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Tony Hawk's - Proving Ground: Review

  Playstation 3 

Tony Hawk ist nicht nur richtungsweisend im Funsport gewesen, weil er als allererster Mensch auf seinem Skateboard bestimmte Tricks vollbrachte. Er steht auch seit 1999 mit seinen guten Namen für die erfolgreichste Versoftung des Skating-Genres. Seitdem erscheint im Zwölfmonatstakt ein neues Spiel aus der Tony-Hawk-Serie, in dem die Spieler bequem vom Sofa aus tollkühne Skateboard-Tricks nachmachen können. Das Angenehme dabei: Man riskiert nicht sämtliche Knochen, wenn man mit dem Joypad in der Hand durch die Halfpipe rauscht, und man kann Sachen ausprobieren, die in der Realität praktisch kaum möglich wären.

Im echten Leben ist es ausserdem nicht so schnell möglich, ungeschoren davonzukommen, wenn man über fahrende Autos hechtet oder durch Baugerüste springt. Dass man dabei neben allerhand Blessuren auch Strafanzeigen riskiert, dürfte jedem bewusst sein. Sachbeschädigungen und Gefährdung des Strassenverkehrs sind nirgendwo auf der Welt Kavaliersdelikte. Im Zuge von mittlerweile neun Spielen hat sich auch ein respektables Repertoire an Tricks und Stunts zusammengesammelt, die man an der Konsole oder dem Rechner nachspielen kann.

Auch sind mit der Zeit allerhand Charaktere zusammengekommen. Neben Maestro Tony Hawk kann man auch Grössen wie Bam Margera, Tony Trujillo Rodney Mullen und viele andere auswählen und als seine Spielfigur definieren. Ob Tony das wohl selbst seinerzeit geahnt hatte, als er sein erstes Skateboard vielmehr zur Aggressionsbewältigung geschenkt bekam? Wie dem auch sei, heutzutage hat er eine Vielzahl an Preisen in seiner Anrichte stehen, eine gut gehende Skateboard-Firma und ist mehrfacher Millionär. Eine respektable Leistung, von der viele Jungskater auf der ganzen Welt träumen.

Brett unter den Füssen, aber nicht vorm Kopf

Natürlich kann man auch seinen Charakter nach eigenen Vorstellungen zusammenstellen. Die Möglichkeiten sind da ziemlich weitreichend, wenn man auch ein paar Frisuren oder Bärte mehr auf den Markt hätte werfen können. Von der Kleidung bis zu grossflächigen Tattoos ist alles auswählbar. Das Endergebnis ist trotzdem immer etwas unansehnlich. Grafisch hätten die Entwickler ruhig ein wenig mehr Liebe zum Detail in das Spiel stecken können. Schliesslich hat man es mit der Umsetzung für die Playstation 3 zu tun. Und die optischen Möglichkeiten sind nun einmal auf dieser Konsole reichlich hochwertig, wie man es von Next-Gen erwarten darf.

Wer in anderen Games einmal gesehen hat, wie lebendig Umgebungen oder Personen auf den Next-Gen-Plattformen wirken können, der will sich bestimmt nicht mit den leblosen Animationen oder ausdruckslosen Gesichtern abgeben. Wenigstens ist in der Wahl der Umgebung einige Abwechslung enthalten. Bestimmen anfangs noch trübe Vorstadtstrassen das Bild, kommen dem Spieler später noch imposante Gebäude, Gartensiedlungen und gut ausgestaltete Ghettoviertel vor die Augen. In allen Arealen stehen genügend Materialien herum, aus denen sich eine waghalsige Piste basteln lässt.

Das ist nämlich auch eine der grossen Neuerungen bei Tony Hawk's Proving Ground. Je nach Richtung, die man als Skater einschlagen will, kann man auch seine Umwelt dazu nutzen, Stuntstrecken selbst zu basteln. Skater, die ans Limit des Machbaren gehen, sich ihre eigenen Wege zurechtzimmern und dann versuchen, sich an Tolldreistigkeit immer wieder zu übertreffen, werden "Rigger" genannt. Rigger sind eine der drei Strömungen, die man einschlagen kann. Als Rigger klettert man auf halb fertig gestellte Gebäude, verbindet deren Gesims mit den Baugerüsten und grindet so auf allem, was sich finden lässt, herum. Im Storymodus muss man auf diese Weise einen eigenen Parcours anlegen, der sich aber auch befahren lassen soll.

Tony Hawk's - Proving Ground
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Martin Weber

Tony-Hawks---Proving-Ground


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Martin Weber am 11 Dez 2007 @ 20:30
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