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The Darkness: Review

  Playstation 3 

Es gibt Tage, da wäre sogar ein Profikiller wie Jackie Estacado lieber im Bett geblieben. Erst verpatzen er und seine Truppe einen Auftrag, dann rafft es seine Kollegen auch noch bei einer Verfolgungsjagd dahin. Freilich hört das sein Onkel Paulie, Auftraggeber und New Yorker Grossgangster, nicht gerne. Als ob das alles nicht schon ärgerlich genug für Jackie wäre, setzt sein Onkel auch noch ein sattes Kopfgeld auf seinen vom Pech verfolgten Neffen aus. Von nun an wird der langhaarige Killer von den Schergen seines Onkels durch die Stadt gejagt. Die Chancen auf ein Überleben würden für Estacado nicht zum Besten stehen, würde nicht plötzlich eine seltsame Macht von ihm Besitz ergreifen. Bei Dunkelheit setzt der Jungmafioso ein dämonisches Wesen frei, das ihm ein mächtiger Verbündeter ist. Stück für Stück lüftet sich das Geheimnis seiner Herkunft und die Bedeutung dieser unheimlichen Gabe. Mit der ihm umgebenen Macht kann Jackie einen Schutzschirm um sich herum aufbauen und infernalische Verbündete herbeirufen, so genannte Darklings. Diese erledigen für ihren Herren jeden noch so dreckigen Job.

Marc Silvestri erschuf mit "The Darkness" einen Comic, in dem die Helden keine Strahlemänner in engen Kostümen sind, sondern nihilistische Bösewichte, die sich ihre eigene Rechtsprechung erschaffen haben. Wie in der Comicvorlage sind die Grenzen zwischen Gut und Böse auch in dem Spiel fliessend. Der (Anti-)Held mordet sich durch Heerscharen von feindlichen Mafiosi, erkämpft sich einen Weg durch seine eigene private Hölle, bis er schlussendlich seinen Onkel, dem Hintermann des ganzen Ärgers, zur Rechenschaft ziehen kann. Seine dunkle Gabe bleibt ihm danach auch weiterhin erhalten, schliesslich gibt es für Jackie noch mehr Abenteuer zu bestehen. Zumindest im Comic.

Böse Buben überall

Nach einem Prolog übernimmt der Spieler das Kommando. Schon zu Beginn steht er knietief in Kalamitäten, denn schiesswütige Bauarbeiter nehmen ihn permanent aufs Korn. Auf seine Killerkollegen kann Jackie sich auch nicht mehr verlassen, haben sie doch schon vorab ins Gras gebissen. Wenigstens zwei bildschöne Pistolen konnten sie Jackie noch übergeben. Diese waren sowieso als Geburtstagsgeschenke zu seinem einundzwanzigsten Geburtstag gedacht. Während Estacado noch sein Heil in der Flucht sucht, macht er das erste Mal Bekanntschaft mit seinem neuen Talent. Damit er die Kraft auch anwenden kann, muss unsere Spielfigur immer wieder die Seelen seiner Opfer verschlingen. Beseelte Leichen erkennt man an aufsteigenden Rauch, der über den leblosen Körpern schwebt. Bei seinem Weg wird Jackie immer wieder gebeten, kleinere Missionen zu erfüllen. Meistens ist eine Nebenfigur zu eliminieren oder zumindest einzuschüchtern, damit Freunde und Verbündete in Zukunft nicht mehr belästigt werden. Man kann die Kleinaufträge aber auch ablehnen. Levelrunner gewinnen auf diese Weise eine Menge Zeit, wenn sie den Titel möglichst schnell durchspielen möchten.

The Darkness Bild
Die Gabe schwächt sich ab, je heller die Umgebung ist, in der sich der Spieler aufhält. Will man also sein Kräfte in vollem Umfang nutzen, muss man direktes Licht meiden. Strassenlaternen kann man deshalb auch aus der Ferne ausschiessen und einen Darkling als Späher um die nächste Ecke schicken. Diese Licht-und?Schatten-Spiele geben auch genug Raum für nette Effekte und Spielereien mit den dynamischen Helligkeitsreglern. Ganz fehlerfrei läuft das Abenteuer dann allerdings doch nicht ab: Manche Passanten laufen immer wieder gegen Sperrgitter und die Mimik wirkt auch immer noch ein wenig starr. Mögen die Figuren auch etwas leblos wirken, so gewinnen die Entwickler auf anderen Sektoren wieder genug Boden. Drückt sich Jackie beispielsweise an einer Wand entlang, stützt er sich mit beiden Händen ab. Die Waffen hält er dabei trotzdem noch in den Fäusten.

The Darkness
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Martin Weber

The-Darkness


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Martin Weber am 29 Aug 2007 @ 22:56
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