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Sniper - Ghost Warrior: Review

  Playstation 3 

Der moderne Krieg wird nicht mehr Mann gegen Mann ausgetragen. Das war spätestens im Ersten Weltkrieg der Fall, und seitdem setzt die moderne Militärindustrie alles daran, mit möglichst wenigen menschlichen Opfern auf der eigenen Seite dem Gegner grösstmögliche Schäden zuzufügen. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der Scharfschütze ein. Wer wissen mag, wie die Ausbildung eines solchen Elitesoldaten abläuft, der findet in Anthony Swoffords Buch "Jarhead: Im Krieg: Erinnerungen eines US-Marines" (oder dessen Verfilmung "Jarhead") eine interessante Schilderung des Werdegangs - inklusive aller Hochs und Tiefs, die so ein Soldatenleben mit sich bringt. Und wer selbst in die Haut eines Snipers schlüpfen möchte, könnte mit Sniper - Ghost Warrior glücklich werden.

Peng!

Das sorgte vor einem Jahr für Furore. Nicht nur, weil es Billighersteller City Interactive gewagt hatte, das erste Produkt der eigenen Linie im Midprice-Segment (erfolgreich) zu veröffentlichen, sondern auch, weil die Ansätze des Spiels durchaus gut waren, deren Umsetzung aber weniger. Das traf auf die hammerharte und unberechenbare KI zu, die euren Sniper selbst aus 5 km Entfernung mit einer Pistole erlegen konnte. Das ging weiter über die hakelige Steuerung, deren Kollisionsabfrage nur sehr selten exakt funktionierte, und gipfelte in einer x-beliebigen Story.

Sniper - Ghost Warrior Bild
Am Plot hat sich innerhalb der letzten zwölf Monate nichts geändert: Noch immer gilt es, General Vasquez ausschalten, der sich in einem kleinen Inselstaat an die Macht geputscht hat und die dortigen Drogenanbaugebiete seinem eigenen Kartell zuführen möchte. Das sollt ihr verhindern und ballert euch somit durch wunderschön anzusehende Dschungelwelten. Moment! Ballern? Ja, denn der triste, fast schon langweilige Alltag eines Snipers mit dem Finden einer richtigen Position zum Ausschalten seines Ziels, sowie der Bestimmung von Windrichtung und -geschwindigkeit wird vom Spiel nur oberflächlich wiedergegeben. Die Punkte, an denen ihr das Scharfschützengewehr auspacken müsst, sind klar vorgegeben. Eine Hilfsmarkierung im Visier zeigt euch, wo die Kugel einschlagen wird. Nett für Einsteiger, störend für fortgeschrittene Spieler, die in der Kampagne wohl gerne auf diese Art von Hilfe verzichtet hätten.

Bunter, besser?

Die PlayStation 3-Fassung kann aber im Vergleich zu den anderen Versionen in vielen Bereichen punkten. Grafisch beispielsweise. Die Chrome-Engine 4 (Call of Juarez - Bound in Blood, Nail'd) zaubert dichte, glaubwürdige Flora auf den Bildschirm, überzeugt mit enormer Weitsicht und schönen Farbspielen. Die Kehrseite sind die oft einbrechende Framerate und das sporadisch auftretende Tearing, die aber noch verschmerzbar sind. Soundtechnisch gibt sich der Titel solide. Die deutsche Sprachausgabe kann überzeugen, der Mix zwischen Musik und Hintergrundgeräuschen könnte aber besser abgestimmt sein.

Sniper - Ghost Warrior
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Daniel Wendorf

Sniper---Ghost-Warrior


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Daniel Wendorf am 06 Jun 2011 @ 10:43
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