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The Unfinished Swan: Review

  Playstation 3 

"Das Bewusstsein erschafft [...] die mathematische Welt, indem es sie in unserer Welt erdenkt. Demnach besteht die Realität aus drei Welten: der Mathematik, dem Geist (Bewusstsein) und der Raumzeit (Materie). Alle drei Welten durchdringen sich und erschaffen sich jeweils gegenseitig." (Volker J. Becker, Gottes geheime Gedanken)

Wir wollen den Test zu The Unfinished Swan - bei dem Spiel ist der Name durchaus Programm - mit diesem Zitat beginnen, spiegelt es doch erschreckend genau wider, worum es in dem PlayStation Network-Titel geht: Die Erschaffung eurer eigenen Realität. Und das schafften die Schöpfer des unvollendeten Schwans beinahe schon meisterhaft. Wieso uns The Unfinished Swan trotz etwas magerem Umfang gefallen hat, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Bewusstsein erzeugt Realität (Eugene Wigner/John von Neumann)

Ein Physik-Nobelpreisträger und ein Mathematiker erklären uns The Unfinished Swan, denn die (virtuelle) Realität müssen wir uns erst mal selbst erschaffen. Nach einem klitzekleinen Märchen-Intro werden wir in die Haut des kindlichen Protagonisten Monroe gesteckt und befinden uns in einem komplett weissen Raum, der allerdings noch gar kein Raum ist. So gesehen befinden wir uns eigentlich in einem weissen Nichts - sofern es so etwas wie ein Nichts gibt und sofern ein solches Nichts weiss sein kann. Alles, was wir sehen, ist ein kleiner Punkt in der Mitte des Bildschirms, auf den wir versuchen zuzulaufen. In einem Gefüge, in dem wir nichts sehen, es kein oben und kein unten, kein links und kein rechts gibt. Nach wenigen Augenblicken bemerken wir, dass dieser Punkt nichts ist, worauf wir zugehen können, denn er kommt und kommt einfach nicht näher. Da stimmt doch etwas nicht.

The Unfinished Swan Bild
In der Tat: Erst als wir eine der vier Schultertasten des Controllers betätigen, beginnen wir zu verstehen. Dadurch wirft Monroe nämlich mit einer Farbkugel um sich, die platzt, sobald sie auf feste Materie stösst. Wir beginnen damit, uns unsere eigene Welt zu erschaffen. Wir erkennen, dass wir uns tatsächlich in einem Raum befinden, aus dem nur ein einzelner Gang führt. Wir folgen dem Weg, verschiessen Farbkugel um Farbkugel, und erkennen immer mehr, in was für einer Welt wir uns befinden. Vorbei geht es an einem Heuwagen, einer gemütlichen Sitzbank, einem kleinen Wäldchen, durch eine kleine Gasse im Erdreich, bis wir uns schliesslich ein paar goldenen Fussabdrücken eines Schwans bewusst werden - Fussabdrücke, die uns das ganze Spiel hindurch noch begleiten werden, uns leiten, wenn wir uns einmal im Labyrinth des Bewusstseins verlieren.

The Unfinished Swan
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Andy Wyss


The-Unfinished-Swan


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Andy Wyss am 15 Okt 2012 @ 19:09
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