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Tales of Xillia 2: Review

  Playstation 3 

Die Versorgung japanischer Rollenspiele im Westen gestaltet sich seit jeher relativ schwierig. Da macht es auch ein bekannter Name oftmals nicht unbedingt einfacher. So ist es keineswegs selbstverständlich, dass Fans der Tales-of-Serie allzu schnell mit neuen Ablegern versorgt werden. Doch immerhin hat man sich nach der Veröffentlichung von Tales of Xillia mit der Verbreitung des direkten Nachfolgers nicht mehr ganz so viel Zeit gelassen, sodass der zweite Teil nach nur einem Jahr in die westlichen Händlerregale gekommen ist. Doch hebt sich der Ausflug in die neue Welt wirklich vom Vorgänger ab?

Neues Spiel, viele Altlasten

Rollenspiele aus dem asiatischen Raum finden auch in den europäischen Gefilden Anklang, wenngleich einige Vertreter einen besonderen Stellenwert eingenommen haben. Doch auch wenn die Tales-of-Spiele sicherlich nicht so bekannt sind wie etwa die der Final-Fantasy-Saga, hat sich doch eine ausreichend grosse Anhängerschaft gebildet, die sich auf einen erneuten Abstecher in die Welt von Tales of Xillia freut. So soll es natürlich nicht lange dauern, bis man nach dem Anime-typischen Intro direkt im Spielgeschehen landet und sogleich den neuen Hauptcharakter kennenlernt.

Anders als beim Vorgänger bleibt nicht mehr die Wahl zwischen zwei verschiedenen Spielfiguren. Dieses Mal begibt man sich nämlich in die Rolle von Ludger Kresnik, der noch ganz am Anfang seines jungen Lebens steht. Ludger steht nämlich vor einer wichtigen Aufnahmeprüfung bei einem grossen Technologieunternehmen, bei dem sein Bruder eine hohe Position bekleidet. Doch noch bevor es dazu kommt, startet das Spiel mit einem Traum, in dem der Protagonist einen Kampf auf Leben und Tod gegen seinen Bruder führt. Was das zu bedeuten hat, ist zu Anfang natürlich noch nicht klar. Vielleicht war es aber auch nur eine böse Vorahnung, denn die Prüfung geht gehörig schief und Ludger muss sein Leben neu planen.


Sein neuer Job scheint wesentlich schnörkelloser, doch anders als erwartet führt bereits der Weg zu seinem ersten Arbeitstag am Bahnhof zu einem Abenteuer. Dort wird nämlich gerade ein Zug von Terroristen entführt. Durch einen Zufall trifft der Spieler auf das kleine Mädchen Elle, das nach einem Ort sucht, der eigentlich nur in Legenden existiert und wo sich angeblich ihr Vater befinden soll. Beide Charaktere besteigen den entführten Zug, werden nach und nach Freunde und schlittern so fortan von einem Ärger in den nächsten. Das führt den Spieler durch eine recht neue Umgebung, denn während sich der vergangene Teil noch darum drehte, zwei getrennte Welten zu vereinen, ist dieser Zustand nun endlich eingetreten.

Das bedeutet allerdings nicht, dass man sich von allen alten Dingen trennen muss, die den Erstling noch ausgemacht haben. Ganz im Gegenteil, denn bekannte Charaktere kommen nach und nach zur Gruppe dazu und ergänzen damit die recht wenigen neuen Figuren. Ausserdem verschlägt es den Spieler ein ums andere Mal in Regionen, die schon im Vorgänger eine Rolle spielten. Das mag auf den ersten Blick keine schlechte Angelegenheit sein, doch Tales of Xillia 2 treibt diese Wiederverwertung ein wenig auf die Spitze. So wurden die bekannten Passagen kaum bis gar nicht verändert und bieten sogar teils die gleichen Feinde. Das ist durchaus schade und bietet besonders für Spieler des Vorgängers ein gewisses Ermüdungspotenzial, denn schliesslich hält man sich grosse Teile des Spielverlaufs mit bereits Bekanntem auf. Lediglich Neueinsteiger werden diese Tatsache nicht bemerken. Grossartige Angst, dass man die Handlungsverläufe ohne Vorkenntnisse nicht versteht, braucht jedoch niemand zu haben. Es stehen nämlich umfangreiche Texte bereit, die einem die Hintergründe näherbringen.

Tales of Xillia 2
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Daniel Dyba


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Daniel Dyba am 27 Aug 2014 @ 21:38
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