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Soul Nomad and the World Eaters: Review

  Playstation 2 

Jedes Land hat seine eigene Esskultur, die Fremden oftmals suspekt erscheint. In China werden mitunter Hunde und Katzen gegessen und in Indien sind Kühe dagegen heilig. Undenkbar für uns, den lieben Waldi in den Ofen zu schieben, aber ein leckeres Schnitzel aus einem Rind ist hier gerne gesehen. Bei Spielen ist es ähnlich. In Japan gibt es massenweise Spiele, welche in unseren Gefilden kaum jemanden interessieren. Und doch kommt ab und zu ein solches Stück Software verspätet zu uns, um hiesige Fans zufrieden zu stellen. Mit Soul Nomad and the World Eaters bringt KOEI nun für Nippon Ichi Software ein Taktik-Rollenspiel für die betagte PlayStation 2 heraus, welches man hierzulande so noch nicht allzu oft erlebt hat.

Ein Held, zwei Persönlichkeiten

Bereits in der Story zeigt sich, wie abgedreht Soul Nomad ist. Ihr werdet auserkoren, die World Eaters zu vernichten, die vor 200 Jahren fast die gesamte Welt zerstört hätten. Unterstützt werdet ihr dabei unfreiwilligerweise durch deren Anführer Gig, dessen Seele man damals in ein Schwert eingeschlossen hat. Sobald ihr selbiges in euren Händen haltet, fährt der Eingesperrte in euren Körper und teilt sich ihn fortan mit euch.

Von nun an könnt ihr euch in Kämpfen seiner gigantischen Kraft bedienen. Doch Vorsicht, dies hat den Nachteil, dass Gig so immer mehr Kontrolle über euren Körper erlangt. Hat er ihn vollständig übernommen, so wird eure Seele ausgelöscht. Natürlich versucht Gig euch ständig davon zu überzeugen, das Schwert einzusetzen. Dagegen will euch eure niedliche, jedoch strunzdumme Freundin aus Kindertagen davor bewahren, was immer wieder zu lustigen Streitereien zwischen den Charakteren führt.

Dabei wird die Story häufig durch gute englische oder wahlweise sogar japanische Synchronstimmen vertont. Weil eine deutsche Lokalisierung gänzlich fehlt, bleiben auch die Untertitel englisch. Damit kann es für jüngere Spieler durchaus schwierig sein, an der textlastigen Story dranzubleiben. Ab und zu kann euer Held auch die Geschichte weitgehend durch seine Entscheidungen beeinflussen. Doch aufgepasst, wenn ein Totenkopf vor einer dieser Möglichkeiten stehen sollte.

Der Schädel signalisiert einen folgenschweren Ausgang und kann euch durchaus sogar das Leben kosten. Falls es soweit kommen sollte, erlaubt euch das Spiel, sämtliche Charaktere zu übernehmen und so gestärkt von Neuem anzufangen. Leider müsst ihr dann erneut das nicht überspringbare Intro über euch ergehen lassen. Immerhin dürft ihr die Dialoge vor und nach Kämpfen umgehen.

Räumliches Denken

Kommt es zu einem Kampf, erlebt ihr das ausgefeilte und anfangs gewöhnungsbedürftige System dahinter. Dabei stehen Einheiten auf Räumen genannten Plattformen, die individuell eine maximale Anzahl an Figuren erlauben. In jedem Raum übernimmt zuerst eine Figur die Rolle des Leaders, oder Anführers. Wird dieser jeweilige Anführer besiegt, so kann der gesamte Raum nicht weiter am Kampfgeschehen teilnehmen. Ansonsten wählt ihr noch die Position der Einheiten aus Front, Mitte und Nachhut. Jeder Gefolgsmann hat auf den drei Positionen andere Angriffe. So schlägt ein Magier an der Front mit einer eher kraftlosen Nahkampfattacke zu. Steht er dagegen in der Mitte, schleudert er einen Feuerball, der eine ganze Reihe schädigt.

Soul Nomad and the World Eaters
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Daniel Schneider


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Daniel Schneider am 06 Aug 2008 @ 01:28
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