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Dark Souls: Review

  Playstation 3 

Dark Souls hat die Anmutung eines Solorollenspiels. Und doch ist man nie allein unterwegs. Wer sich darüber wundert, dass gelegentlich die geisterhaften Schemen anderer Figuren durchs Bild huschen - es sind andere Spieler eines seltsam anmutenden Online-Modus. So ist es beispielsweise möglich, anderen mit Hilfe eines knappen Satzbaukastens Tipps auf den Weg zu schreiben. Oder bösen Schabernack zu treiben und falsche Hinweise zu platzieren. "Hinweis: Treten", könnte beispielsweise vor einem wichtigen NPC stehen, wie etwa auf dem Boden vor dem Schmied. Kommt man dieser Aufforderung nach, resultiert das mitunter in Kämpfen mit eigentlich gut gestimmten NPCs. Da ein solcher Angriff direkt protokolliert und abgespeichert wird, hat das schwerwiegende Folgen für den weiteren Spielverlauf. Bei derartigen Vergehen hilft dann nur noch jemand, der einen von den Sünden freispricht, etwa ein Kleriker, der diesen Dienst für Tausende von Seelen anbietet.

Die Online-Anbindung von Dark Souls hat aber noch mehr in petto. So bietet das Spiel die Möglichkeit, kooperativ anderen Online-Spielern in Gefechten zur Seite zu stehen. Oder man lässt die eigene Spielfigur einfach in die Welt anderer teleportieren und gegen die fremden Spieler im Kampf antreten. Dark Souls wirkt durchweg wie ein Solorollenspiel. Und doch hat es die seltsam eingewobenen Eigenschaften eines Onliners, die den Wiederspielwert noch einmal drastisch erhöhen.

Meisterhaftes Weltendesign

Keine Frage: Die herausfordernden, authentisch wirkenden Kämpfe machen Dark Souls zu einer schweisstreibenden, wenngleich fesselnden Angelegenheit. Ein fast noch grösserer Zauber geht aber von der Umgebung aus, in der die Geschehnisse präsentiert werden. Die offenen, weiten Schauplätze gehen nahtlos ineinander über. Verblüffend, wie es die Leveldesigner von From Software geschafft haben, den Spieler immer wieder zu überraschen. Da rackert man sich stundenlang rund um einen Rastplatz ab, dringt immer tiefer in ganz andere, verschlungene Bereiche vor, stösst in irgendeinem Turmgemäuer eine Leiter nach unten - und erreicht über diese die vertraute Lagerstelle. Was für ein Vorankommen im Spiel durchaus seinen Sinn hat.

Dark Souls präsentiert eine in sich geschlossene Welt. Nichts wirkt willkürlich zusammengeschustert. Kopfsteingepflasterte Strassen, Brücken, Treppen, mittelalterlich anmutende Marktplätze, Brunnen, alte Gemäuer und brennende Karren - der erste Bezirk der Untoten hat den Charme einer von Schwarzer Pest zerfressenen, leblosen, mittelalterlichen Kleinstadt. Verblüffend, wie ein solcher Bereich geradezu meisterhaft mit anderen Schauplätzen im Spiel verbunden worden ist. Und das an mehreren Berührungspunkten. Einerseits lässt sich beispielsweise ein düsterer Wald mit gefährlichen Kristallgolems und einem gewaltigen Drachen über den Turm einer Burg erreichen. Doch der Zugang wird auch über ein ganz anderes Gebiet von der anderen Seite ermöglicht.

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Thomas Richter am 11 Okt 2011 @ 19:06
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