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Shiness: Review

  Playstation 4 

Indie-Entwickler haben es nicht immer leicht. Selbst in Zeiten von Crowdfunding und ähnlichen Möglichkeiten ist eine erfolgreich abgelaufene Finanzierung noch längst kein Garant dafür, später auch Erfolg zu haben. Dies gilt wohl auch für Shiness: The Lightning Kingdom, das nach langem Warten kürzlich endlich auf den Markt gekommen ist. Dabei konnte der Titel aber längst nicht jeden Unterstützer begeistern. Wie wir auf das bunte Abenteuer reagiert haben, erfahrt ihr im Test zum Action-RPG.

Bunt, bunter, Shiness

Shiness: The Lightning Kingdom wurde bereits vor einigen Jahren über die Kickstarter-Plattform erfolgreich finanziert. Doch allein diese Tatsache hat leider nicht dazu geführt, dass die Macher den anvisierten Starttermin einhalten konnten. Letztlich entschied man sich doch dazu, die Unterstützung eines Publishers zu suchen. Mit Focus Home Interactive konnte man das Action-RPG nach einer verlängerten Wartezeit aber nun endlich in den Handel bringen. Doch was kriegt man, wenn man sich für das Indie-Projekt entscheidet?

Zunächst einmal wird der eine oder andere Spieler in Sachen Handlung bitter enttäuscht werden. Grund dafür sind sicher nicht die beiden Hauptfiguren Chado und Poky, die durchaus ein wenig Sympathie erzeugen können. Die beiden haben sich mit einem Fluggefährt zu einem Abenteuer aufgemacht, um das geheimnisvolle Reich des Lebens zu entdecken. Doch bevor sie dort ankommen, stürzen sie in einer fremden Welt ab. Umringt von vielen neuen Figuren, werden die Pläne ein wenig abgeändert, denn fortan gilt es, für Gerechtigkeit zu sorgen und den fiesen Gestalten dieser Welt den Garaus zu machen. So weit, so gut, doch wirklich interessant wird die Story eben nicht gestaltet. Gerade zu Beginn wirkt alles sehr durcheinander, und es braucht eine Weile, bis man verstanden hat, worum es überhaupt geht.


Zum Leidwesen der Spieler wird man aber auch mit vielen unwichtigen Dialogen zugeschüttet, sodass es schwer wird, zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen zu filtern. Größere Ereignisse werden zwar in Form von Comicstrips veranschaulicht und wirken dadurch auch deutlich hochwertiger, doch wirkliches Interesse keimt auch hier nur selten auf. Schade, hätte man aus der bunten Welt doch noch ein wenig mehr herausholen können. In Sachen Gestaltung kann der Titel stellenweise nämlich durchaus überzeugen. Die Optik, die in Cel-shading-Manier daherkommt, ist sicherlich nicht auf der Höhe der Zeit, doch die wirklich ziemlich bunte Welt hat einen gewissen Charme.

Da gerade Indie-Entwickler oft nur ein gewisses Budget zur Verfügung haben, hat sicherlich niemand einen Grafikkiller erwartet. Doch ist es besonders die Technik, die Shiness oftmals das Genick bricht. Ruckler und Clipping-Fehler trüben oftmals das Erlebnis, und es kommt zum Beispiel nicht gerade selten vor, dass die Figur an Objekten hängen bleibt und sich nicht mehr rühren kann. So etwas sorgt natürlich nicht selten für Frust und hätte einfach nicht sein dürfen, zumal auch Abstürze hin und wieder vorkommen.

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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 07 Jun 2017 @ 10:15
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