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The Cursed Crusade: Review

  Playstation 3 

Videospiele verschlagen einen immer wieder in Zeiten, die man sonst nie hätte besuchen können. Ob das nun eine fiktive Zukunft oder eine längst vergangene Epoche ist, hängt ganz vom eigenen Geschmack ab. Gerade der Reiz des Unbekannten sorgt bei solch einem Szenario oft für die Aufmerksamkeit der potenziellen Käuferschaft. Ähnliches gilt auch für The Cursed Crusade. Der Titel handelt zu der Zeit der Kreuzzüge und will den Spieler mit erbarmungslosen Schwertkämpfen umgarnen. Zumindest vorab sah das Actionspiel relativ vielversprechend aus, da die Entwickler immer wieder interessante Features angepriesen haben.

Ein ritterliches Werk?

The Cursed Crusade dreht sich rund um den jungen Krieger Denz de Bayle, der sich auf der ewig währenden Suche nach seinem Vater befindet. Dieser kam von einem der Kreuzzüge nicht mehr zurück und gilt als verschollen. Das will Denz aber nicht auf sich beruhen lassen, und so macht er sich nun selbst auf den Weg, ein grosser Ritter zu werden. Gemeinsam mit seinem treuen spanischen Knappen Esteban Noviembre will er sich dem aktuellen Kreuzzug anschliessen, den Vater finden, Ruhm und Ehre erlangen und nebenbei auch noch diesen nervigen Fluch loswerden. Genau das sind die wichtigsten Punkte auf der langen Reise.

Fluch? Ja, richtig gelesen. Denz und ebenso sein Gefolgsmann leiden unter einem Fluch. Der Tod höchstpersönlich ist hinter den beiden her und will sie in sein Höllenreich befördern. Dort wartet die ewige Verdammnis auf die Protagonisten, was das Gespann verständlicherweise nicht so recht gutheissen kann. Aus diesem Grund wehren sie sich mit Händen und Füssen gegen den Tod und lernen damit immer besser mit dem Fluch umzugehen, was der Lösungssuche natürlich durchaus dienlich ist. Diese ganzen Inhalte klingen erst einmal recht interessant, was sie zum Teil auch sind. Man wird auf alle Fälle neugierig und will zum Beispiel wissen, woher dieser Fluch nun genau stammt und was es damit auf sich hat. Leider hakt es hier ein wenig an der Präsentation der Geschichte. Schon die Einleitung wird mit verwirrenden Sequenzen, die voller Dialogpassagen sind, vorgeführt.



Ohnehin gibt es eine ganze Fülle an Zwischensequenzen, die den Spielfluss immer wieder unterbrechen und für gähnend gelangweilte Gesichter sorgen. Wen interessiert es denn wirklich, ob irgendein Gefolgsherr Geldprobleme bei seinem Krieg hatte? All das wird dermassen trocken erzählt, dass man viel zu schnell das Interesse am Plot verliert. Zudem erweisen sich die Charaktere selbst im Spielverlauf auch eher als oberflächliche Marionetten. Sicherlich gibt es auch den einen oder anderen netten Spruch zwischen den beiden zu verzeichnen, aber über mehr Tiefe kann sich der Spieler nur in seltenen Situationen freuen. Wirklich schade, denn der Ansatz ist gelungen und die deutschen Stimmen hätten den Spieler dank der hohen Qualität definitiv bei der Stange halten können.

Hat man die langatmige Einführung durchgehalten, landet der Held dann doch irgendwann im Spielgeschehen. An dieser Stelle gilt es zunächst, sich mit dem Kampfsystem vertraut zu machen. Das ist auch der wichtigste Aspekt des Titels, denn grossartige Abwechslung wird nicht geboten. Der Spieler schnetzelt sich mit seinem Partner von A nach B, bedient Schalter oder schiebt Heuwagen an die Seite. Dabei kommt es auch zu Interaktionen mit dem Kumpanen. Diese bleiben aber in einem wirklich kleinen Rahmen. Andere Titel im Genre der Kooperativtitel haben bereits gezeigt, dass hier mehr drin ist. Zumindest kann das Abenteuer auch im Splitscreen oder eben online erlebt werden. Das ist auch gar keine so schlechte Idee, die künstliche Intelligenz macht ihrem Namen nämlich nur selten Ehre. Oft erwischt man den Mitstreiter dabei, einfach nur dumm in der Gegend herumzustehen oder eine gefühlte Stunde mit einem 08/15-Feind zu ringen. Eine echte Hilfe erhält der Spieler damit sicherlich nicht.

The Cursed Crusade
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Daniel Dyba


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Daniel Dyba am 23 Okt 2011 @ 16:01
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