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Silent Hill - Downpour: Review

  Playstation 3 

Die Thematik rund um Horror, Angst und Schrecken hat sich letzter Zeit immer mehr aus der Videospielindustrie verabschiedet. Bei derart hohen Produktionskosten wollen Entwickler natürlich möglichst viel Geld herausholen. Dass das in solchen Nischen nicht sonderlich leicht ist, sollte klar sein, weshalb viele Spieleschmieden eher zur Action übergegangen sind. Bestes Beispiel ist Resident Evil, das schrittweise vom Überlebenshorror abgewichen ist und stattdessen lieber Feuergefechte gegen Untote lieferte. Die Hoffnung stirbt für Genre-Anhänger jedoch zuletzt. Vielleicht kann ja das neue Silent Hill für stimmige Schockmomente sorgen.

Alle Wege führen nach Silent Hill

Mit Silent Hill bietet sich eine der wohl beliebtesten Reihen aus dem Hause Konami an. In den vergangenen Jahren geriet die Serie aber zusehends ins Straucheln und konnte nur noch wenige Fans für sich begeistern. Mit jedem neuen Ableger wurden die Versprechen grösser. Diese Luftblasen wurden jedoch allesamt zum Platzen gebracht, weshalb auch die Skepsis rund um Silent Hill - Downpour kaum geringer war. Wieder war ein neues Entwicklerstudio am Werk, das abermals die Wurzeln der Serie emporbringen wollte. Genau dies sollte auch dringend nötig sein, denn gerade nach dem letzten Ableger wurde Silent Hill in eine für Fans sehr unerfreuliche actionorientierte Richtung gebracht. Dabei ist der Spross doch seit jeher ein Ausdruck für Horror und Schrecken und konnte besonders in seinen Hochzeiten für schlaflose Nächte sorgen.



Zumindest der Einstieg lässt nicht gerade auf Wunder hoffen, da hier nicht ganz auf Klischees verzichtet wurde. So übernimmt man die Rolle eines Gefängnisinsassen namens Murphy Pendleton. Am Tag seiner Versetzung in einen anderen Straftrakt gerät der Transport von der Strasse ab, weshalb die Hauptfigur plötzlich auf freiem Fuss ist. Dieses Szenario hat man wohl schon in so manchem Hollywood-Streifen gesehen. Doch irgendetwas ist anders, von anderen Personen fehlt nämlich jede Spur. So dauert es auch nicht lange, bis der Protagonist auf die erste Leiche trifft, die definitiv nicht durch den Unfall gestorben ist. Mysteriös ist das Unterfangen im Wald und in dichtem Nebel auf alle Fälle, doch ein Zufall scheint es nicht zu sein, schliesslich befindet sich der Spieler nur unweit vom verfluchten Örtchen Silent Hill.

Der etwas introvertierte Charakter bahnt sich zunächst einen Weg in die Stadt, um zumindest vom Unfallort und den dortigen Geschehnissen wegzukommen. Wirklich viel gibt er dabei nicht von sich preis. Was der Charakter verbrochen haben soll und wie es zur Verlegung kam, erfährt man erst im späteren Verlauf. Es gilt daher vielmehr, die eigene Psyche zu ergründen, statt herauszufinden, weshalb die Stadt so ist, wie sie ist. Sicherlich mögen einige Details der Handlung recht vorhersehbar sein, aber trotzdem weiss die Präsentation letztlich zu gefallen. Die Methoden, die zur Seelenerforschung gewählt wurden, wirken im Gameplay-Kontext ausserordentlich einfallsreich und binden damit immer wieder die Beziehung zwischen Spieler und Charakter. Dafür bleiben die Nebenfiguren in Silent Hill - Downpour eher auf der Strecke und erhalten zumeist nur kleinere Auftritte, die ohne grössere Konsequenzen bleiben, wobei das nicht für alle Personen gelten mag.

Silent Hill - Downpour
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Daniel Dyba


Silent-Hill---Downpour


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Daniel Dyba am 10 Apr 2012 @ 20:05
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