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Shadow of the Colossus: Review

  Playstation 2 

Wie definieren sich eigentlich Höhepunkte der Spielgeschichte? Durch einzigartige Momente, die den Spieler nicht mehr loslassen, sondern immer und immer wieder an den Controler fesseln. Shadow of the Colossus hat eindeutig das Zeug dazu, einer oder besser gesagt einer der letzten Höhepunkte der PS2-Ära zu sein. Die Macher von ICO haben hier ein Meisterwerk abgeliefert, dass immer wieder Momente auf den Bildschirm zaubert, die man in Worten schlecht beschreiben kann. Wir versuchen es trotzdem.

Es ist eine tragische Geschichte, die Shadow of the Colossus erzählt. Unser junger Held ist verliebt, doch seine Angebetete wurde verflucht und musste deswegen sterben. Doch man erzählt sich Geschichten von einem fernen Ort, dessen mystische Geschöpfe ihm seine Liebste zurück ins Leben holen können. Also schnappt er sich Schwert und Bogen, zieht sich die lederne Tunika über, schwingt sich auf sein treues Ross Agro und nimmt die beschwerliche Reise auf sich. Eine riesig lange Brücke deutet an, dass er am Ziel ist, doch er ahnt nicht, dass die Strapazen erst anfangen. Die Brücke führt zu einem Tempel, in dem sechzehn Götzen stehen, jeder steht für einen Koloss und ist an diesen gebunden. Nun wird von unserem Helden gefordert, jede Statue zu zerstören, indem die riesigen Monster mit Hilfe seines magischen Schwertes getötet werden. Sechzehn Mal muss er nun also ausziehen, seinen nächsten Gegner suchen und durch eine geschickte List sein Ziel erreichen.

Ausser den Kolossen gibt es sonst nichts zu bekämpfen in den weitläufigen und schön gestalteten Landschaften. Nur ein paar Vögel, Kleintiere und Insekten kreuzen zwischendurch euren Weg, ansonsten ist alles unbewohnt und euer Held mutterseelenallein. Als Entschädigung durchqueren wir felsige Wüsten, dunkle Wälder und weite Ebenen. Fast fühlt man sich in einem der riesigen Onlinerollenspiele verloren, so weitläufig ist die Welt. Doch das tut dem Spielspass und Umfang keinen Abbruch. Ist der erste Koloss erst einmal gesichtet, verfliegt die anfängliche Skepsis sofort, um einem „Wow“ Platz zu machen und der Kampf beginnt. Wo ist die Schwachstelle des riesenhaften Geschöpfes? Gar nicht so einfach herauszufinden, denn es schlägt ständig nach uns und kann kräftig austeilen. Doch es ist nicht so agil, so dass wir nach relativ kurzer Zeit die hintere Wade ausmachen und mit einem beherzten Stich in selbige das Ungetüm auf die Knie zwingen und so mühsam nach oben klettern können. Jetzt beginnt der Part, der am ehesten mit Prince of Persia verglichen werden könnte. Artistisch wird euer Held sich am Fell festgehalten und sich immer weiter nach oben hangeln. Alles Schütteln und Wehren bringt dem Viech jetzt wenig, denn wir sind auf dem Weg und nichts kann uns jetzt mehr aufhalten, ausser unsere Ausdauer vielleicht. Geht die Kraft in den Händen zur Neige, fällt unser Held unsanft zurück auf den Boden der Tatsachen und alles beginnt von vorne. Also solltet ihr euch möglichst rasch eine ruhige Stelle auf dem Rücken des Kolosses suchen und euch regenerieren, bevor der finale Aufstieg beginnt. Ganz zum Kopf müssen wir und geben hier dem Riesen den Rest. In einer schönen Cutscene fällt er zu Boden, wir sind erleichtert und der Held hat seine erste Aufgabe gemeistert. Nicht schlecht für eine Aufwärmübung, denn alles danach wird deutlich mehr Kopfschmerzen bereiten.

Shadow of the Colossus
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Dennis

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Dennis am 21 Feb 2006 @ 13:32
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