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The Persistence: Review

  Playstation 4 

Mit The Persistence wartet ein interessanter Sci-Fi-Horrortitel auf alle Besitzer der PSVR-Brille. Ob uns der Shooter überzeugen konnte, klärt dieser Kurztest.

Es hängt an uns

In The Persistence verschlägt es uns auf das gleichnamige Raumschiff, wo wir als letzter Überlebender nach Antworten suchen. Die Leichen der übrigen Crew-Mitglieder säumen den Boden des Schiffs, sodass wir schnell begreifen, dass wir nicht allein sind. An Bord befinden sich zahlreiche nicht menschliche Feinde, die sämtliche Bereiche des Schiffs übernommen haben. Wir bahnen uns nun sukzessive unseren Weg durch unterschiedliche Areale mit dem Ziel, das Schiff wieder unter Kontrolle zu bekommen. Dabei stehen uns allerdings überall die zombieartigen Widersacher im Wege. Manche sind bewaffnet, andere greifen uns mit bloßen Händen an. Wir selbst sind zunächst nur mit einem Nahkampf-Angriff ausgestattet, können allerdings im Schiff Waffen und auch Medipacks entdecken, die wir unbedingt einsammeln sollten, da die Nahkämpfe mit den Zombies auf Dauer wenig förderlich für die Gesundheit sind. Im Kampf können wir außerdem auf einen Schild zurückgreifen, um uns vor Angriffen zu schützen. Wenn wir sterben, finden wir uns wenig später am Anfangspunkt wieder, wo eine Art 3D-Drucker einen neuen Charakter erstellt. Wir spielen also niemals denselben noch einmal, sondern erhalten stets eine frische Hülle für unser Bewusstsein.

Gruselige Atmosphäre und wechselnde Umgebungen

Die Stimmung auf der Persistence ist sehr eindringlich, was nicht nur durch das sparsam eingesetzte Licht, sondern auch durch flackernde Beleuchtungen, zerstörte Objekte und blutige Spuren auf dem Boden oder an den Wänden erreicht wird. Hinzu kommen Räume, die komplett im Dunkeln liegen, wo wir uns im schmalen Lichtkegel unserer Taschenlampe vorarbeiten müssen. Richtige Jumpscares erwarten uns nicht, allerdings sorgen das gruselige Grunzen der zombiehaften Gestalten sowie die Tatsache, dass sie bei Sichtkontakt meist direkt auf uns zustürmen, für ausreichend Horrorstimmung. Gerade dann, wenn wir an einen uns abgewandten Gegner heranschleichen, in der Hoffnung, ihn ausschalten zu können, bevor er uns bemerkt, steigt die Spannung schon merklich an. Dies wird durch die gelungene VR-Umsetzung, die alles um uns herum sehr greifbar wirken lässt, zusätzlich herausgearbeitet. Eine Besonderheit des Spiels ist es, dass die Umgebung nach jedem Tod neu generiert wird. So befinden sich die Ziele nicht noch einmal am selben Ort, sodass wir uns neu orientieren und stets in unbekanntem Terrain vorkämpfen müssen. Durch die zufallsgenerierten Levels ist für Abwechslung gesorgt, sodass die Motivation auch nach mehrfachem Ableben bestehen bleibt.

Grafisch kann The Persistence durchgehend wirklich überzeugen. Die detailliert umgesetzten Schiffsareale wirken dank hervorragender Spiegelungen und authentischer Lichteinfälle sehr realistisch, was auch für die zahlreichen Zombies gilt, mit denen wir uns herumschlagen müssen. Neben The Inpatient zählt The Persistence definitiv zum Besten, was die PSVR-Brille in Sachen Grafik bis dato gesehen hat. Als nettes Gimmick gibt es eine kostenlose Begleit-App zum Spiel, die es möglich macht, zusammen mit einem Mitspieler loszuziehen. Dieser kann über das Smartphone oder Tablet Einfluss auf den Spielverlauf nehmen, sowohl im positiven als auch negativen Sinn. So hat er beispielsweise die Chance, uns auf Gegner hinzuweisen oder uns das Leben durch das Ausschalten der Beleuchtung zu erschweren. Die App ist eine sehr gut umgesetzte Ergänzung, die es ermöglicht, den VR-Titel lokal zusammen zu spielen – ein Muss ist sie aber nicht.

The Persistence
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Daniel Walter

Daniel Walter am 01 Aug 2018 @ 12:17
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