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Disney Infinity: Review

  Playstation 3 

Bau dir doch ein Märchen!

Der zweite grosse Bestandteil von Disney Infinity ist die Toybox. Wie der Name vielleicht schon verrät, versteckt sich hinter diesem Begriff eine Art Editor, um die eigenen Fantasien umsetzen zu können. Während anfangs nur wenige Gegenstände zur Verfügung stehen, um zum Beispiel eine piratenstarke Berglandschaft zu bauen, kommen im weiteren Spielverlauf durch die Gegenstandsblase neue Möglichkeiten hinzu. Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Aus der entsprechenden Kategorie das Element ausgesucht, an die gewünschte Stelle platziert und schon ist das Meisterwerk fertig. Zumindest, wenn dieser Schritt ein paar Mal wiederholt wird.

So kinderleicht wie eben dargestellt ist das Ganze aber dann doch nicht. Die Kategorien der einzelnen Objekte sind nicht immer eindeutig, und auch das Verschieben von Elementen ist eine nervige Fummelarbeit. Objekte müssen nämlich entweder im Funkenmodus anvisiert oder per Zauberstab ausgewählt werden. Kein Problem, wäre die Weiterarbeit nicht erst dann möglich, wenn man exakt an die zu verändernde Stelle laufen beziehungsweise in Funkengestalt fliegen müsste. Einfacher geht da das Platzieren von Gegenständen, die mit dem Steuerkreuz gedreht sowie verschoben werden können und sich automatisch an einem Raster anordnen. Ist diese grobe Arbeit erledigt, ist es möglich, so gut wie allen Objekten eine andere Farbe zu geben.

Allein kann das Spielen schnell langweilig werden. Aber Disney Infinity hat dafür eine Lösung: Beide Spielmodi lassen sich zu zweit an einer Konsole spielen. Möchte man mit bis zu drei weiteren Freunden spielen, ist das auch möglich. Zuvor muss aber ein kostenloses Disney-Konto eröffnet werden. Generell funktioniert das Zusammenspiel gut, es ist nur schade, dass beim Spielen einer Playset-Geschichte Charaktere aus dem gleichen Universum benötigt werden. Es ist also nicht möglich, dass Spieler A in die Haut von Jack Sparrow schlüpft, während Spieler B Mr. Incredible ist. Der Zusatzkauf von Barbossa oder Davy Jones (oder entsprechenden Setfiguren) lässt sich nicht vermeiden.

Diese Eintönigkeit ...

Atmosphärisch gesehen punktet Disney Infinity natürlich durch die bereits bekannten Settings und Charaktere. Doch auch die Synchronisierung ist dem Entwicklerteam von Avalanche Software (Toy Story 3: Das Spiel) durchaus gelungen, immerhin plappern die Helden mit ihren gewohnten Synchronstimmen. Einen Qualitätseinbruch gibt es nur bei der Erzählerstimme: Irgendwie sind wir mit ihr nicht warmgeworden. Bei einer solchen Entscheidung sollte man davon ausgehen, dass auch die Soundtracks vorhanden sind, doch da täuscht man sich. Zwar erinnern die Hintergrundstücke durchaus an die Settings, sind aber verschieden. Muss ja nicht zwingend etwas Schlechtes sein, wenn die Melodien nicht aus den immer gleichen fünf Tönen bestehen würden. So dudeln sie permanent im Hintergrund, was auf die Dauer einfach auf die Nerven geht. Zudem wirkt das Verhältnis von Musik und Effekten sowie Sprache nicht gut. Erstere ist permanent im Vordergrund, sodass man die Stimmen nicht wirklich gut versteht.

Ansonsten überzeugt das Spiel durch einen recht detailreichen Grafikstil, der gerade Kinder begeistern kann. Mit einem geübten Blick fallen einem jedoch Linien im Bild, unschöne Treppeneffekte, sehr lange Ladezeiten und ein oft unverständliches Ruckeln auf. Gleichzeitig hätten manche Umgebungen ein bisschen mehr Farbe vertragen können. Aber gut, dies kann der Hobby-Spielwarenerfinder in der Toybox nachholen und gleichzeitig die Erdumdrehung verdoppeln. Disney Infinity bietet nämlich auch kleine Logik- und Physikverknüpfungen.

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Alexander Boedeker am 01 Okt 2013 @ 20:30
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