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Rise to Honour: Review

  Playstation 2 


Jet Li wird wohl jedem Martial-Arts Fan ein fester Begriff sein. Er ist einer der wenigen asiatischen Film-Stars, die den Sprung nach Hollywood geschafft haben. Mit Filmen wie Romeo Must Die, Kiss of the Dragon, aber auch asiatische Produktionen wie Fist of Legend und Once Upon a Time in China bewies er, dass er wohl einer der besten Martial-Arts Künstler ist. Da die Entwicklung bereits so weit nach vorne geschritten ist und es mittlerweile möglich ist, die Bewegungen und Kämpfe von Jet Li 1:1 zu digitalisieren, widmete Sony dem Schauspieler ein Game, das alles bisherige aus dem gleichen Genre in den Schatten stellen soll.

Rise to Honour

Die Story ist schnell erzählt: Als Spieler schlüpft ihr in die Rolle des Bodyguards Kit Yun, der wiederum von keinem geringeren als Jet Li gespielt wird. Der Bodyguard hat die Aufgabe seinen Boss, der wie ein Vater zu ihm war - sein richtiger Vater verstarb kurz nach Kits Geburt - zu beschützen. Leichter gesagt als getan, denn kurz nach Beginn des Spiels wird dieser von einem Attentat heimgesucht, und wie es in Filmen so ist, können sie noch kurz vor dem Tode die letzten Sätze sprechen, die sie auf dem Herzen haben. So bekommt Kit von seinem Boss einen Brief, den er unbedingt seiner Tochter Michelle nach San Francisco bringen soll. So macht sich unser Held auf den Weg, um den letzten Wunsch seines Arbeitgebers zu erfüllen.

Gameplay


Rise to Honour ist unterteilt in insgesamt 63 Kapitel. Diese fallen allerdings im Spiel nicht auf, da das Ganze recht flüssig aneinander gereiht wurde und nicht durch Unterbrechungen gestört wird, die meist die ganze Film-Atmosphäre in Stücke reissen. Die Kapitel dienen nur dazu, jeden Abschnitt jederzeit nochmals spielen zu können, falls man das Bedürfnis danach hat. Im Spiel selber gestaltet sich das Gameplay recht abwechslungsreich, da man in unregelmässigen Abständen immer etwas anderes macht. So kämpft man sich mal gegen zehn verschiedene Gegner, flüchtet vor einem Helikopter, ballert sich durch zig Banditen oder schleicht sich durch enge Gänge, die von Sicherheitsmännern bewacht werden.



Hierbei ist die Steuerung immer recht simpel - schon fast zu simpel - gehalten und man benötigt meistens nur die beiden Sticks und die Schultertasten. Das Kämpfen wurde ein bisschen unglücklich gelöst, da man die waaghalsigsten Combos nur durch Umherschwingen des rechten Analog Sticks vollführen kann. Hat man einen Gegner im Visier, muss man den rechten Stick einfach in dessen Richtung bewegen und schon macht unser Held einen Zehner Combo und schickt denjenigen in`s Jenseits. Auf diese Weise kann man dafür aber etwa fünf bis zehn Gegner locker auf`s Korn nehmen, wobei es mit der Zeit recht unangenehm für den Daumen sein kann, wenn man die ganze Zeit mit dem rechten Stick rumhantieren muss. Kontern und ausweichen funktioniert natürlich auch auf Knopfdruck, und verlangt überhaupt kein Reaktionsvermögen. Hinzu kommt noch eine Adrenalin-Anzeige, die stets durch Combos und Einnahmen von Treffern gefüllt wird. Blinkt diese einmal auf, kann man noch schnellere und für die Rivalen kaum blockbare Angriffe starten.

Auch die restlichen Funktionen wie Springen, Gegenstände aufheben, Hangeln, Verstecken, Gegner packen oder andere Aktionen wurden sehr simpel gelöst, nämlich durch Druck auf die R1 Taste. Sobald am unteren Bildschirmrand ein Jump, Hide oder andere möglichen Befehle steht, kann man diese auf Knopfdruck ausführen. Beim Schiessen - wer hätte es gedacht - wurde es auch so unkompliziert wie möglich gestaltet. Steht ein Gegner vor euch, richtet den Stick nach vorn und smasht auf dem R2 Button rum und der Rest übernimmt der Protagonist.

Die Schiessereien werden aufgelockert durch Slow-Motion Jumps in guter alter Max Payne Manier und auch beim Kämpfen, kann man zum Beispiel Gegenstände wie Baseball Schläger aufheben und sich zu Nutze machen. Das Geschehen wird dadurch stets aufgelockert. So hat man mal die Möglichkeit die Gegner von einer Brücke zu schubsen oder kann seine eigene Partnerin umherschwingen und die nahegelegenen Schergen auf Distanz halten. Allgemein ist das Gameplay sehr abwechslungsreich und auch die Präsentation ist grandios und kann locker mit Hollywood Niveau mithalten. Dieser sehr positive Eindruck wird leider durch die verkorkste Steuerung und durch das anspruchslose Gameplay zu Nichte gemacht - Schade!

Wer im Spiel jedoch mal ein bisschen weiter ist, kann mit der Zeit weitere Extras freispielen, die im Startmenü anwählbar sind. So kriegt ihr einen Einblick hinter die Kulissen und besonders die Interviews mit Jet Li, Corey Yuen (Choreograph) und den Machern sind sehr interessant. Auch das Making Of von der Motion Capture Technik sind besonders für Martial Arts Fans eine pure Freude, da man sieht, dass die Entwickler und die anderen Mitwirkenden wirklich Spass an der Sache hatten. Artworks von den Charakteren und den Szenarien kann man sich auch ansehen. Solche Gimmicks sind bei uns Zocker immer willkommen!


Rise to Honour
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Admin am 11 Mrz 2005 @ 07:52
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