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Tomb Raider: Review

  Playstation 3 

Lange wurde die neue Lara umschwärmt, umworben und mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht. Jetzt steht das neueste Werk der blutjungen Dame in den Läden und wartet darauf, von actionhungrigen Spielern verschlungen zu werden. Ist den Machern der Spagat zwischen modernem und klassischem Gameplay gelungen? Oder ist das neue Tomb Raider nur ein Schatten seiner Vergangenheit? Wir haben mit Lara viele spannende Stunden erlebt und sind unbeschadet von unserer Expedition zurückgekehrt, um euch von den Ereignissen zu berichten.

Blutjung und unerfahren

Was der Tomb Raider-Serie geschehen ist, haben bereits viele Reihen erlebt. Die Action-Saga hat quasi ihren eigenen Zenit erlebt, denn nach unzähligen Teilen und Ablegern konnte das Gameplay einfach nicht mehr fesseln. Daher haben die Macher eine einschneidende Entscheidung getroffen und die komplette Serienwelt auf Anfang gestellt. Mit Tomb Raider kommt nun also der allererste Sprössling einer gänzlich neuen Erzählung daher. Immer noch im Fokus steht natürlich Lara Croft, die als angehende Archäologin noch nicht sehr viel Erfahrung hat. Zu Beginn des Videospiels geht es daher auch auf die erste grosse Expedition, um ein verschollenes Königreich zu entdecken.

Ausgerechnet die blutjunge Lara überredet die restliche Besatzung, den Kurs Richtung Drachen-Dreieck einzuschlagen, denn ihr Spürsinn vermutet das Königreich genau dort. Doch am besagten Ort kommt es zu einem Sturm, der das Schiff in seine Einzelteile zerlegt, woraufhin sich die Überlebenden auf einer dunklen Insel wiederfinden. Am Strand angekommen, möchte Lara zu ihren Freunden stossen. Das gelingt ihr allerdings nicht, da sie von einem Unbekannten niedergeschlagen und in eine Höhle verfrachtet wird. Somit steht schon einmal fest, dass die Besatzung nicht alleine ist. Wie in vielen Gameplay-Videos bereits gezeigt wurde, befreit sich die Heldin aus ihrem Gefängnis und macht sich fortan auf, die Geheimnisse der Insel zu ergründen. Ebenso möchte sie natürlich herausfinden, wo ihre Kumpanen abgeblieben sind und ob sie mit ihrer Vermutung bezüglich des Königreichs überhaupt Recht hatte.



All diese Faktoren spielen im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle. Lara erfährt zunehmend mehr über die Bewohner der Insel und lernt, ihre nicht ganz gewaltfreien Motive zu verstehen. Ganz im Mittelpunkt der Handlungslinie steht jedoch der Charakter von Lara, den die Spieler aus den bisherigen Teilen eigentlich kennen sollten. Da es sich allerdings um einen Reboot handelt, wird wie bereits erwähnt die noch junge Lara Croft vorgestellt. Zu Beginn hat sie Angst, weiss kaum mit Waffen umzugehen und muss demnach das Überleben in solch einer bedrohlichen Lage erst einmal erlernen. Aber keine Sorge, die Hauptfigur mausert sich recht schnell zur erbarmungslosen Killermaschine, was zwar in manchen Situationen ein wenig unpassend und aufgezwungen erscheint, aber dennoch zur Geschichte passt. Nicht jedem wird die frische Charaktergestaltung gefallen, doch werden genug Gelegenheiten geboten, um sich mit der neuen Situation anzufreunden.

Allerdings mutet es schon ein wenig merkwürdig an, dass Lara so viele unwirkliche Situationen mit mehr oder weniger kleinen Verletzungen übersteht. Während ein normaler Mensch spätestens bei der zweiten gigantischen Explosion zerfetzt worden wäre oder sich bei einer Rutschpartie, die entlang einer einstürzenden Brücke führt, sämtliche Knochen gebrochen hätte, landet Lara wie eine Katze stets auf ihren Pfoten. Damit wird deutlich klar, dass ein Anspruch auf Realitätsnähe kaum bestehen kann. Freunde ausgiebiger Actionkost wird es im Umkehrschluss allerdings freuen. Es vergehen kaum einige Spielminuten, ohne dass ein Gebäude einstürzt, ein Meer aus Flammen produziert wird oder etwas anderes Faszinierendes in der Umgebung geschieht. Tomb Raider ist deutlich kinoreifer und atemberaubender geraten, als noch die alten Serienteile. Kamera-Einstellungen, Zwischensequenzen und Skripte greifen wie ein Netz aus Zahnrädern perfekt ineinander. Hinzu kommt die gute Leistung der Sprecher. Nora Tschirner wirkt in ihrer Rolle als Lara Croft aber nicht für jedermann zufriedenstellend, schliesslich erscheint ihre Stimme teils arg kindlich.

Tomb Raider
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Daniel Dyba


Tomb-Raider


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Daniel Dyba am 04 Mrz 2013 @ 14:18
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