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Soul Calibur VI: Review

  Playstation 4 

Nachdem Fans des Kampfspielgenres im vergangenen Jahr mit Tekken 7 versorgt wurden, legt Bandai Namco 2018 nach und setzt mit SoulCalibur VI nun auch die zweite große Spielreihe fort. Ob uns der neueste Ableger des Klassikers überzeugen kann, verrät euch dieser Test.

Zurück zu den Anfängen der Legende

Herzstück von SoulCalibur VI ist der Storymodus Seelen-Chronik, der uns zurück zu den Ursprüngen der Sage rund um das verfluchte Schwert Soul Edge führt. Wir steigen im Jahr 1583 in das Spiel ein, wo das Übel seinen Anfang nahm. Im Prolog erfahren wir anhand von teils bewegten Bildern, dass Soul Edge zunächst im Besitz eines Piraten war und sich zwecks Anpassung an den Kampfstil in zwei Schwerter teilte. Eine der beiden Klingen konnte Jahre später von einer mutigen Kriegerin vernichtet werden. Das andere gelangte nach dem Tod des Piraten in die Hände des jungen Siegfried, der von der Macht der Waffe überwältigt wurde und daraufhin die böse Saat in die Welt säte, die für unzählige Tragödien verantwortlich war. So zum Beispiel auch für ein Massaker in einem Kampfkunst-Tempel in China, in dem die Saat die anwesenden Mönche wahnsinnig machte und sie aufeinander losgehen ließ. An dieser Stelle erwartet uns der erste Kampf, bei dem wir in die Rolle des Trainers Kilik schlüpfen, um den heiligen Tempel zu retten. Im weiteren Verlauf geht Kilik, der in dem Massaker seine beste Freundin Xianglian verloren hat, den Geschehnissen auf den Grund und deckt dabei die Wahrheit über die mysteriöse Klinge auf. Die Geschichte von SoulCalibur VI wird weitestgehend anhand von vertonten Standbildern erzählt und geizt nicht mit japanischem Pathos, übertriebenen Charakteren und Text. Der hohe Textanteil nimmt immer wieder die Dynamik zwischen den Kämpfen heraus, wodurch der Modus leider recht langatmig ausfällt. Ein besseres Kampf-Sequenz-Verhältnis hätte hier definitiv gutgetan, denn interessant ist die Geschichte in jedem Fall.

Wuchtige Kämpfe in zeitgemäßer Optik

Die Kämpfe an sich machen sehr schnell klar, warum SoulCalibur seit vielen Jahren so erfolgreich ist. Hier spüren wir förmlich die Kraft der Schläge, sodass wir uns mitten im Kampfgeschehen befinden. Auch die Umgebung bekommt die Wucht der Angriffe zu spüren, wodurch ständig Teile des Bodens oder der Einrichtung durch die Luft fliegen. Neben einfachen Schlägen und Sprungangriffen sind auch zahlreiche mächtige Kombos möglich, sodass sich Genrefans austoben können. Darüber hinaus verfügen die Charaktere über einen mächtigen Spezialangriff, der sich vor der Nutzung aufladen muss. Sehr gelungen sind auch die Kampfanimationen, die nicht nur hervorragend aussehen, sondern die Gefechte intensiv und temporeich wirken lassen. Auch für die abwechslungsreichen Arenen muss ein Lob ausgesprochen werden. Sie überzeugen mit tollen Lichteffekten und Spiegelungen und sorgen zudem für einen lebendigen Hintergrund. So können wir zum Beispiel fließende Bäche, imposante Wasserfälle oder auch herunterrieselnden Sand entdecken, sodass wir nie das Gefühl haben, vor einer beliebigen starren Kulisse zu stehen. Die Ausrufe der Kämpfer oder die treibende Orchestermusik im Hintergrund, bei der auch elektronische Elemente oder pathetische Chöre zum Einsatz kommen, verhelfen dem Kampfspiel ebenso zu einer äußerst dichten Atmosphäre.

Charaktere und Waffen in Hülle und Fülle

SoulCalibur VI bietet uns eine große Auswahl an bekannten Charakteren, hält aber auch einige neue bereit, darunter den Gastcharakter Geralt von Riva aus der Witcher-Reihe. Zu den üblichen Verdächtigen zählen unter anderem Nightmare, Mitsurugi und Yoshimitsu. Sämtliche Charaktere bieten uns einen individuellen Kampfstil mit ihren spezifischen Waffen. Klassische Schwerter und Kampfstäbe zählen ebenso zum Arsenal wie Nunchucks, Äxte und Katanas. Außerdem haben wir die Chance, im wirklich umfassenden Charakterdesigner eine eigene Figur zu erstellen oder eine bestehende zu bearbeiten. Hier wählen wir die Spezies aus und bestimmen Geschlecht, Kampfstil sowie natürlich das Aussehen. Dieses lässt sich sehr detailliert anpassen, von den Körperproportionen über die Gesichtszüge bis hin zu der Frisur, dem Outfit oder der Stimmfarbe.

Soul Calibur VI
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Daniel Walter

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Daniel Walter am 31 Okt 2018 @ 14:56
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