirken lassen, denn fallende Lebensleisten gibt es hier nicht. Auch der letzte Modus weist im Vergleich mit dem Storymodus keine gravierenden Unterschiede auf. Die einzige Änderung besteht darin, dass man bei diesem Modus nicht auf das Freispielen von weiteren Welten aus ist, sondern viel mehr seine eigenen Highscores zu toppen versucht.



Trotz einigen freispielbaren Goodies wie einem Boss-Modus, neue Ebenen oder Cheats, welche ein mehrfaches Durchspielen des Storymodus durchaus berechtigen, ist Rez ein recht kurzes aber intensives Vergnügen, beträgt doch die Spieldauer für den Storymodus alleine lediglich ein paar wenige Stunden.

Gameplay

Die Steuerung von Rez ist äusserst einfach und mit der Erwähnung des X-Buttons eigentlich erklärt. Dieser Knopf dient nämlich zur Steuerung des Lock-On System, welches nach einfachem drücken die Gegner automatisch anvisiert und durch einen weiteren Knopfdruck auch zerstört. Damit man die Gegner allerdings überhaupt anvisieren kann, muss man wahlweise mit dem Analog-Stick oder dem Digitalkreuz den rechteckigen Cursor auf die Gegner halten. Für eine etwas schlagkräftigere Waffe sollte man den Kreisbutton betätigen. Obwohl man mit den durch den X-Button abschiessbaren Einzelschüssen gut zurecht kommt, bringen die limitierten Bomben der Kreistaste etwas mehr Schwung in die Sache. Den Rest, wie beispielsweise durch die Welten fliegen oder nach Vorn und Hinten schauen macht das flotte Strichmännlein allerdings völlig von alleine.

Habt ihr euch in einem Level eine Weile lang wacker geschlagen, so fliegt euch bald der Kennwortschutz fürs nächste Level entgegen. Durch mehrere Schüsse auf dieses Projektil lässt sich das Kennwort problemlos knacken und eurem Eintritt ins nächste Level steht nichts mehr im Wege. Während ihr euch nun durch die Level begebt ist immer darauf zu achten, dass ihr auch die Extras wie neue Lebensenergie oder zusätzliche Overdrive-Bomben im üblichen Prinzip einsackt. Im zehnten Level steht ihr schlussendlich einem etwas kniffligerer Zwischengegner gegenüber, welcher sich nach kurzem betätigen der Hirnzellen aber meist auch problemlos zerstören lässt.

Das Einzigartige an dem Spiel ist aber die grossartige Harmonie zwischen Spiel und Musik, welche das Ganze zu einem in Wörtern fast nicht ausdrückbaren Erlebnis verschmelzen lässt. Jeder Schuss, jeder Treffer, alleine sogar das Anvisieren löst einen eigenen Sound aus und soll den Spieler laut Mizuguchi in einen tranceartigen Zustand versetzen. Die Entwickler experimentierten sogar extra mit musikalischen Effekten herum, damit sie herausfinden konnten, auf welche Art von Sound die Menschen reagieren und bestimmte Gemütszustände hervorrufen. So meditativ dies auch klingen mag, zieht Rez den Spieler vor dem Fernsehern mit der Zeit wirklich in seinen Bann...

Weiss man mit dem Spiel umzugehen, so verändert sich mit der Zeit die Umgebung. Selbst das grobe Männlein wird nun etwas bunter und auch die Musik wird zunehmend interessanter und vor allem schneller.

Technik

Die Optik von Rez ist eine sehr spezielle und gewagte Mischung aus Vektorgrafik und Cell-Shading, und erinnert viel mehr an eine etwas zu bunt geratene Testgrafik für die Entwickler, als an eine fertige Spielgrafik. Dennoch kann die fast texturlose Grafik zweifellos überzeugen und zeigt einmal mehr zu was allem die PlayStation 2 im Stande ist. Sehr lobenswert ist auch, dass sich das Spiel sowohl in einem 50- als auch in einem 60-Herz-Modus spielen lässt.

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Admin am 11 Mrz 2005 @ 07:49
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