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Sniper Elite III: Review

  Playstation 4 

Die Sniper-Elite-Serie besteht schon seit einigen Jahren und wurde bislang mit zwei mehr oder minder verhalten aufgenommenen Teilen bedient. Ein dritter Sprössling soll es nun richten und den Anhängern der Scharfschützenkunst doch noch ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern. Doch gelingt den Mannen von Rebellion, die mit diesem Titel auch den Sprung auf die neue Generation der Konsolen wagen, hier mal wieder ein kleiner Glücksgriff? Wir haben uns der ehrenvollen Aufgabe angenommen, mit Präzision und Taktik das Schlachtfeld zu erobern.

Scharfe Schüsse!

Wenn es einen Schauplatz gibt, den wohl jeder Spieler in virtueller Form bereits mindestens einmal vorgesetzt bekommen hat, dann ist es wohl der Zweite Weltkrieg. Und doch sind es gerade die Shooter, die immer noch auf dieses Geschehniss zurückgreifen, um ein historisch passendes Gewand zu tragen. Dabei geht es oft in die Normandie oder an andere Orte, an denen legendäre Schlachten gekämpft wurden. Afrika kommt dabei eher selten vor und wirkt gerade deswegen im Hinblick auf den Ort des Geschehens relativ unverbraucht. Genau hier ist eben auch die Geschichte von Sniper Elite III angesiedelt, die einen direkt in das Jahr 1943 führen soll.

Inmitten des grausamen Krieges ist es mal wieder eine einzige Person, die es richten darf, und die ist erwartungsgemäss der Charakter, den der Spieler nach einer kurzen Einleitung steuert. Kurz ist hier übrigens sehr beschreibend, denn eine allzu umfassende Handlungslinie sollte an dieser Stelle keiner erwarten. Der Charakter selbst macht sich auf die Suche nach einem ganz bestimmten Nazigeneral. Der Grund hierfür sind Berichte, nach denen der Befehlshaber eine grausame Waffe baut, die kriegsentscheidend sein könnte. Der Wehrmacht wenig zugetan, möchte die Spielfigur genau solch ein Szenario verständlicherweise verhindern und begibt sich daher auf Spurensuche.

Sniper Elite III Bild
Wie erwähnt ist die Handlung kaum der Rede wert, und ebenso die Zwischensequenzen, die zumeist vor dem Beginn eines neuen Levels ablaufen, können wenig bis gar keine Spannung in diesem Bezug aufbauen. Schade, denn die Rolle des Einzelgängers, der sich gemeinsam mit seinem Scharfschützengewehr quer durch Afrika begibt, hätte man definitiv noch ausstaffieren können. Doch wer sich an diesem eindeutigen Manko nicht stört, bekommt nichtsdestoweniger eine überraschend solide und teilweise erfrischende Kampagne vorgesetzt. Der Grund hierfür wird schnell klar, denn dem Spieler wird eine relativ grosse Freiheit gelassen, was durch die offene Spielwelt natürlich begünstigt wird. Wer einen linearen Levelschlauch erwartet hat, irrt nämlich. Jede Mission findet auf einer grossen Karte statt, die zumeist von Beginn an frei beschritten werden darf.

Die Flächen sind stets sehr gross und bieten dem Spieler vielfältige Möglichkeiten, um sich taktisch auszutoben. Dies ist aber auch abhängig von der Aufgabenstellung, die wiederum keine besonderen Ideen auf Lager hat. Erwartungsgemäss müssen häufig Feinde aus der Ferne ausgeschaltet werden, oder aber es gilt, bestimmte Objekte wie etwa Fuhrparks oder Artilleriegeschütze aus dem Weg zu räumen, um den Gegner zu schwächen. Mal gibt es nur ein Ziel, häufig aber auch mehrere, wobei man die Priorität dann selbst wählen darf. Zudem kommen in jedem Gebiet einige optionale Ziele hinzu, deren Erfüllung weitere Erfahrungspunkte mit sich bringt. Diese werden im Übrigen dazu genutzt, um im Rang aufzusteigen, womit sich neue Waffen und Items zur Ausrüstung hinzufügen lassen.

Sniper Elite III
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 02 Jul 2014 @ 20:41
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