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The Last of Us: Review

 
Hersteller: Naughty Dog
Publisher: Sony
Genre: Action: Adventure
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+
Spieler: 8
Weitere Infos: Game-Facts zu The Last of Us
Fazit von Andy Wyss
Ganz ehrlich? The Last of Us hat mich weggeblasen wie selten zuvor ein Videospiel. Wobei die Bezeichnung "Videospiel" diesem Werk hier beinahe nicht mehr gerecht wird, ist es doch vielmehr ein charakterstarkes, intelligentes und vor allem toll spielbares Drama mit enorm hohem Spannungs- und Unterhaltungswert. Viel besser bekommt man es auf der aktuellen Konsolengeneration wohl kaum hin, und die Entwickler haben ihren Ruf als Premiumlieferant von hochkarätiger Software damit eindeutig zementiert. Überdies bin ich froh, dass sich Naughty Dog gegen eine offene Spielwelt entschieden hat. Zwar gibt es hin und wieder offenere Abschnitte, die zum Erkunden und Entdecken einladen, allerdings wage ich stark zu bezweifeln, dass mit einer offenen Spielwelt dieselbe Spannung und Immersion hätte aufgebaut werden können.

Ja, The Last of Us verwendet nicht gerade wenige Skripts. Diese sind aber so toll kaschiert worden, dass sie kaum bis gar nicht störend auffallen - so sie denn überhaupt auffallen. Ich komme hiermit nicht drumherum, mich vor den Entwicklern in Ehrfurcht zu verneigen. Ich habe keine Ahnung, wie sie es geschafft haben, aber sie haben es geschafft. Mehr als einmal sass ich mit offenem Mund und weit aufgeperrten Augen vor der Mattscheibe und wurde mit einem perplexen Gefühl der Machtlosigkeit und stellenweise gar Ungewissheit sitzen gelassen. Story, Charaktere, Spielwelt - alles erstklassig und meisterhaft umgesetzt. The Last of Us ist dabei - trotz einiger technischer Mängel oder der meiner Meinung nach nur soliden deutschen Vertonung - nicht etwa ein vermeintliches Next-Gen-Spiel, welches im aktuellen Konsolenzyklus gefangen ist. Es ist eines der Spiele, wie sie nur am Ende eines Zyklus erscheinen können. Mehr geht wohl kaum noch.

Naughty Dog hat hier Grossartiges geschaffen. Mehr muss und kann nicht mehr gesagt werden!

Fazit von Daniel Dyba
So viele Vorschusslorbeeren wie zuletzt The Last of Us einheimsen konnte, wird wohl kaum ein anderes Videospiel erhalten haben. Doch nach der langen Warterei und der riesigen Vorfreude stellt sich die Frage, ob dies auch gerechtfertigt war. In der Tat ist The Last of Us ein wirklich imposanter Titel, der definitiv zu polarisieren weiss. Es ist erstaunlich, wie Videospiele heutzutage solch einen Bogen schlagen können, um nicht nur spielerisch zu überzeugen, sondern auch ein cineastisches Erlebnis zu bieten. Genau das ist der Titel in erster Linie: Eine Verschmelzung aus interessanten Gameplay-Elementen und einer Handlung, die Tiefgang beweist und das nicht zuletzt auch, weil sich die Macher fernab von moralischen Normen derart differenziert mit der eigenen Story auseinandergesetzt haben.

Daher halte ich The Last of Us für einen durchaus würdigen Abschluss der PlayStation-3-Ära. Für mich persönlich ist das Erlebnis jedoch nicht das erhoffte Meisterwerk geworden. Dazu fehlen mir dann doch ein wenig mehr spielerische Abwechslung und ebenso zusätzlicher Komfort in Sachen Handhabung. Dennoch sollte man diesen Titel erlebt haben, denn solch ein Abenteuer bekommt man in den Landen der Videospielprärie wohl nur selten zu Gesicht.

Fazit von Alexander Boedeker
Wenn sich eine Konsolenära ihrem Ende entgegenneigt und man nochmals das vorhandene Spieleangebot Revue passieren lässt, dann fallen einem oftmals nur wenige Titel ein, die richtig bewegen konnten. Auch an Naughty Dogs The Last of Us wird man sich noch sehr lange erinnern. Abseits der Uncharted-Reihe hat die Spieleschmiede wiederholt bewiesen, dass man es selbst mit Kino-Blockbustern durchaus aufnehmen kann. Eine mitreissende und sehr emotionale Geschichte, spektakuläre und glaubwürdige Umgebungen, und eine nahezu perfekte cineastische Inszenierung - mit all diesen kleinen Bruchstücken setzt Naughty Dog ein Spiel zusammen, welches mich auf allerhöchstem Niveau mehrere Stunden unterhalten konnte. Bei all den Details kommt aber auch das Spielgeschehen nicht zu kurz und man hat allerhand zu tun, gleichwohl man in einigen Szenen auch auf ein paar Gegnerhorden hätte verzichten können. Nach relativ kurzer Zeit hat man zudem nahezu alle Spiel-Elemente gesehen, sodass der Mix aus Rennen, Klettern, Schleichen und Kämpfen ein wenig zur Routine wird. Jedoch schafft es The Last of Us, auch danach von seiner intensiven Atmosphäre zu leben, sodass das Action-Adventure zu keiner Zeit langweilig wird.

Nichtsdestoweniger ist The Last of Us ein gelungener Neuauftakt für das PlayStation-3-Entwicklerstudio und ein würdiges Ende einer erfolgreichen Konsole. Und mit ein bisschen Glück sehen wir Joel und Ellie ja auch demnächst auf einer neuen Plattform wieder. Erzählstoff gäbe es in der postapokalyptischen Welt sicherlich genug. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall.


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Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Authentische, detaillierte Spielwelt
+ Grossartige Charaktere
+ Glaubwürdige, gnadenlose Geschichte
+ Einsame bis morbide Stimmung
+ Mischung aus Stealth & Action
+ Grandiose Optik
+ Berührend und beklemmend
+ Spannende Kämpfe
+ Fantastische englische Stimmen
+ Hollywood könnt's nicht besser!
- Mankos bei künstlicher Intelligenz
- Grafik-Aufploppen in offenen Gebieten
- Gegnerhorden müssten nicht sein
- Rätsel verbesserungswürdig

Gesamtwertung: Wertung: 95
GBase Score:
9.5
Abwechslung: Sehr Gut
Atmosphäre: Sehr Gut
Bedienung: Gut
Langzeitmotivation: Sehr Gut
Herausforderung: Gut
Spieldauer: Sehr Gut
Multiplayer: Gut
Preis/Leistung: Sehr Gut

The Last of Us
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Andy Wyss am 25 Jun 2013 @ 13:10
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