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inFamous 2: Review

  Playstation 3 

Der erste Teil konnte eine gar riesige Fangemeinde für sich gewinnen, weshalb es keine Verwunderung war, als ein Nachfolger angekündigt wurde. Jetzt steht inFamous 2 auch endlich in den Läden. Vorab wurde viel versprochen. Stärken des Vorgängers sollten weiter ausgebaut und Schwächen dagegen abgebaut werden. Ob das Vorhaben gelungen ist?

Cole rockt New Marais

Cole McGrath ist endlich zurück. Und er hat von den Entwicklern sogar einen neuen Spielplatz spendiert bekommen, denn das aus dem ersten Teil bekannte Empire City wird sogleich in der Anfangssequenz in Schutt und Asche gelegt. Von einer Kreatur, genannt "Das Biest". Dieses Biest ist ein gigantisches Feuermenschenmonster, dem Cole im ersten Kampf unterliegt. Das ist dann auch der Grund, warum es für Empire City keine Zukunft mehr geben kann. Die Flucht in den Süden führt Cole und seine Begleiter in eine neue Stadt: New Marais. Dort gilt es, die Kräfte zu verbessern oder gar erst einmal zu sammeln, um dann "Das Biest" aufzuhalten. Dass Menschen mit besonderen Fähigkeiten in der neuen Stadt nicht gern gesehen werden, und dass hier auch noch eine Verschwörung rund um den Leiter der Stadt, Bertrand, am Laufen ist, und dass eine Miliz die Einwohner brutal unterdrückt, all das kommt noch dazu. Es gibt also viel zu tun.



Obwohl eindringlich versucht worden ist, den Einstieg von inFamous 2 so bombastisch wie nur irgend möglich zu inszenieren, scheiterten die Entwickler hier an sich selbst. Der Kampf ist zwar auf der einen Seite vergleichsweise spektakulär, trotzdem will er nicht so wirklich gefallen. Das Monster sieht mehr als peinlich aus, wirkt in keiner Weise bedrohlich, und irgendwie tritt gerade am Anfang überall starkes Tearing auf. Ebenso verstören die starken Pixeltreppen. Wer nun glaubt, dass sich das so fortsetzen könnte, der irrt allerdings. Nach und nach gewinnt das Spiel an Fahrt.

Da inFamous 2 direkt an den ersten Teil anknüpft, muss sich der Spieler dieses Mal nicht lästig neue Kräfte zusammensuchen oder gar erst erlernen. Cole ist von Anfang an der Elektromann schlechthin. Er kann schweben, auf Stromleitungen gleiten, Blitze aus den Händen werfen und ist im Nahkampf ein echter Schocker. Trotzdem ist er auf Grund der starken Übermacht auch gerne mal unterlegen. Und das, obwohl sich der Spieler fühlt wie ein Gott auf Erden. Natürlich lassen sich aber auch im zweiten Teil der elektrisierenden Reihe neue Fähigkeiten erarbeiten. So wird man eben noch mächtiger.

Durch die Tatsache, dass man nicht mehr allzu viel lernen muss, spielt sich inFamous 2 deutlich actionlastiger als der Vorgänger. Weniger Jump & Run ist gefragt, und weniger Geschicklichkeit. Das mag einigen Leuten womöglich übel aufstossen, uns jedoch sagt die neue Richtung durchweg zu, da auf diese Weise nur selten Langeweile aufkommt. Ansonsten hat sich aber nicht allzu viel getan. Nach wie vor gibt es neben der eigentlichen Geschichte, die insgesamt keinen Blumentopf gewinnen könnte, noch zahlreiche Nebenmissionen, die es zu erfüllen gilt. Nach und nach klaut man so dem bösen Oberchef der Stadt die Abschnitte von New Marais und sammelt seine Anhänger um sich. Das Missionsdesign hätte hier gerne auch ein wenig abwechslungsreicher ausfallen können. Und dennoch: Für Unterhaltung ist gesorgt. Selbst wenn die eigentliche Geschichte relativ flach ist, bietet sie am Ende trotzdem einen passenden Rahmen.

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Michael Hoss


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Michael Hoss am 23 Jun 2011 @ 02:03
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