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Trinity - Souls of Zill O'll: Review

  Playstation 3 

In Europa ist die Trinity-Reihe von Tecmo Koei kaum bekannt, obwohl früher der eine oder andere Teil für PSP und PS2 erschien. Letztendlich benötigt man für Trinity - Souls of Zill O'll keinerlei Vorkenntnisse, es handelt sich um eine Art Prequel der vor allem in Japan beliebten Serie. THQ ist es zu verdanken, dass es dieser Titel auch in hiesige Gefilde geschafft hat. Nur hätte man sich die Veröffentlichung vielleicht sogar sparen können?


08/15-Muster

Vorweg sei gesagt, dass sich Trinity - Souls of Zill O'll an vielen Elementen der Dynasty Warriors-Reihe bedient. Das fängt schon bei der Geschichte an: Zu Beginn wird einem der Endkampf vorweggenommen, und in Form gleich mehrerer Rückblenden erfährt man mehr über die Motive der Charaktere und die durchaus interessanten Hintergründe. Dem fiesen König Balor wird durch eine Prophezeiung mitgeteilt, dass er von einem seiner Enkelkinder ermordet wird. Um dieses zu verhindern, tötet er seinen Sohn und zettelt sogar einen Krieg in der Welt von Vyashion an. Dumm nur, dass der edle Sohnemann zuvor zwei Kinder in die Welt setzte, einer von ihnen wird Balor stürzen. Davon weiss einer der heranwachsenden Jünglinge noch nichts, erst im Verlauf der Geschichte wird ihm die Bedeutung seiner Mission bewusst, denn auch der Frieden zwischen den Menschen, den Elfen und den Vampiren steht auf dem Spiel. Glücklicherweise trifft man recht schnell auf Kollegen, die dem angehenden Helden zur Seite stehen.

Tatsächlich ist die Handlung recht gut inszeniert, gerade manche Zwischensequenzen werden spannend erzählt und erhöhen die Motivation, sich weiter Trinity - Souls of Zill O'll zu widmen. Als Europäer nerven einen nur die typisch japanischen, kitschigen Szenen, die Stereotypen und die vorhersehbaren Ereignisse. Dazu kommt eine Akustik, die nicht immer zu dem Fantasy-Mittelalter passt. Melodramatische Klänge von japanischen Sängerinnen? Das ist schon ein wenig befremdlich.

Ungereimtheiten

Inkonsequenzen offenbaren sich auch im Verlauf: Wirklich relevante Ereignisse werden schön und attraktiv in stilsicher geschnittenen Filmen und vollständig in englischer Sprache vermittelt, während zwischen den zahlreichen Missionen langweilige Standbilder samt unendlich vielen Textwüsten dargestellt werden. Da Trinity - Souls of Zill O'll nicht lokalisiert wurde, gibt es nicht einmal deutsche Untertitel. Das schmälert den Spass deutlich, wenn man Englisch unzureichend beherrscht. Ohnehin wirken die Besuche in Städten und anderen Gebieten sehr lieblos und höchstens zweckmässig, auf einer Übersichtskarte werden die nächsten Orte einfach nur simpel dargestellt. Das erinnert gewiss nicht zufällig an Dynasty Warriors, genauso wie das Kaufen von neuen Rüstungsteilen, Waffen oder Magie in den Städten. Aufträge erhält man dort bei ansässigen Abenteurergilden; auch das ist nicht einmal nett anzusehen.

Trinity - Souls of Zill O'll
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Sven Wernicke

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Sven Wernicke am 21 Feb 2011 @ 15:56
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