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Yakuza 3: Review

  Playstation 3 

Irgendwie kann die Katze scheinbar das Mausen nicht sein lassen. Hatte sich der vierte Chairman der Yakuza, Kazuma Kiryu, gegen Ende des zweiten Teils von seinem blutigen Broterwerb verabschiedet, so taucht er doch in der dritten Episode wieder auf. Zwar bricht er keinem säumigen Schuldner mehr die Knochen, aber eine ordentliche Kelle teilt unser Edelverbrecher immer noch aus. Seine Motive wandeln sich dieses Mal in hehre Ziele und machen aus einem skrupellosen Mobster einen strahlenden Helden im weissen Anzug. Ob er aber darin dauerhaft auch eine weisse Weste bewahren kann?


Kazuma hatte schon seit dem ersten Teil den Wunsch, sich dauerhaft vom Geschäft der Yakuza zu verabschieden. Damals übernahm er die Verantwortung für die kleine Haruka, übertrug seine Kompetenzen an seinen Nachfolger und lässt als einzigen Zeugen dieser Zeit nur das gigantische Tattoo auf seinem Rücken sprechen. Dass ihm keine Ruhe vergönnt blieb, war wohl auch seiner Position als vierter Chairman des Tojo-Clans geschuldet, der zu den mächtigsten Yakuza-Organisationen des Landes zählt. Sein Nachfolger wird vor seinen Augen liquidiert, der Clan ging den Bach runter und Kazuma blieb nichts anderes übrig, als selbst wieder die Initiative zu ergreifen.

Nachdem die Tojos ihre Position erneut festigen konnten, zog sich Kazuma wieder zurück. Neben der mittlerweile elfjährigen Haruka hat sich unser Big Shot acht weitere elternlose Kids ans Bein gebunden und ein Waisenhaus auf Okinawa eröffnet. Vom gefürchteten Unterweltkönig zum treu sorgenden "Onkel Kaz" brauchte er auch nur ein schlappes Jahr. Selbst die Gangster scheinen in Japan wohl wahre Meister im Sinneswandel zu sein. Ob er aber mit seinem bunten Rücken den Kinderchen als lebendiges Bilderbuch dient, wird nicht in der Handlung erörtert.

Yakuza 3 Bild
Das Strandidyll auf der Insel wird dadurch gestört, dass eine Militärbasis und ein Erholungszentrum dort entstehen sollen, wo Kazuma seine Schützlinge aufzuziehen gedenkt. Als dann auch noch sein Nachfolger im Tojo-Imperium von jemanden erschossen wird, der seinem verstorbenen Vater aufs ergraute Haar gleicht, erkennt Kaz die Zusammenhänge: Der Clan steckt mal wieder mächtig in Ärger und kann auf Dauer nicht mehr die schützende Hand über das Waisenhaus halten. Unser Antiheld sieht sich ein weiteres Mal gezwungen, den Nadelstreifenanzug anzuziehen, seine Fäuste zu polieren und nach Kamurocho zur Clanzentrale zurückzukehren. Dass dabei Knochen bersten, Zähne aus dem Gebiss getreten werden und edle Zwirnhemden ein tiefrotes Muster bekommen, wird jeder wissen, der schon mal einen der Vorgänger gespielt hat.

Yakuza 3
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Martin Weber


Yakuza-3


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Martin Weber am 18 Mrz 2010 @ 15:31
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